Eine Reise ohne Planung – eigentlich etwas, das ich mir kaum vorstellen konnte. Bis ich einen Road Trip in der Schweiz machte. Während zwei unbeschwerten Tagen und einer kurzen Nacht habe ich gelernt, dass der Weg das Ziel sein kann. Und dass die Magie des Reisens gar nicht so weit weg ist.

Geht es um meine Wunschdestinationen für Ferien, so liegen diese meist im Ausland. Selbst für ein Wochenende liegen Barcelona, Paris, Rom oder Hamburg näher an Zürich als das Berner Oberland, Graubünden oder das Wallis. So geht es den meisten in meinem Freundeskreis. Entsprechend gross war das Erstaunen, als ich ankündigte, einen Road Trip in der Schweiz zu machen. Das schien meinem Umfeld irgendwie verdächtig: Warum? Wandern ja, aber ein Road Trip? So die Rückmeldungen auf mein Vorhaben.

Mich vor den eigenen Freunden erklären zu müssen, hat mich schon zweifeln lassen. Es scheint nicht weit verbreitet zu sein, einfach mal was anders zu machen – Den Gewohnheiten entfliehen, der Hektik von Städtetrips ins Ausland und 48 Stunden Erlebnis-Dauerstress eine Absage zu erteilen. Jetzt erst recht, habe ich mir gedacht und mich auf die Suche nach einem passenden Angebot gemacht. Wochenende für Verliebte, die interessantesten Flughäfen der Schweiz, Kurz-Trips mit der SBB – so lauten die ersten Ergebnisse meiner Online-Suchabfrage. Hatten meine Freunde doch Recht? Beim Weiterscrollen stosse ich auf ein vielversprechendes Angebot. „Atemberaubende Momente abseits gewohnter Strecken und sternenklare Nächte geniessen, wo noch nie zuvor jemand übernachtet hat“ verspricht mir die Webseite My Magic Road Trip. Geht doch liebe Schweiz, denke ich mir und navigiere weiter zum beworbenen Angebot.

Magische Reise statt hektischer Städtetrip

Es geht um einen Road Trip, sogar um einen magischen. Wie viele andere verbinde ich damit die Vorstellung vom Cabriolet bei immerwährendem Sonnenschein, langen geraden Strassen und Landschaften, die nicht enden wollen. Aber in der Schweiz schien mir dieser Traum bisher nicht realisierbar. Deshalb will ich mehr darüber wissen und lese: Eine Fahrt, die in keinem Reiseführer steht; atemberaubende Ausblicke auf Berggipfel und Übernachtungsmöglichkeiten in einem verglasten Design-Cube; mit allen Sinnen das Unterwegssein geniessen.

Innehalten, wann immer man möchte

Zur Auswahl stehen verschiedene Regionen, ich entscheide ich mich bei der Registration fürs Wallis. Dort lockt ein einsamer See inmitten mächtiger Berge. Nach zwei Wochen kommt der Bescheid, ich bin dabei! Am Tag der Reise bin ich gespannt, was mich erwartet. Die Übergabe des Autos inklusive Verpflegungspaket für zwei Tage geht zügig vonstatten und dann geht es los. Das Ziel ist in Form von GPS-Koordinaten zwar bekannt und ich erhalte einen Routenvorschlag, kann den Weg dorthin aber auch selbst wählen. Die Route führt für einmal nicht über langweilige Autobahnen sondern wenig befahrene Strassen und kurvenreiche Passfahrten. Der Fahrspass soll schliesslich nicht zu kurz kommen. Nach einer Weile steht bereits der erste Boxenstopp mit frisch gebackenen Gipfeli und Kaffee an. Weiter führt die Route am malerischen Vierwaldstättersee entlang. Die Sonne spiegelt sich im sich kräuselnden Gewässer; die Sonnenbrillen sind aufgesetzt. Kurze Zeit später kurven wir bereits die erste Passstrasse hoch.

Der Ausblick ins Tal ist grandios. Dass Sightseeing nicht nur aus Gebäuden, Museen und hippen Einkaufsstrassen bestehen kann, war mir irgendwie entfallen. Ich geniesse die Freiheit, jederzeit an- und innehalten zu können, um die Eindrücke aufzusaugen. Auf der Passhöhe angekommen, wird der Mazda CX 5 auf dem Parkplatz stehen gelassen. Abseits der Strasse suchen wir uns einen Platz in der Sonne und geniessen das mitgebrachte Picknick. Wieder ein Wow-Erlebnis: Mein letztes Picknick liegt schon so lange zurück. Ich hatte glatt vergessen, wieviel Spass es macht. Ausgeruht und mit vollem Magen geht es beschwingt die Bergstrasse in mehreren Haarnadelkurven hinunter ins nächste Tal.

Genuss der Einsamkeit

Im Wallis angekommen, führt uns die Strasse durch das Goms. Wir lassen Brig hinter uns und biegen ins Val d’Anniviers ein. Die Strasse führt durch kleine Dörfer und an typischen Wallisern Chalets vorbei. Die Geranien auf den Balkonen zeugen davon, dass die wärmeren Temperaturen auch hier angekommen sind. Auch am Ziel, dem Lac de Moiry auf über 2‘200 m ü. M. ist es angenehm warm. Der Design-Cube, welcher für die Übernachtung zur Verfügung steht, steht allein fast direkt am See. So viel Einsamkeit ist man gar nicht mehr gewohnt. In den fast vollständig um den Cube laufenden Glaswänden spiegelt sich sogar das Wasser. Sogar das Dach ist aus Glas. Hoffentlich ist die Nacht klar und wir können vom Bett aus den Sternenhimmel betrachten.

Nachdem unser Gepäck verstaut ist, machen wir uns auf, um die Umgebung zu erkunden. Der türkisblaue See zieht uns magisch an. „Es lächelt der See, er ladet zum Bade.“ fällt mir spontan ein. Die Zehenprobe sagt etwas anderes. Das Wasser ist eiskalt und bietet lediglich den Füssen eine willkommene Abkühlung. Auch gut, denn langsam schleicht sich die Dämmerung den See entlang, während die Bergspitzen von der untergehenden Sonne in ein kitschiges Rosa getaucht wer

Allein mit den Sternen

Da der Magen zu knurren beginnt, beschliessen wir das Abendessen draussen zu geniessen, solange noch etwas Tageslicht übrig bleibt. In unserem Essenskorb befinden sich viele regionale Spezialitäten: Vom Bergkäse über Trockenfleisch bis hin zum knusprigen Holzofenbrot und saisonalen Früchten ist alles dabei. Und da ist er wieder, der Wow-Effekt. Statt in einem Restaurant von gestresstem Servicepersonal bedient zu werden, schätze ich die Einfachheit dieser Mahlzeit in absoluter Ruhe.

Ein feiner Wind gleitet durch das Haar … es wird trotz Bergsommer etwas frisch geworden. Macht nichts, wir machen es uns drinnen auf dem Bettsofa gemütlich und geniessen den Rundumblick. Noch ist es nicht ganz dunkel, aber es leuchten schon die ersten Sterne. Und dann immer mehr. Sie ahnen es schon: Wow. Ohne den Lichtsmog der Städte, sehe ich wie noch nie zuvor die Sterne leuchten. Neben dem gut erkennbaren Orion versuchen wir weitere Sternbilder zu bestimmen.

Magische Wandlung

Die Vorhänge haben wir offen gelassen, am nächsten Morgen werden wir von den Sonnenstrahlen geweckt. Langsam zieht der Nebel vom Tal hinauf und legt sich über den See. Um uns herum verwandelt sich die Umgebung in eine mystische Märchenlandschaft. Nach dem Frühstück müssen wir unsere kleine Oase leider wieder verlassen. Bevor wir uns ins Auto setzen und die Rückreise zum nächsten Ziel machen, machen wir einen letzten Spaziergang und geniessen die Natur um uns herum.

Dieser Wochenendausflug war anders als meine üblichen Reisen. Der Road Trip hat mir vor Augen geführt, dass ich mehr auf meine innere Stimme hören soll. Und nicht auf das, was andere sagen oder toll finden. Es war auch herrlich entspannend, sich ohne Plan treiben zu lassen. Klar hatten wir ein Ziel. Aber einfach so durch die Gegend zu cruisen; anzuhalten, wo man möchte und den Augenblick in vollen Zügen geniessen zu können, war magisch. Und genau darum geht es ja bei einem Road Trip: eine Reise mit dem Auto, oft ohne feste Streckenplanung und offen für die Wunder des Unterwegssein. Schweiz, ich komme wieder und entdecke dich neu.

„My Magic Road Trip – Entdecke die Magie des Reisens neu.

My Magic Road Trip von Mazda bietet dir eine Auszeit, ein einzigartiges Reiseerlebnis – Ganz nach der für Mazda üblichen Art, Gewohntes zu hinterfragen. Dabei steht die Liebe am Unterwegssein auf wunderschönen Routen und eine Übernachtung im Mazda Design-Cube im Mittelpunkt. Geniesse eine Zeit, die nur dir gehört. www.mymagicroadtrip.ch