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Die Schweiz finanziert die Restauration des Höhlenklosters Petscherska Lawra in Kyjiw mit 600'000 Franken. (Bild: Pixabay / James Hills)

Schweiz finanziert Kloster in Ukraine mit 600’000 Franken

Wie das Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mitgeteilt hat, finanziert die Schweiz ein Kloster in der Ukraine mit 600’000 Franken. Der substantielle Beitrag an die Restaurierung des Höhlenklosters Petscherska Lawra in Kyjiw ist anlässlich der Feierlichkeiten zum 975-jährigen Bestehen des Klosters gesprochen worden. Das Kloster ist bei einem russischen Luftangriff beschädigt worden. Und soll nun dank einer mehr als nur grosszügigen Spende aus der Schweiz wieder renoviert werden.

Schweiz unterstützt den Schutz des Höhlenklosters Petscherska Lawra in der Ukraine

Die Schweiz hat am 15. August 2026 an den Feierlichkeiten zum 975-jährigen Bestehen der Klosteranlage Petscherska Lawra in Kyjiw teilgenommen. Vertreten worden ist die Schweiz dabei vom Delegierten des Bundesrates für die Ukraine, Jacques Gerber. Anlässlich des Jubiläums kündigte die Schweiz einen Beitrag von 600’000 Franken an, um die Restauration des im Juni 2026 bei einem russischen Luftangriff beschädigte Höhlenkloster vorzubereiten und vor weiteren Schäden zu schützen.

Die Ukraine ist weiterhin schweren russischen Luftangriffen ausgesetzt. Am 15. Juni 2026 wurden die Mariä-Entschlafens-Kathedrale sowie weitere historische Gebäude auf dem Gelände der Kyjiwer Petscherska Lawra erheblich beschädigt. Die Klosteranlage gehört zu den bedeutendsten religiösen und kulturellen Stätten der Ukraine und ist Teil des UNESCO-Welterbes.

Bei einem bilateralen Treffen zwischen Bundespräsident Guy Parmelin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am 15. Juni in Genf am Rande des G7-Gipfels in Évian stellte die Schweiz Unterstützung bei der Beurteilung der Schäden in Aussicht.

Schutz vor weiteren Schäden

Anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten unterstrich der Delegierte des Bundesrates für die Ukraine, Jacques Gerber, die Bedeutung des kulturellen Erbes für die Identität und den gesellschaftlichen Zusammenhalt der Ukraine. Er kündigte an, dass die Schweiz 600’000 Franken für die Restaurationsplanung der entstandenen Schäden sowie für dringliche Sicherungs- und Schutzmassnahmen bereitstellt. Die konkreten Arbeiten werden von der UNESCO in enger Abstimmung mit den zuständigen ukrainischen Behörden umgesetzt.

Langfristige Unterstützung und rasche Hilfe

Im Rahmen ihres Länderprogramms für die Ukraine stellt die Schweiz für die Jahre 2025 bis 2028 insgesamt 1,5 Milliarden Franken bereit. Das Programm konzentriert sich auf die wirtschaftliche Erholung, die Stärkung der öffentlichen Dienstleistungen sowie den Schutz der Zivilbevölkerung und die Förderung des Friedens.

Dieses langfristige Engagement verbindet die Schweiz mit rasch mobilisierbarer Unterstützung in akuten Situationen. Dazu gehören die Bereitstellung von Energiegütern im Frühjahr 2026 sowie der aktuelle Beitrag zum Schutz eines der bedeutendsten Kulturgüter der Ukraine.

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