Nun gilt es ernst für die acht Kandidierenden um den vakanten Sitz von Bundesrat Guy Parmelin. In den nächsten Wochen werden sich die Papabili zu den Hearings vor der Findungskommission der Schweizerischen Volkspartei (SVP) unter dem Präsidium von Caspar Baader einfinden. Der ultimative Stresstest für alle Beteiligten. Am 20. November 2026 entscheidet die SVP-Fraktion, wer hernach am 9. Dezember 2026 zur Wahl antreten darf. Im Interview mit dem Schweizer Online-Magazin für Politik, ProudMag.com, skizziert der Präsident der Findungskommission das geforderte Eignungsprofil.
Von Claudio Prader
An erster Stelle müssen die Kandidierenden überzeugend darlegen, inwiefern ihre eigenen Positionen mit dem Parteiprogramm der Schweizerischen Volkspartei kongruent sind. Und ob sie willens sind, die Kernthemen der SVP im Bundesrat adäquat zu vertreten. In zweiter Instanz werden deren Führungsqualitäten und Führungserfahrungen geprüft. “Meiner persönlichen Meinung nach sind die geografische Provenienz und das Geschlecht bei unseren Hearings sekundär”, antwortet Caspar Baader auf eine entsprechende Interview-Frage. Damit erteilt er der Forderung der Romandie, wonach auf Bundesrat Guy Parmelin wiederum eine Vertreterin respektive ein Vertreter aus der französischsprachigen Schweiz folgen muss, eine Absage. Trotzdem schliesst er einen dritten Vertreter der lateinischen Schweiz in der Landesregierung nicht kategorisch aus. Schlussendlich müsse die Kommission nebst den Kandidaturen aus der Westschweiz auch die Kandidatur des Tessiner Ständerats und früheren Parteipräsidenten Marco Chiesa vorbehaltlos prüfen.
Lesen Sie die äusserst interessanten und aufschlussreichen Äusserungen des Präsidenten der SVP-Findungskommission im unten stehenden Interview. Es lohnt sich!
Caspar Baader, Präsident der SVP-Findungskommission für die Ersatzwahl von Bundesrat Guy Parmelin, gehört zweifellos zu den einflussreichsten Politikern unseres Landes. Der Rechtsanwalt und Diplom-Ingenieur-Agronom sass von 1998-2014 für die Schweizerische Volkspartei Basel-Landschaft im Nationalrat. Er war sowohl Mitglied der Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK-N) wie auch der Staatspolitischen Kommission (SPK-N). In dieser Funktion hat sich der Baselbieter Jurist mit so gewichtigen Themen wie der Fiskalpolitik, dem Wettbewerbsrecht, der Wirtschaftsförderung, der Asyl- und Migrationspolitik sowie den Volksrechten befasst.
Im Jahr 2001 ist er von seiner Partei zum Präsidenten der SVP-Fraktion von National- und Ständerat gewählt worden. Während der gut 10-jährigen Dauer seines Vorsitzes hat Baader die programmatische Stossrichtung der Partei massgeblich mit beeinflusst. Gemeinsam mit Persönlichkeiten wie Christoph Blocher, Ueli Maurer, Walter Frey, Adrian Amstutz, Toni Brunner und weiteren Mitstreitern ist es Caspar Baader gelungen, den beständigen Aufstieg der SVP hin zur wählerstärksten Partei der Schweiz fortzuführen und zu konsolidieren.
Als Fraktionspräsident der SVP hat Caspar Baader die Wahlerfolge der Partei massgeblich mitgestaltet
Es waren turbulente Zeiten, in denen der SVP-Politiker Caspar Baader das Ruder stets fest in der Hand hielt. 2001 – just im Jahr seiner Wahl zum Fraktionspräsidenten, verzeichnete seine Partei bei den kantonalen Wahlen einen veritablen Erdrutschsieg. In den Kantonen Aargau, Solothurn, Wallis, Freiburg, Genf und Neuenburg ging die SVP als überragende Siegerin hervor. Dergestalt gelang es der SVP nicht nur die bürgerliche Mehrheit in den Kantonen zurückzuerobern. Sondern mit dem Einzug in das Genfer und Walliser Parlament ist es der Volkspartei auch gelungen, sich als gesamtschweizerische Partei zu etablieren. Ausgerechnet diejenige Partei, die im Jahr 1992 im Kontext der Volksabstimmung über den Beitritt der Schweiz zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) noch als schismatische Aufwieglerin bezichtigt worden ist, hat sich wenige Jahre später als ein starkes politisches Band herausgestellt. Als ein starkes Bündnis, das Wählerinnen und Wähler aus allen Regionen der Schweiz verband.
Der Aufwärtstrend in der Wählergunst setzte sich auch im Herbst 2003 fort. Als die SVP bei den eidgenössischen Wahlen ihren Wähleranteil auf knapp 27 Prozent steigern konnte. Zum Vergleich: 1999 betrug der Stimmenanteil der Volkspartei noch 22.5 Prozent. Im Dezember errang die SVP bei der Gesamterneuerungswahl des Bundesrates zu Lasten der CVP den zweiten Sitz in der Landesregierung. Ein weiterer Meilenstein in der Erfolgsgeschichte der Partei. Heute steht die SVP mit einem Wähleranteil von beinahe 29 Prozent unangefochten an der Spitze der helvetischen Parteienlandschaft. Die anderen beiden bürgerlichen Parteien FDP und Die Mitte vereinen mit jeweils knapp über 14 Prozent gerade einmal rund die Hälfte der Wählerstimmen auf sich (Stand 2023).
Seine Gradlinigkeit hat Caspar Baader geradewegs zum “Primus inter pares” gemacht
Dass sich die SVP heute als unangefochtener Primus an der Spitze der hiesigen Parteien verankert hat, verdankt die Volkspartei mitunter so charismatischen und gradlinigen Persönlichkeiten wie Caspar Baader. Seine Politik war stets geprägt vom Bild einer starken, selbstbewussten und eigenständigen Schweiz. “Ich habe immer die Kernthemen der Partei vertreten: Wahrung der Unabhängigkeit und Neutralität unseres Landes, keine institutionelle Anbindung an die EU, Förderung der inneren und äusseren Sicherheit, Stärkung der Landesverteidigung, Ernährungssicherheit, sichere Energieversorgung sowie keine neuen Abgaben und Steuern”, erläutert der Präsident der Findungskommission dem ProudMag.com.
Bis zum heutigen Tage verkörpert die SVP eben diese – von Caspar Baader verinnerlichte Eigenschaften. Die Schweizerische Volkspartei setzt sich kompromisslos für die Neutralität und Souveränität unseres Landes ein. So erstaunt es nicht, dass ausgerechnet dem Baselbieter Baader das verantwortungsvolle Amt des Präsidenten der SVP-Findungskommission zugetragen worden ist.
Folgende Personen sind zu den Hearings der Findungskommission zugelassen:
- Thomas Aeschi (Nationalrat / ZG)
- Céline Amaudruz (Nationalrätin / GE)
- Marco Chiesa (Ständerat / TI)
- Jean-Pierre Gallati (Regierungsrat / AG)
- Michael Graber (Nationalrat / VS)
- Franz Ruppen (Staatsrat / VS)
- Pierre Alain Schnegg (Regierungsrat / BE)
- Rémy Wyssmann (Nationalrat / SO)
Den Entscheid, welche der acht Kandidierenden für die Nachfolge von Bundesrat Guy Parmelin zu Handen der Bundesversammlung nominiert werden, fällt die SVP-Findungskommission am 20. November 2026.
Interview mit Caspar Baader,
Präsident der SVP-Findungskommission
ProudMag.com: Herr Baader, welche Personen haben Einsitz in die Findungskommission (FK) genommen?
Caspar Baader: Die Findungskommission besteht jetzt noch aus den folgenden Personen: Caspar Baader (Präsident), Adrian Amstutz (Vizepräsident), Marcel Dettling (Parteipräsident), Michèle Blöchliger (Regierungsrätin Kanton Nidwalden), Toni Brunner und Jean-Pierre Grin. Folgende Personen sind in den Ausstand getreten: Thomas Aeschi und Martin Baltisser. Die Mitgliedschaft dieser beiden Personen ist bis und mit 9. Dezember 2026 sistiert. Was bedeutet, dass sie weder Unterlagen von der Findungskommission erhalten noch zu deren Sitzungen eingeladen werden.
ProudMag.com: Zu welchem Zeitpunkt wird Ihre Kommission mit den Hearings beginnen?
Caspar Baader: Die Findungskommission wird die Hearings im Verlaufe der kommenden Wochen durchführen.
ProudMag.com: Können Sie zum jetzigen Zeitpunkt bereits festlegen, wieviele Kandidierende die SVP am 9. Dezember der Bundesversammlung zur Wahl stellen wird? Oder anders gefragt: Können wir bisweilen davon ausgehen, dass die SVP mit einem 2er-Ticket antreten wird?
Caspar Baader: Die Findungskommission wird diese Frage nach Durchführung aller Hearings diskutieren und anschliessend dem Fraktionsvorstand der SVP Schweiz einen Antrag stellen.
Die Kernthemen der Partei sowie die Führungsqualitäten stehen im Vorderund
ProudMag.com: In der Medienmitteilung vom vergangenen Freitag schreibt die SVP, dass ein zentrales Kriterium für die Wahlempfehlung die Eignung der Kandidierenden für die Führung des EJPD oder des VBS sei. An welcher Stelle steht dieses Qualifikationsmerkmal auf der Anforderungsliste der Findungskommission?
Caspar Baader: Bei den Hearings geht’s in erster Linie darum zu prüfen, ob die Kandidierenden zu den Kernthemen der SVP stehen und sich auch nach einer allfälligen Wahl in den Bundesrat dafür einsetzen. Dabei geht es insbesondere um die Ablehnung des EU-Unterwerfungsvertrags, die Bereitschaft, das Asyl- und Migrationschaos zu lösen, die Armee auf die Verteidigung unseres Landes auszurichten, die Lebensmittel- und Energieversorgung unseres Landes sicherzustellen et cetera. In zweiter Linie geht es um die Führungsqualitäten und die Führungserfahrung der Kandidierenden.
“Die geografische Provenienz und das Geschlecht sind sekundär.”
Caspar Baader, Präsident SVP-Findungskommission
ProudMag.com: Welchen Faktoren wird die Findungskommission bei ihrem abschliessenden Entscheid die höhere Gewichtung beimessen: Der fachlichen Eignung, der geografischen Provenienz oder dem Geschlecht der Kandidierenden?
Caspar Baader: Ich kann den Entscheid der Findungskommission nicht vorweg nehmen. Aber aus meiner Sicht geht es primär um die Haltung und Standhaftigkeit der Kandidierenden bezüglich der Kernthemen unserer Partei. Und um ihre fachliche Eignung. Geografische Provenienz und Geschlecht sind sekundär. Weil mit Bundesrat Ignazio Cassis und Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider die lateinische Schweiz schon mit zwei Personen in der Landesregierung vertreten ist. Und weil mit Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider sowie Bundesrätin Karin Keller-Sutter bereits zwei Frauen im Bundesrat vertreten sind.
Beat Jans als Wirtschaftsminister wäre ein Worst-Case-Szenario
ProudMag.com: Eruieren wird kurz die möglichen Szenarien… Nehmen wir an, die SVP würde ab dem kommenden Dezember das EJPD von Bundesrat Beat Jans (SP) übernehmen. Jans hat bekanntlich aus seinem Wunsch, das Justizdepartement abgeben zu wollen, keinen Hehl gemacht. Bestünde mit dem Abgang von Beat Jans als Justizminister und dem Ausscheiden von SVP-Bundesrat Guy Parmelin als Vorsteher des WBF aus der Landesregierung nicht die Gefahr, dass der mit der Führung des EJPD sichtlich überforderte SP-Magistrat Jans die Flucht nach vorne antreten und stattdessen das Wirtschaftsdepartement übernehmen könnte?
Caspar Baader: Die SVP ist sich bewusst, dass nach der Ersatzwahl für Bundesrat Guy Parmelin der Bundesrat die Departemente neu unter sich aufteilen kann. Und dass dabei der SVP entweder das EJPD oder das VBS zugeteilt werden könnte. Aber letztlich entscheidet die Mehrheit im Bundesrat, wer welches Departement erhält.
“Ich bezweifle, dass es für die Schweiz (…) gut wäre, wenn das Wirtschaftsdepartement der Linken überlassen würde.”
ProudMag.com: Ein stramm sozialdemokratischer Ideologe und Dogmatiker Beat Jans an der Spitze des WBF wäre bestimmt nicht im Sinne der bürgerlichen Phalanx im Parlament. Und schon gar nicht im Interesse unseres Landes. Oder irre ich mich? Was würden Sie persönlich von einem Wirtschaftsminister Beat Jans halten?
Caspar Baader: Ich bezweifle, dass es für die Schweiz und die Arbeitsplätze in unserem Land gut wäre, wenn das Wirtschaftsdepartement der Linken überlassen würde. Wenn die bürgerlichen Bundesräte meine Meinung teilen, haben sie es in der Hand, die Departements-Verteilung entsprechend vorzunehmen und die SVP im WBF zu belassen.
Die Rolle des Anciennitätsprinzips bei der Verteilung der Departemente
ProudMag.com: Würde die SVP hingegen das VBS übernehmen, so stände für Bundesrat Martin Pfister (Die Mitte) gegebenenfalls der Weg ins WBF oder ins EJPD frei. Laut dem Anciennitätsprinzip hat jedoch Beat Jans das Recht, noch vor Martin Pfister sein Wunschdepartement zu wählen. Eine Pattsituation. Wie liesse sich dieser gordische Knoten durchschlagen?
Caspar Baader: Meines Wissens wurde das Anciennitätsprinzip bei der Departements-Verteilung schon bisher nicht immer strikte eingehalten. Letztlich entscheidet die Mehrheit im Bundesrat über die Departements-Verteilung.
Weshalb die lateinische Schweiz in den letzten Jahren im Bundesrat übervertreten war
ProudMag.com: Das Parlament hat anlässlich der Gesamterneuerungswahlen von 2003 die CVP-Magistratin Ruth Metzler-Arnold und vier Jahre später SVP-Bundesrat Christoph Blocher abgewählt. Wäre eine Abwahl des augenscheinlich überforderten Asylministers Beat Jans im nächsten Jahr eine mögliche Option für die SVP-Fraktion? Falls ja, wie beurteilen Sie die Chancen, dass die FDP und Die Mitte sich für ein solches Ansinnen einspannen liessen?
Caspar Baader: Die Abwahl von Ruth Metzler und von Christoph Blocher erfolgten im Rahmen von Gesamterneuerungswahlen. Am 9. Dezember geht es aber nur um die Ersatzwahl von Guy Parmelin. Beat Jans steht zur Zeit nicht zur Wahl. Daher stellt sich diese Frage gar nicht.
“In den letzten Jahren hatten wir (…) eine Übervertretung der lateinischen Schweiz. Daher gibt es (…) keinen zwangsläufigen Anspruch der Romandie auf einen zweiten Bundesratssitz.”
Warum ein Anspruch der Romandie auf den vakanten Sitz nicht in Stein gemeisselt ist
ProudMag.com: Laut den Stimmen aus der Romandie soll der vakante Bundesratssitz von Guy Parmelin erneut an einen Vertreter oder eine Vertreterin aus der Westschweiz gehen. Was bedeuten würde, dass die Romandie wiederum mit zwei Sitzen in der Landesregierung vertreten wäre. Zusammen mit dem Tessiner Ignazio Cassis (FDP) wären damit drei der insgesamt sieben Sitze in der Hand der lateinischen Schweiz. Ist diese Anspruchshaltung der Romands für Sie zwangsläufig eine “conditio sine qua non“?
Caspar Baader: Nein! Die lateinische Schweiz macht insgesamt einen Anteil von circa 30 % an der Schweizer Gesamtbevölkerung aus. Was proportional betrachtet zwei Bundesratssitzen entspricht. Daher hatte die lateinische Schweiz in der Vergangenheit normalerweise immer zwei Vertreter im Bundesrat. Entweder zwei Personen aus der Romandie oder je eine Person aus der Romandie und eine aus dem Tessin. In den letzten Jahren hatten wir eine spezielle Situation mit einer Übervertretung der lateinischen Schweiz. Nämlich mit zwei Romands und einem Tessiner. Daher gibt es bei der anstehenden Erneuerungswahl keinen zwangsläufigen Anspruch der Romandie auf einen zweiten Bundesratssitz. Aber ein solcher ist auch nicht à priori ausgeschlossen. Umso mehr, als dass die SVP auch gute Kandidierende aus der lateinischen Schweiz hat. Letztlich wird diese Frage zuerst durch die SVP-Fraktion und dann definitiv durch die vereinigte Bundesversammlung entschieden.
“Da wir mit Marco Chiesa eine ausgewiesene Kandidatur aus dem Kanton Tessin haben, wird die Findungskommission die Frage nach einem zweiten Tessiner Bundesrat prüfen.”
Inwiefern käme ein zweiter Bundesrat aus dem Tessin infrage?
ProudMag.com: Könnte nicht auch ein zweiter Bundesrat aus dem Tessin die lateinische Schweiz adäquat repräsentieren? Besonders vor dem Hintergrund betrachtet, dass der Tessiner Aussenminister Ignazio Cassis (FDP) ein glühender Befürworter der Bilateralen III und damit der politische Antipode zur Haltung der SVP in der EU-Frage ist. Ein lateinisches Gegengewicht zum EU-Turbo und notorisch wankelmütigen Cassis – der damit sinnbildlich für das politische Lavieren der FDP steht, läge durchaus im strategischen Interesse der Schweizerischen Volkspartei. Zu finden wäre der gewichtige Gegenspieler wohl eher im bürgerlich geprägten Grenzkanton Tessin als in der mehrheitlich EU-ergebenen Westschweiz. Käme ein zweiter Tessiner Bundesrat für die Findungskommission grundsätzlich infrage?
Caspar Baader: Nachdem wir mit Marco Chiesa – unserem früheren Parteipräsidenten – auch eine ausgewiesene Kandidatur aus dem Kanton Tessin haben, wird die Findungskommission diese Frage prüfen. Anschliessend wird die SVP-Bundeshausfraktion zu Handen der vereinigten Bundesversammlung entscheiden. Es ist ja durchaus denkbar, dass Bundesrat Ignazio Cassis nach seinem Präsidialjahr 2027 zurücktritt.
Es liegt an der Findungskommission zu entscheiden, ob noch weitere Kandidierende auf das Bundesrats-Karrussel aufspringen werden
ProudMag.com: In der oben zitierten Medienmitteilung schreibt Ihre Partei mitunter, dass sich die Findungskommission das Recht vorbehält, unter Umständen noch weitere Kandidierende ins Rennen zu schicken. Als Präsidenten eben dieser Kommission frage ich Sie: Wird die Findungskommission voraussichtlich noch weitere Personen für die Nachfolge von Bundesrat Guy Parmelin designieren? Falls ja, können Sie mir die Namen der Papabili nennen?
Caspar Baader: Die SVP Schweiz hat mit den gemeldeten Persönlichkeiten eine breite Auswahl an bestausgewiesenen Kandidierenden. Daher wird die Findungskommission in den kommenden Wochen zuerst alle gemeldeten Persönlichkeiten anhören. Und in Kenntnis der Situation allenfalls prüfen, ob noch weitere Personen anzugehen sind.


