rega einsätze weihnachten 2025 vergleich vorjahr
Die Rega ist über Weihnachten 2025 über hundert Mal ausgerückt. (Bild: Rega)

Über 100 Rega-Einsätze über Weihnachten 2025

Mit rund 110 Einsätzen über Weihnachten 2025 ist die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega deutlich weniger oft ausgerückt als noch im Vorjahr. Rund einen Drittel weniger Einsätze hat die Rega dieses Jahr zwischen dem 24. und dem 26. Dezember verzeichnet. Wie die Rega in einer Medienmitteilung schreibt, hängen die Rettungseinsätze je nach den Wetterbedingungen sowie dem Freizeitverhalten der Menschen ab. Den wohl anspruchsvollsten Einsatz flog die Rega am Kreuzberg im Kanton St. Gallen. Wo die Crew zwei in Not geratene Bergsteiger mit der Seilwinde geborgen hat. Wegen der dichten Nebeldecke hat der Rettungsflug mit Hilfe des so genannten Instrumentflugverfahrens stattgefunden. Dieses System erlaubt es der Rega, mit dem Helikopter direkt durch die Wolkendecke zu fliegen.

Rega-Crews am Stephanstag besonders gefordert

Die Helikopter-Crews der Rega standen über die Weihnachtstage vom 24. bis zum 26. Dezember 2025 rund 110-mal im Einsatz. Am Stephanstag forderten zwei Einsätze im Berner Oberland und im Alpstein die Crews besonders. Die Rettung von zwei Kletterern aus einer Felswand des Kreuzbergs (SG) sowie der Absturz eines Berggängers bei der Mittagschrinne (BE).

Kurz vor Mittag am Stephanstag ereilte die nationale Luftrettungszentrale der Rega die Meldung über den Absturz eines Berggängers bei der Mittagschrinne im Berner Oberland. Eine Person einer Zweier-Seilschaft war mehrere hunderte Meter abgestürzt. Aufgrund des äusserst steilen Geländes am Einsatzort bot die Rega-Einsatzleiterin zusätzlich zur Helikopter-Crew von «Rega 10» aus Wilderswil einen «Rettungsspezialisten Helikopter» (RSH) der Alpinen Rettung Schweiz auf. Der Verunfallte war beim Absturz erheblich verletzt worden und konnte von der Crew medizinisch versorgt werden.

Für die Evakuation des Begleiters aus dem steilen Couloir wurde ein zweiter Rega-Helikopter aufgeboten. Die Crew von «Rega 17», die an Tagen mit einem hohen erwartetem Einsatzaufkommen zusätzlich in Wilderswil stationiert wird. An der Rettungswinde flogen die beiden Rega-Crews schliesslich zeitgleich den Verletzten sowie den unverletzten Begleiter aus dem exponierten Gelände in Sicherheit (siehe Bild).

Nach Steinschlag in der Felswand des Kreuzbergs (SG) blockiert

Zu einem weiteren anspruchsvollen, alpinen Einsatz kam es späten Nachmittag in der Ostschweiz im Alpsteinmassiv. Zwei Kletterer befanden sich in der oberen Hälfte der Felswand des sechsten Kreuzberges (SG), als einer der beiden von einem herunterfallenden Stein getroffen und im Gesicht verletzt worden war. Sie alarmierten daraufhin die nationale Luftrettungszentrale der Rega, welche umgehend die Crew von «Rega 16» aufbot. Diese befand sich bereits in der Luft und über der Hochnebeldecke, weil sie sich im Rückflug vom Kantonsspital Chur befanden, wo sie kurz zuvor einen vorangehenden Einsatz mit der Übergabe des Patienten abgeschlossen hatten.

Rettung aus der Wand und im Autopilot unter die Nebeldecke

Für den anspruchsvollen Einsatz nahmen sie einen «Rettungsspezialisten Helikopter» der Alpinen Rettung Schweiz (ARS) auf, der die Rega-Crews im alpinen Gelände unterstützte. Am Einsatzort angekommen, konnten sie mit Hilfe des Scheinwerfers die Kletterer in der Wand lokalisieren, die in der aufziehenden Dämmerung mit Leuchtzeichen auf sich aufmerksam machten (siehe Bild). Der Rettungsspezialist wurde an der Winde in die Wand abgesetzt, wo er die beiden für das Ausfliegen an der Winde vorbereitete.

Die beiden konnten anschliessend ausgeflogen und der Verletzte medizinisch versorgt werden. Aufgrund der Hochnebeldecke, die sich in der Zwischenzeit noch viel weiter ausgebreitet hatte, musste die Rega-Crew für den Flug unter die Nebeldecke auf das sogenannte Instrumentenflugverfahren zurückgreifen, welches auch Flüge durch Wolken auf vordefinierten Flugrouten erlaubt.

Deutlich weniger Helikopter-Einsätze über die Weihnachtstage als im Vorjahr

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Helikopter-Crews der Rega an den Weihnachtstagen zwischen 24. bis und mit Abend des 26. Dezembers rund ein Drittel weniger Einsätze geflogen als im Vorjahr. In diesem Jahr entfiel rund die Hälfte der geflogenen Einsätze auf den Stephanstag. Allgemein widerspiegeln die Einsatzzahlen der Helikopter-Crews die Wetterbedingungen sowie das Freizeitverhalten der Menschen in der Schweiz und unterliegen deshalb natürlichen Schwankungen.