Wie klingt die finnische Volksseele? Das lässt sich sicherlich nicht in einem Wort ausdrücken, denn neben der international bekannten und lebendigen Heavy-Metal-Szene gibt die Natur den Takt im Land der fast menschenleeren Weiten vor. Tinja Myllykanga lebt rund 290 Kilometer entfernt von der nächsten Stadt in der Wildnis Lapplands. Die junge Frau macht mit bei der Kampagne, die das finnische Tourismusbüro Visit Finland anlässlich des 100. Landesgeburtstags anstößt. Bei The Symphony of Extremes – Born from Finnish DNA wird am Ende nicht weniger herauskommen als ein Musikstück, das auf finnischer DNA beruht.

Wahrscheinlich gibt es nur eine Handvoll Finnen, denen die Natur egal ist. Denn in diesem Land der 188.000 Seen, unzähligen Inseln und fast menschenleeren Weiten gehört die Harmonie von Natur und Kultur zur Volksphilosophie. Was liegt also für die Initiatoren der Kampagne, die die finnische Volksseele in einem Musikstück umsetzen möchten, näher als ganz besondere Persönlichkeiten einzubinden?

Eine Frau und 40 Huskys

Tinja Myllykanga ist auf ihre eigene Weise ein Prototyp dieser Persönlichkeiten. Sie hat freiwillig das städtische Dasein gegen ein Leben in der Wildnis Lapplands eingetauscht und leitet hier ein Unternehmen, das Safaris mit Hundeschlitten anbietet. Für die Frau, die hier mit ihren 40 Huskys und einigen Pferden lebt, können es der Trubel der Stadt und schicke Statussymbole nicht mit der unvergleichlichen Weite der unberührten Landschaft direkt vor ihrer Haustür aufnehmen. Sie bringt definitiv ihren eigenen „Sound“ mit und wird nicht nur den Komponisten zur Inspiration dienen, sondern auch mit ihrem eigenen Lebensstil Gegenstand eines Video-Clips werden.

Metaller und Wissenschaftler

Was macht die finnische Volksseele noch aus? Diese Frage stellten sich die Kampagnen-Macher und stießen neben der innovativen Hochschullandschaft fast zwangsläufig auch auf die breite Heavy Metal-Szene in ihrem Land. Allein die Grenzgänger von Apocalyptica haben mit ihrem selbst entwickelten und Genre-setzenden Neoklassik-Metal bislang rund vier Millionen Alben verkauft und sind eine Weltmarke. Nun stellt sich deren Mastermind Eicca Toppinen zusammen mit ausgesuchten Wissenschaftlern einer neuen Herausforderung und die dürfte nicht zu den kleinsten seiner Karriere gehören.

Wissenschaftler sammeln DNA

Päivi Onkamo, Dozentin für Genetik an der Universität Helsinki, und Janna Saarela, Forschungsdirektorin im Institut für Molekularmedizin in Helsinki, liefern die Grundlagen, auf denen die „Symphony of Extremes“ komponiert werden wird. Sie werden im Laufe der Kampagne das genetische Material ihrer Landsleute sammeln und es für die weitere Verwendung präparieren.

Aus DNA und der Volksseele wird Musik

Wie daraus nun Musik wird, das bleibt streng genommen das Geheimnis der Algorithmen und der Intuition des Komponisten und Hochschuldozenten Jonathan Middleton. Der Lehrer an den Universitäten in Washington und im finnischen Tampere hat ein Verfahren entwickelt, mit dem er diese natürlichen Elemente in die Welt der musikalischen Ideen übersetzt. Middleton liefert nun das Rohmaterial als Samples an den Musiker Eicca Toppinen. Und der wird daraus ein Stück komponieren, das es so sicherlich noch nicht gibt. Der Cellist wird aber noch weitere Einflüsse in seine „Symphony of Extremes“ einfließen lassen.

Land der Extreme

Visit Finland hat neben Tinja Myllykanga noch weitere hervorstechende Menschen ausgewählt, die ihren ganz eigenen „Sound“ mitbringen und wird sie und ihre Lebensentwürfe in Video-Clips vorstellen. Johanna Nordblad ist eine Extremtaucherin, die 2015 den Frauenweltrekord im Eistauchen mit unglaublichen 50 Metern bei zwei Grad Wassertemperatur aufgestellt hat. Außerdem wird die Kamera eine Gruppe Kinder beobachten, die auf einer der über 20.000 Inseln in den finnischen Schären lebt. Sie alle sind Teil der finnischen DNA – und der „Symphony of Extremes“.

 

Das Kampagnen-Video: https://www.youtube.com/watch?v=tGL1gAZ4khU

Hier erfahren Sie mehr über die DNA Lapplands: https://www.youtube.com/watch?v=sTcpRIupm00

 

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