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Wasserkraftwerk in Eglisau Glattfelden

Nein zum Stromgesetz am 9. Juni 2024

Ständig genügend benötigten Winterstrom mit Solar- und Windanlagen zu erzeugen, ist nicht möglich. Es wird zwar behauptet, dass Windräder im Winter viel Energie bringen. Die jeweils prognostizierten Zahlen der Energiegewinnung wurden leider kaum erreicht. Dazu kommt, dass die Windkraftanlagen zukünftig mit bis zu 60% Steuergeldern subventioniert werden sollen. Das heisst: Man baut mit viel Geld Windräder, welche das Energieproblem nicht lösen und dazu noch unsere wunderschöne Landschaft massiv verschandeln.

So gibt es im aktuellen Stadtrat von Zug leider Leute, die sich ernsthaft eine Windkraftanlage auf dem Zugerberg vorstellen können und dazu Kantonsräte, welche diesen Standort auch in die kommenden Richtplanrevisionen einbringen wollen. Das will ich nicht.

Auch die Wasserkraft als Strom-Backup wird überschätzt. «Nant de Drance» im Jahre 2022 im Wallis eröffnet, ist eines der leistungsstärksten Pumpspeicherkraftwerke Europas. Es produziert bei kompletter Entleerung nur so viel Strom wie das Kernkraftwerk Gösgen an 1 Tag.

Die Gewinnung von Solarstrom in den Bergen im Winter sei sehr effizient, wird gesagt. Aber auch in den Bergen scheint im Winter die Sonne nur halb so lang wie im Sommer. Das heisst, wir haben im Winter potenziell nur halb so viel Sonnenenergie.

Die Annahme des neuen Stromgesetzes wäre für den Zuger SVP-Kantonsrat Philip C. Brunner grundlegend falsch

Für die Produktion von Flatterstrom aus Solar- und Windkraftanlagen müssen die Netze stark ausgebaut werden. Die Kosten dafür bezahlen wir Konsumenten mit dem Netzzuschlag, der heute schon gegen 50% der Stromrechnung ausmacht. Die einzige realistische Lösung ist die Veränderung der Bundesverfassung bezüglich der Stromproduktion. Sie hat umwelt- und klimaschonend zu erfolgen. Alle klimaschonenden Arten der Stromerzeugung müssen zulässig sein. Dazu gehört auch die Kernenergie.

Mein Fazit: Die Annahme des Mantelerlasses am 9.6.24 ist der völlig falsche Weg. Das führt vorallem zu massiv höheren Kosten bei allen Konsumenten. Bei Annahme der Vorlage werden wir einmal so wie bei den Krankenversicherungsprämien heute ärmere Haushalte und dazu noch die Industrie subventionieren müssen. Deshalb stimme ich am 9. Juni mit Überzeugung NEIN zum neuen Stromgesetz.,

Philip C. Brunner / Kantons- und Gemeinderat SVP Zug

Kontakt:
Philip C. Brunner
Kantonsrat Zug

6300 Zug

https://www.philip-brunner.ch


  • Anmerkung der Redaktion: Herr Philip C. Brunner bekleidet seit 2021 das Amt als SVP-Fraktionspräsident im Kantons- und Gemeinderat von Zug.