Lampen aus alten Holzfässern, ein Fenster in den Alltag von Biene Maja oder Wanderungen Hand in Hand mit lebendigen Legenden – zahlreiche Projekte in der Region Navarra in Nordspanien lassen nachhaltiges Engagement zu einem interaktiven Abenteuer werden.

Aus alt mach neu

Was wird eigentlich aus Weinfässern, wenn ihre Haltbarkeit ein Ende hat? Im Herzen des Yerri-Tals, in Zábal, haben die Mitarbeiter der Werkstatt Baku Barrikupel eine klare Antwort auf diese Frage: Lampen! Ziel des Projekts ist es, möglichst viele ausrangierte, aber immer noch verwendbare Materialien weiterzuverarbeiten.

Zentrales Element ist derzeit das Holz alter Weinfässer, aus dem in Kombination mit anderen recycelten Rohstoffen nützliche und dekorative Gegenstände entstehen. Stetige Erweiterungen der Produktlinie sind geplant, mittlerweile liegt der Anteil an recycelten Produkten der Werkstatt Baku Barrikupel bereits bei über 80%. Ein Besuch lohnt sich außerdem wegen der kulinarischen Spezialitäten, die den Gästen im Anschluss an die Werkstattbesichtigung aufgetischt werden. Leckere und vor allem lokale Produkte, serviert mit      ausgewählten Weinen – so fällt es leicht, Umweltprojekte zu unterstützen.

Theater der Natur

In der Schlucht von Iranzu, nördlich von Estella, hat der Verein Tierras de Iranzu ein Umweltprojekt in Theaterform ins Leben gerufen. Zentrale Themen der Aufführungen sind dabei der Erhalt von      Naturräumen im Allgemeinen sowie des umliegenden Naturparks Urbasa-Andía im Besonderen. Bei einem interaktiven Rundgang durch die Schlucht können die Besucher hautnah miterleben, wie die Akteure des Waldes miteinander interagieren. Die Theatertour “The Magic Forest” führt durch Buchen-, Eichen- und Steineichenwälder, vorbei an natürlichen Quellen und Wasserfällen. Hand in Hand mit einzigartigen mythologischen Charakteren ist es so möglich, in die magische Welt der baskischen Märchen einzutauchen und gleichzeitig mehr über den richtigen Umgang mit der Natur zu erfahren. Begleitet von einer Umweltpädagogin ist dieser Rundgang ein spannendes Angebot für Groß und Klein.

Auf den Spuren von Biene Maja    

Ignacio und Javier Gorena leiten bereits in dritter Generation mehrere Imkereien rund um den Urbasa-Andía Nationalpark. Besonders ist hierbei, dass die Bienen im Park eine nahezu kontaminationsfreie Umwelt genießen können und so einen besonders hochwertigen Honig produzieren. Je nach Herkunftsort, klimatischen Bedingungen und Erntezeitpunkt entstehen dabei immer wieder andere, einzigartige Honigsorten in unterschiedlichen Farben und Geschmacksrichtungen: Ein klares Kennzeichen für die ökologische Entstehung des Produkts. Im Rahmen kleiner Führungen ist es möglich, nicht nur die Geschichte der Imkerei, sondern auch das Leben im Bienenstock selbst zu entdecken. Mit Hilfe eines Beobachtungsstocks kann man hier den Arbeiterbienen, Drohnen und der Königin dabei zusehen, wie sie Honig produzieren oder ihren Nachwuchs heranziehen.

Sich nachhaltig betten    

Am Ende eines spannenden Tages inmitten der Natur stellt sich die Frage nach einer ebenso nachhaltigen Unterkunft. Ein wunderbarer Geheimtipp ist die Casa Nahia im Herzen des Yerri-Tals. Die charmante Pension liegt auf dem Camino de Santiago in der kleinen Stadt Lorca. Nachhaltigkeit ist die Grundlage des Konzeptes: Das Haus bezieht seinen Strom beispielsweise über Sonnenkollektoren und im benachbarten Lebensmittelgeschäft werden hausgemachte Fleischwaren aus Familienproduktion verkauft. Die Casa Nahia ist außerdem ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen oder Radtouren im Naturpark Urbasa-Andía.