Jährlich ziehen ungefähr 10 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer um.1 Bei jedem Umzug entsteht eine gewisse Umweltbelastung. Die Umweltauswirkungen eines Umzugs lassen sich jedoch durch einfache Massnahmen reduzieren  – unabhängig davon, ob ein Umzugsunternehmen beauftragt wird oder der Umzug selbst durchgeführt wird.

Zügeln bedeutet meist Stress. Klar, möchte man das möglichst schnell und unkompliziert hinter sich bringen. Die Nachhaltigkeit bleibt dabei leider oft auf der Strecke. Vor allem Packmaterialien, Abfälle und Fahrten sind Müll- und Emmissionsverursacher. Einfache Mittel helfen den Umzug jedoch etwas grüner zu machen.

Videocall statt Wohnungsbesichtigung

“Es lohnt sich, genügend Zeit für die Planung seines Umzugs zu nehmen. Schon mit kleinen Schritten lässt sich das Zügeln nämlich umweltfreundlicher gestalten”, so Cécile Furlotti, Country Manager bei der Umzugsfirma MoveAgain. Bei der Vorbereitung auf einen Umzug mit einem Umzugsunternehmen lohnt es sich, nach Plattformen und Reinigungsdiensten mit transparenter Sofortpreisanzeige Ausschau zu halten. Zudem gibt es Umzugs- und Reinigungsunternehmen, die anstelle eines Hausbesuchs zeit- und ressourcensparende Vindeoanrufe anbiete, um ein detailliertes Angebot zu erstellen. “Das spart Kraftstoff, Zeit und CO2-Emissionen», sagt Cécile Furlotti.

Transport:

  • Hier lohnt es sich, nach Umzugsunternehmen Ausschau zu halten, die schadstoffarme Transportfahrzeuge einsetzen. Gehören zur Fahrzeugflotte des Umzugsunternehmens Elektro-, Hybrid- und Biodiesel-Fahrzeuge? Oder lassen sich Fahrzeuge für kurze Fahrten im gleichen Gebiet gruppieren?

MoveAgain arbeitet mit Partnern in der Schweiz zusammen und optimiert daher die Wege der Unternehmen dementsprechend. So kann sichergestellt, dass die Anfahrtswege für die Unternehmen und dadurch die Umweltbelastung niedring gehalten wird.

Packen:

  • Gibt es vielleicht eine Möglichkeit, Standardkartons oder wiederverwendbare Plastikboxen zu mieten?
  • Benutzte Kartons kann man weitergeben. Vielleicht haben Freunde oder Nachbarn Bedarf? Oder man inseriert eine Gratis-Abgabe in Online-Medien.
  • Wenn es um das Einpacken seiner Besitztümer geht, lohnt sich auch einen Blick in die eigenen Schränke. Auch etwa saubere Papierkörbe oder Kleiderschrankkörbe können als Umzugsbehälter dienen.
  • Wer keine Kartons nutzt, kann sich auch das Plastik-Klebeband sparen.
  • Zum Verpacken von persönlichen und zerbrechlichen Gegenständen lassen sich Handtücher, Geschirrtücher, Decken oder Kleidung statt Luftpolsterfolie aus Plastik verwenden. Generell sind alte Zeitungen oder andere biologisch abbaubare oder erneuerbare Materialien perfekt dafür geeignet.

 Ausmisten

  • Alles Unnötige in den Müll? Nein, man kann etwa einen Garagenverkauf organisieren, spenden, verschenken. 
  • Lokale Spendenstellen – Rotes Kreuz, Caritas, Brocki oder auch Secondhand-Läden – sind oft dankbar für gut Erhaltenes. 
  • Über Online-Verkaufsplattformen lässt sich Wertvolles vielleicht sogar noch verkaufen.
  • Auch Lebensmittel kann man spenden, statt sie wegzuwerfen, etwa bei lokalen Vereinen oder in Boxen.

Wer sich für weitere Tipps für einen nachhaltigen Umzug interessiert, findet demnächst auf der Plattform MoveAgain.ch eine kleine Orientierungshilfe. 

1: Bundesamt für Statistik, Umzüge 2020

www.moveagain.ch