St. Anton am Arlberg zählt zu den schneesichersten Wintersportgebieten der Alpen und ebenso zu den grössten weltweit. Dabei ist das Tiroler Bergdorf nicht nur bei Pistenfans beliebt: Wer Ski und Boards auch mal stehen lassen oder seine Ferien abfahrtsfrei verbringen möchte, der kann dort aus dem Vollen schöpfen. 

Zu Fuss, auf Brettern oder Kufen. Kaum ein Geräusch vertont Winterfreuden derart treffend wie das Knirschen von Schnee unter den Sohlen. Auf 17 ausgeschriebenen Strecken in der Region entdecken Wanderer etwa das sagenumwobene Verwalltal im weissen Gewand (10 Kilometer hin und retour) oder passieren mit Eiskristallen überzogene Erlen entlang des Stanzertaler Rundwanderweges (24 Kilometer). Eine kürzere Route führt zum Gasthof Almfrieden (6 Kilometer), zum Winterwanderweg am Galzig gelangen Wanderer per Bergbahn (1 Kilometer). Wer im Schneegestöber nicht auf die Bretter verzichten möchte, powert sich auf einer der sieben Langlaufloipen aus (1,5 bis 22 Kilometer Länge).

Weitere Aktivitäten locken zur Schlittschuhbahn beim Arlberg WellCom, wo beim Eisstockschiessen die Präzisen glänzen. Äusserst romantisch sind winterliche Fahrten mit Pferdekutsche oder -schlitten. Historisch Interessierte erfahren im Museum St. Anton am Arlberg, wie die über 100 Jahre alte Villa zum wichtigen Standort für die Geschichte des Skisports wurde.

Kraxeln, klettern und sogar fliegen

Abenteuerlaune trotz Wind und Wetter? Im Sport- und Kletterzentrum arl.rock stehen ganzjährig Tennis, Volleyball, Squash, Kegeln oder Bouldern auf dem Programm.

Neu ist seit 2019 die zugehörige Trampolinhalle arl.park mit insgesamt 1.000 Quadratmetern Fläche. Zudem gibt es rund 100 Kletterrouten für Einsteiger bis Profi-Kraxler. Schwindelfreie lassen sich bei einem Tandem-Gleitschirmflug Orte zeigen, die keine Gondel kennen – oder steigen sogar über den Skilift hinaus: Denn auf 2.645 Metern liegt bei der Riffelbahn-II-Bergstation oberhalb von St. Anton am Arlberg der Einstieg zu einem der schönsten Winterklettersteige Tirols.

Durchgehend mit einem Drahtseil gesichert starten Touren-Fans von dort die aussichtsreiche, 850 Meter lange Gratüberschreitung. An der Rossfallscharte angekommen (2.732 Meter) wechseln die Ski vom Rücken an die Füsse – und es geht wahlweise durchs Malfontal nach Pettneu oder via Moostal nach St. Anton am Arlberg zurück. Unbedingt erforderlich: Ski oder Snowboard, Gurt, Karabiner und Tourenschuhe. Empfohlen wird die hochalpine Begehung im Rahmen einer geführten Tour, die Guides dafür kann man bei den Skischulen von St. Anton am Arlberg buchen. 

www.stantonamarlberg.com

Fotos: © TVB St. Anton am Arlberg / Patrick Bätz