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Unter den SVP-Papabili für die Nachfolge von Bundesrat Guy Parmelin befindet sich auch das politische Schwergewicht aus dem Tessin, Marco Chiesa. (Bild: Mediathek Parlament)

8 Kandidierende für Nachfolge von SVP-Bundesrat Guy Parmelin

Bis heute Freitag 23. Oktober 2026 um 12.00 Uhr hatten die SVP-Kantonalparteien Zeit, um ihre Kandidaturen für den frei werdenden Sitz von Bundesrat Guy Parmelin anzumelden. Dieses Zeitfenster ist mittlerweile geschlossen. Die Findungskommission unter der Leitung von Caspar Baader hat nun bis am 20. November 2027 Zeit, um sich zu entscheiden. Die zentrale Frage lautet: Mit wem der 8 Kandidierenden soll die Schweizerische Volkspartei am 9. Dezember 2026 ins Rennen um die Bundesratsersatzwahl steigen? Die parteiinternen Hearings finden im Verlauf der nächsten Wochen statt. Während dessen hat die SVP wohlgemerkt die Möglichkeit, nebst den Papabili weitere mögliche Kandidaten oder Kandidatinnen ins Feld zu führen.

Die Findungskommission beginnt demnächst mit den inhaltlichen Hearings

Bei der Prüfung durch die Findungskommission geht es in inhaltlicher Hinsicht um die Haltung der Kandidierenden zu den politischen Kernthemen der SVP, d.h. zur bewaffneten Neutralität und zur Selbstbestimmung der Schweiz, zum EU-Unterwerfungsvertrag, zur akuten Asyl- und Migrationskrise, zur Stärkung der Armee und der inneren Sicherheit, zur Entlastung des Mittelstandes und der Unternehmen und zu einer sicheren und bezahlbaren Energieversorgung. Von zentraler Bedeutung sind bei der Prüfung auch die Führungserfahrung und Führungskompetenzen der Kandidierenden, dies vor allem mit Blick auf die Problem-Departemente EJPD und VBS.

Folgende Kandidaturen wurden durch die Kantonalparteien gemeldet:

Kanton Zug: Nationalrat Thomas Aeschi
Kanton Genf: Nationalrätin Céline Amaudruz
Kanton Tessin: Ständerat Marco Chiesa
Kanton Aargau: Regierungsrat Jean-Pierre Gallati
Kanton Wallis: Nationalrat Michael Graber
Kanton Wallis: Staatsrat Franz Ruppen
Kanton Bern: Regierungsrat Pierre Alain Schnegg
Kanton Solothurn: Nationalrat Rémy Wyssmann

Am 20. November 2026 wird die Fraktion den Antrag an die Vereinigte Bundesversammlung beschliessen.