Schön durch die Sonne

Weg mit den fettigen Kosmetika, die während des Winters zum Einsatz kamen: Im Sommer benötigt das größte menschliche Organ wesentlich mehr Zuwendung, um nicht auszutrocknen. Heide Breitlow, die Leiterin der Kosmetikabteilung des ­Vier-Sterne-Superior „The Monarch Hotel“, verrät, warum.

So gut sich die warmen Temperaturen auch anfühlen: Sie verbergen unsichtbare Risiken. Dass man regelmäßig Sonnencreme oder -spray mit hohem Lichtschutzfaktor auftragen sollte, weiß wohl jedes Kind – und trotzdem kann man selbst hier fatale Fehler machen, die letztlich zu einem Sonnenbrand führen. Prinzipiell gilt: Je höher der Wert, desto besser. „Im Gesicht empfiehlt es sich, eine Creme zu benutzen. Für den Körper ist eine Schutzmilch besser geeignet, da die sich schöner verteilen lässt“, erklärt Heide Breitlow, Leiterin der Kosmetik­abteilung des „The ­Monarch Hotel“ im niederbayerischen Bad Gögging. „Besonders gut sollte man die Bereiche schützen, die der UV-B- und UV-C-Strahlung am meisten ausgesetzt sind – in der Regel sind das Gesicht, Hals, Dekollete und Hände.“ Das gilt übrigens auch an nicht sonnigen Tagen, da UV-Strahlen durch Wolkendecken und bis in den Schatten vordringen können. Zwischen 10 und 15 Uhr sollte die Sonne prinzipiell gemieden werden. Ebenso wichtig ist es, regelmäßig nachzucremen – wie oft dieser Vorgang nötig ist, lässt sich anhand der persönlichen Sonnenschutzzeit errechnen, die je nach Helligkeit des Hauttyps variiert.

Vorsicht vor Trockenheit

Doch es sind nicht nur Sonnenbrände, die selbst das schönste Wetter verblassen lassen: Je aufgewärmter die Luft, desto schneller trocknet auch die Haut aus. Das wiederum führt zu Unreinheiten und der gefürchteten „Mallorca-Akne“, die im Urlaub sicherlich niemand will. Schuld an dem beschleunigten Alterungsprozess hat Schweiß, der die Poren verstopft. Wer sich dann noch warm abduscht, begeht einen der fatalsten Fehler, denn warmes Wasser entzieht der Haut weitere Feuchtigkeit und bildet eine Brutstätte für Bakterien. Ein Freibadbesuch kann dagegen erfrischend wirken, doch auch das hier enthaltene Chlor trocknet die Haut aus, ebenso wie salziges Meerwasser. Deshalb darf gründliches Abwaschen der ­Chemikalien mit Duschgel am Ende des Tages nicht fehlen. „Einer der größten Fehler, die man machen kann, ist es, nach einem Bad im Salzwasser oder chlorhaltigen Wasser nicht abzuduschen und weiterhin Sonne zu genießen“, bestätigt auch Breitlow.

Die richtige Pflege

Generell sollte man im Sommer nicht zu denselben Pflegeprodukten wie im Winter greifen. Breitlow empfiehlt eine Umstellung im Kosmetikschränkchen: „Jetzt benötigt die Haut mehr Feuchtigkeit und weniger Lipide“ – wichtig ist also, auf die Inhaltsstoffe der Produkte zu achten. Die optimalen Sommer-Kosmetika sind einerseits fettarm, andererseits feuchtigkeitsspendend. „Wichtig ist außerdem, viel zu trinken – dies dient ebenso einer gesunden elastischen Haut. Wasser oder Kräutertee sind dafür optimal.“ Außerdem kann ein Besuch im SPA-Bereich Wunder wirken, denn nur hier erfährt die Haut Spezialbehandlungen durch echte Profis. Heide Breitlow empfiehlt ihren Gästen im „The Monarch Hotel“ unter anderem „ein Ganzkörperpeeling zur gleichmäßigen Bräunung der Haut, ebenso eine Gesichtsbehandlung, dem jeweiligen Hauttyp entsprechend.“ Ihre Haut wird Ihnen dankbar sein.

Autor: BFS
Bilder: BFS / The Monarch Hotel / Pixabay


Experten-Interview

Im Gespräch verrät Heide Breitlow, die Leiterin der Kosmetikabteilung des ­Vier-Sterne-Superior „The Monarch Hotel“, warum die menschliche Haut im ­Sommer einer ganz anderen Pflege als im Winter bedarf, und was man ihr ­während der warmen Temperaturen auf keinen Fall zumuten sollte.

Was darf bei der Haut im Sommer nicht vernachlässigt werden?

Das allerwichtigste ist, einen Sonnenschutz mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 20 aufzulegen. Im Gesicht empfiehlt es sich, eine Lichtschutzfaktor-Creme zu benutzen. Am Körper ist eine Schutzmilch empfehlenswerter, da diese sich besser verteilen lässt. Die Haut ist nach den Wintertagen von der Sonne entwöhnt, deshalb sollte man Sonnenbäder langsam angehen. In den üblichen Pflegeprodukten ist in der Regel ein Lichtschutzfaktor enthalten, dieser ist aber für ein ausgiebiges Sonnenbad zu gering. Eine Umstellung der Pflegeprodukte von Winter auf Sommer ist also empfehlenswert. Im Sommer benötigt die Haut mehr Feuchtigkeit, im Winter mehr Lipide.

Auf welche Bereiche der Haut sollte man besonders viel Wert legen?

Das sind die Bereiche, die der UV-B und UV-C Strahlung am meisten ausgesetzt sind. In der Regel sind dies Gesicht, Hals, Dekollete und Hände.

Wie sieht mein optimaler Pflegetag im SPA-Bereich aus?

Genießen Sie ein Frühstück mit frisch gepressten Fruchtsäften und frischen Früchten. Unser Vorschlag: ein Ganzkörperpeeling zur gleichmäßigen Bräunung der Haut sowie eine Gesichtsbehandlung Ihrem Hauttyp entsprechend. Als kleinen Mittagsimbiss einen „bunten Salatteller“. Wichtig ist, viel zu trinken, am besten Wasser oder Kräutertee. Dies dient ebenso einer gesunden, elastischen Haut.

Der größte Fehler, den man seiner Haut im Sommer antuen kann?

Total auf Sonnenschutz zu verzichten, nach einem Bad im Salzwasser oder chlorhaltigen Wasser nicht abzuduschen und weiterhin die Sonne zu genießen.


Falls Sie, liebe Redakteure, an einem individuellem Interview interessiert sind, helfen wir sehr gerne weiter!