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Vertreter des Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) haben sich in Wien mit den österreichischen Kollegen zu einem Austausch in Sachen Krisenmanagement getroffen. (Bild: BMI / T. Bosina)

Schweiz und Österreich wollen Katastrophenschutz verbessern

Vertreterinnen und Vertreter des Bundesamts für Bevölkerungsschutz (BABS) haben sich in Wien zu einem zweitägigen Treffen mit ihren österreichischen Amtskollegen getroffen. Ziel des Treffens ist die Verbesserung der Zusammenarbeit in Sachen Katastrophenschutz. Damit im Falle einer Katastrophe wie kürzlich in Crans-Montana geschehen, die europäische Zusammenarbeit noch effizienter erfolgen kann.

Delegation des Bundesamts für Bevölkerungsschutz reist nach Österreich

Eine Delegation des Bundesamts für Bevölkerungsschutz (BABS) war am 29. und 30. Januar 2026 in Österreich, um dort die Amtskolleginnen und Amtskollegen der Direktion Organisation, Ressourcen und Krisenmanagement (ORK) zu treffen. Gegenstand der Diskussionen waren verschiedene künftige, aber auch aktuelle Themen, insbesondere die Brandkatastrophe von Crans-Montana, die in der Silvesternacht zahlreiche Opfer forderte. Erörtert wurde die effiziente Zusammenarbeit mit mehreren europäischen Ländern, die der Schweiz im Rahmen des EU-Katastrophenschutzmechanismus (UCPM) Hilfe leisteten.

Die Schweiz erörtert zusammen mit Österreich mögliche Verbesserungen des Katastrophenschutzes

Nach der Katastrophe von Crans-Montana werden immer noch über 40 Opfer mit Schwerstverbrennungen in spezialisierten Kliniken im Ausland behandelt – eine hohe Zahl, welche die Kapazitäten des Schweizer Gesundheitssystems übersteigt. Die schweren Verletzungen erfordern hoch spezialisierte Behandlungen.

Beim Austausch zwischen der Delegation des BABS und derjenigen der Direktion ORK stand insbesondere die Zusammenarbeit mit dem UCPM im Zentrum, die sehr effizient verlief. Diese Erfahrungen zeigen, dass multinationale Mechanismen die bilateralen Formate immer stärker ergänzen.

Bilaterales Abkommen Schweiz-Österreich

Das Programm des zweitägigen Treffens war dicht. Neben dem UCPM diskutierten die Delegationen auch allgemein über die Entwicklung des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union. Zur Sprache kam auch die Preparedness Union Strategy ab 2028.

Zudem befassten sich die beiden Delegationen mit dem bilateralen Abkommen Schweiz–Österreich von 2002, stellten ihre jeweiligen Zivilschutzsysteme vor und sprachen über die zivil-militärische Zusammenarbeit und das Thema Schutzräume. Die Direktion ORK präsentierte die Sicherheitsstrategie und die Lageanalyse aus österreichischer Sicht.