Mit über 400 britischen Modellen und weiteren Old- und Youngtimern gab es auch in diesem Jahr einiges zu sehen und so schwärmte einer der über 1000 Besucher: „Man braucht (…) nur eine Bank [zum Sitzen] und (…) [kriegt] so den Rückblick in die letzten 60 Jahre englische Autogeschichte.“ So waren tatsächlich beinah alle denkbaren Modellreihen der britischen Marken Jaguar, Range Rover, Bentley und Mini vertreten und wurden u.a. durch Fabrikate der Hersteller Rolls-Royce, MG, Lotus, Aston Martin und Austin-Healey und englische Motorrad Raritäten von Norton und BSA ergänzt.

„Ich fliege jedes Jahr nach Goodwood zum „Festival of Speed“ und ich bin froh, dass die Atmosphäre hier fast so ähnlich ist und wir hier die schönen Autos genießen können“ berichtet ein autobegeisterter Besucher am Arden British Day, ein anderer: „Ich bin zum dritten Mal*[Anmerkung Arden: 2015 gab es bereits ein erstes inoffizielles Treffen] dabei und es wird immer mehr (…) und ich würde (…) sagen in zwei, drei Jahren kommen die Leute aus Halb-Europa hier hin.“

Nach Tagen des Dauerregens wurde es pünktlich zu einer der wohl letzten Ausfahrtsmöglichkeiten in diesem Jahr wieder trocken und die Wiesen der historischen Burg Zelem luden zum Picknick bei Sonnenschein ein. Das Arden-Team unterstützt durch Helfer des Leo-Clubs bot kühle Getränke und Grillgut sowie Kaffee und Kuchen an. Während einer Burgführung lauschten die kleinen, zukünftigen Automobilienthusiasten gespannt den Geschichten, die das über 1000 Jahre alte Bauwerk zu erzählen hatte und bestaunten die Ritterrüstung im historischen Gewölbe-Keller der Wasserburg.

Auch in diesem Jahr kamen die Fahrzeugbesitzer aus ganz Deutschland und dem benachbartem Ausland. Arden Kunden präsentierten ihre veredelten oder restaurierten Modelle und die Fahrzeuge der vorwiegend britischen Automobil-Clubs reihten sich aneinander. Radfahrer, automobil-begeisterte Interessenten und Biker kamen, um die lockere Atmosphäre zu genießen sowie die Fahrzeuge vor mittelalterlicher Kulisse zu bestaunen. Auch Rennlegende Clemens Schickentanz, fünfmaliger Le Mans Teilnehmer aus den Siebzigerjahren Jahren zählt zu den Stammgästen der Veranstaltung.

Gastgeber Jochen Arden war auch in diesem Jahr hoch zufrieden und seine Tochter Dr. Christine Arden, die die Organisation der fast privaten Veranstaltung leitete, strahlte beim Anblick der Schmuckstücke im Sonnenschein – wieder übertrafen die Besucherzahlen die Anmeldungen um ein vielfaches. Wie auch im vergangenen Jahr lobten die Besucher die Idylle des Düffelgaus, die Ruhe inmitten der im Herbstgold leuchtenden Felder und die Gelegenheit gelassen an den Fahrzeugen entlang zu flanieren und im Gespräch vertieft durch den geöffneten Burggarten zu wandeln.