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Das Geschäftsjahr 2025 des Kernkraftwerks Gösgen-Däniken war geprägt von einer langen Stillstandsphase. (Bild: Alpiq)

Kernkraftwerk Gösgen blickt auf ein turbulentes Jahr 2025 zurück

Das Geschäftsjahr 2025 des Kernkraftwerks Gösgen-Däniken war geprägt von einem ausserplanmässigen Stillstand. Trotz allem trug das KKW mit 3428 Mio. Kilowattstunden (Vorjahr: 7994 Mio. kWh) noch 5 Prozent des insgesamt in der Schweiz produzierten Stroms bei. In den letzten Jahren betrug der Anteil des Kernkraftwerks Gösgen an der Gesamtenergieproduktion rund 13 Prozent. Was damit zusammenhängt, dass das Werk nach der ordentlichen Revision Ende Juni 2025 wegen einer Überlastung im Speisewasser-Rohrleitungssystem abgeschaltet werden musste. Das KKG weist für das Geschäftsjahr 2025 aufgrund seiner Organisation als Partnerwerk trotz Stillstand einen praktisch unveränderten Gewinn von 28,8 Mio. Franken aus.

Langer Stillstand prägte das 46. Betriebsjahr des Kernkraftwerks Gösgen

Der Verwaltungsrat der Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG hat an seiner heutigen Sitzung das Jahresergebnis für das Jahr 2025 zuhanden der Generalversammlung vom 8. Juni 2026 verabschiedet. Das Kernkraftwerk Gösgen (KKG) produzierte im Jahr 2025 mit 3428 Mio. Kilowattstunden (Vorjahr: 7994 Mio. kWh) deutlich weniger Strom als in den letzten Jahren. Ausschlaggebend dafür war der unplanmässige Stillstand der Anlage seit dem Abschluss der ordentlichen Revision. Die normalisierten Produktionskosten lagen bei 10,10 Rp./kWh (2024: 4,44 Rp./kWh), die normalisierten Jahreskosten bei 346,2 Mio. CHF.

Das Betriebsjahr 2025 war für das Kernkraftwerk Gösgen aussergewöhnlich: Während es in den letzten Jahren regelmässig rund 13 Prozent des Schweizer Stroms lieferte, produzierte das Kernkraftwerk in seinem 46. Betriebsjahr noch 3428 Mio. kWh. Das entspricht 5 Prozent des in der Schweiz produzierten Stroms. Grund dafür war der ausserordentlich lange Stillstand der Anlage. Am 30. Juni 2025 war die 32-tägige Jahresrevision erfolgreich abgeschlossen worden, doch aufgrund eines Befunds zu möglichen Überlastungen im Speisewasser-Rohrleitungssystem blieb das Werk seither in einem sicheren abgeschalteten Zustand.

Für das Geschäftsjahr 2025 betragen die normalisierten Jahreskosten 346,2 Mio. Franken

Nebst den Arbeiten am betroffenen System wurden in dieser Zeit die Sicherheitsstandards im Werk weiter gestärkt und zahlreiche Massnahmen umgesetzt, um den hohen Anforderungen an den verantwortungsvollen Betrieb der Anlage gerecht zu werden. Zur langfristigen Sicherstellung und zur kontinuierlichen Steigerung der Sicherheit und der Verfügbarkeit des Kraftwerks wurden im Berichtsjahr 102,0 Mio. CHF (Vorjahr: 102,5 Mio. CHF) in anlagentechnische Verbesserungen, substanzerhaltende Massnahmen und Brennelemente investiert.

Für das Geschäftsjahr 2025 betragen die normalisierten Jahreskosten 346,2 Mio. CHF (Vorjahr: 355,1 Mio. CHF) und die entsprechenden Produktionskosten 10,10 Rp./kWh (Vorjahr: 4,44 Rp./kWh). Für die normalisierten, von der kurzfristigen Entwicklung an der Börse unabhängigen Jahreskosten, wird eine langfristige Zielrendite von 2,75 Prozent für Stilllegungs- und Entsorgungsfonds angewendet.

Der effektive Produktionspreis liegt bei 8,75 Rp./kWh

Unter Berücksichtigung der tatsächlichen Performance von Stilllegung- und Entsorgungsfonds betragen die effektiven Jahreskosten für das vergangene Jahr 299,8 Mio. CHF (2024: 132 Mio. CHF). Der effektive Produktionspreis liegt bei 8,75 Rp./kWh (2024: 1,65 Rp./kWh). Die Zunahme der effektiven Jahreskosten ist im Wesentlichen auf die geringere positive Wertentwicklung des Stilllegungs- und des Entsorgungsfonds im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr 2024 zurückzuführen. Sie betrug beim Stilllegungsfonds +4,58% (+34,1 Mio. CHF) und beim Entsorgungsfonds +4,45% (+86,3 Mio. CHF) und liegt damit weiterhin deutlich über den langfristigen Erwartungen.

Das Kernkraftwerk Gösgen erzielt 2025 einen Gewinn von 28,8 Millionen Franken

Das KKG weist für das Geschäftsjahr 2025 aufgrund seiner Organisation als Partnerwerk trotz Stillstand einen praktisch unveränderten Gewinn von 28,8 Mio. CHF aus (Vorjahr: 28,6 Mio. CHF). Daraus werden 1,5 Mio. CHF an die gesetzliche Gewinnreserve zugewiesen (Vorjahr: 1,5 Mio. CHF). Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung, auf die Auszahlung einer Dividende zu verzichten und damit liquide Mittel in der Höhe von rund 27 Mio. CHF im Werk zu behalten. Das Ausweisen eines Gewinns erfolgt aus steuerlichen Gründen, da das KKG als Partnerwerk organisiert ist.

Partnerwerke zeichnen sich dadurch aus, dass die Aktionäre die gesamte Energieproduktion übernehmen und im Gegenzug die sich ergebenden Jahreskosten anteilig tragen und den entsprechenden Anteil an Strom zu Gestehungskosten erhalten. Ein grosser Teil der Wertschöpfung (und der möglichen Verluste) findet somit nicht am Standort der Partnerwerke statt, sondern an den Standorten der Aktionäre. Der ausgewiesene Gewinn dient am Standortkanton des Werks als Bemessungsgrundlage zur Steuerberechnung.

Die Generalversammlung der Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG wird am 8. Juni 2026 in Olten stattfinden. Der Geschäftsbericht 2025 wird am 30. April 2026 im Internet publiziert.

https://www.kkg.ch