Die Edition 2020 ist nämlich das Ergebnis eines großartigen Jahrgangs

Der Jahrgang 2020 wird ab dem 14. September auf der Place de Bordeaux gehandelt, ein sich jährlich wiederholendes Ritual seit 2018. Seitdem verlässt der Supertoskaner Siepi, geboren auf Castello di Fonterutoli aus der Vision der Marchesi Mazzei, den Weinkeller des Gutes, um auf den besten Weinkarten der Welt zu landen als stolzer Botschafter seiner Region und seiner Familie.

Vom Siepi 2020 wurden 29.000 Flaschen erzeugt. Gleich ein paar davon in den Keller zu stellen, ist das Ziel vieler Sammler von Terroirweinen. Die Edition 2020 ist nämlich das Ergebnis eines großartigen Jahrgangs. Er war geprägt von gleichmäßigen Temperaturen und Regen in guten Abständen und erbrachte eine äußerst zufriedenstellende Ernte mit hochwertigen Trauben. Bei genauerer Betrachtung des Jahrgangsverlaufs entdeckt man, dass er mit einem kalten Winter und mäßigen Niederschlägen im Frühjahr begann. Es folgte ein heißer und langer Sommer, aber mit guten Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht, die eine optimale Vollendung des Reifeprozesses der Trauben ermöglichten. Eine wichtige Rolle spielte dabei auch das Fehlen von Trockenstress dank der Regenfälle im Juni und später im September, die ein Bild seltener Exzellenz abrundeten. 

Die Weinlese

Die Lese begann am 7. September mit dem Merlot und wurde am 21. September mit dem Sangiovese fortgesetzt. Seit dem ersten Jahrgang sind allein diese beiden Rebsorten die beiden gleichwertigen Seelen dieses Crus.

Von Hand geerntet, kamen die Trauben mit dicker Schale und ausgezeichneter Phenolreife in den Keller. Die Trauben begannen ihren Kellerdurchlauf „per Schwerkraft“ und wurden in Edelstahltanks vergoren. Anschliessend reifte der Wein 18 Monate in Barriques (Merlot) bzw. Tonneaux (Sangiovese) aus französicher Eiche. Vor der Abfüllung gab eine Phase der Finissage in Betontanks den einzelnen Parzellen Zeit, miteinander zu verschmelzen und ihr ganz spezielles Gleichgewicht zu finden.

Eine Harmonie, die man im Glas riechen, schmecken und genießen kann.

Siepi – Weinberge

Das Geschichte von Siepi

Bevor der Siepi zum Wein wurde, war er ein Ort, ein Weinberg von 6 Hektar – heute mit über 40 Jahre alten Reben – umgeben von dichten Eichenwäldern, eine echte „Insel“ im Wald, die sich durch ideale Höhenlage und ein ausgezeichnetes Mikroklima auszeichnet. Hier sprechen Merlot und Sangiovese mit einer einzigen Stimme; hier haben Böden mit Schichten aus Kalksteinfelsen, Alberese-Gestein und Ton aus dem Pliozän ein hydrogeologisches Gleichgewicht gebildet, das in diesem Landstrich westlich von Castellina in Chianti einen dank seiner Frische und Komplexität außergewöhnlichen Wein hervorgebracht hat. Die Arbeit des Menschen im Weinberg, geprägt von einem tiefen Umweltbewusstsein, gibt der Arbeit den letzten Schliff.

„Siepi 2020 ist ein unverzichtbarer Wein“, kommentiert Giovanni Mazzei, Repräsentant der jüngsten Generation der Familie Mazzei und Enkel jenes Lapo, der diesen Wein bereits 1992 erfand. „Intensiv, elegant, dunkel, sehr lang im Finale. Seine Komplexität schmeichelt, verwirrt aber nicht: Gewürztöne, Frucht und die balsamischen Noten verflechten sich in klaren Bahnen, wie in einem leichten, pausenlosen Tanz.

Das Weingut

SIEPI wurde 1992 dank einer Idee von Lapo Mazzei aus der Taufe gehoben. Dieser Wein ist die Expression einer Einzellage in der Gemeinde Castellina in Chianti, abgefüllt auf die Flasche. Der von dichten Wäldern umgebene Weinberg ist nach Süden/Südwesten ausgerichtet und liegt auf Höhenlagen zwischen 220 und 310 Metern. Der Boden verfügt über eine besondere Kombination von Felsen, die das Abfließen von mikrokapillarem Wasser ermöglicht und selbst in heißesten Jahren ein regelmäßiges Fortschreiten des Pflanzenwachstums ermöglicht. Die Trauben für den IGT Toscana Siepi wachsen auf drei kleinen Parzellen von insgesamt sechs Hektar, die mit einem äußerst respektvollen Weinbau bewirtschaftet werden mit dem Ziel, das lebhafte, lokale Mikrobiom zu schützen.