Eine Linsensuppe ist keinesfalls gleich eine Linsensuppe. Der Grund: Jeder bereitet seine Variante ein wenig anders zu. Und das soll auch so sein – sonst wäre es ja sehr schnell langweilig. Gemein ist aber allen: Sie eigen sich hervorragend um bei den kalten Temperaturen Körper und Seele auf Trab zu halten und wieder auf Trab zu bringen. In diesem Beitrag dreht es sich um ein Grundrezept – gefolgt davon wie sich die Linsensuppe abwandeln lässt…

 

Die Grundzutaten:

Klar, Linsen. Hier kann sich jeder seine Lieblingssorte im Supermarkt aus dem Regal picken. Was auch noch gut kommt: ein wenige Suppengemüse mit entweder Petersilie oder je nach Verfügbarkeit: Maggikraut, sprich Liebstöckel. Knoblauch und Zwiebeln sollten nicht fehlen und auch ein paar Lorbeerblätter machen sich gut.

Die Fleischeinlage:

Das sollte natürlich bereits vor dem Kochen entschieden werden. Zumindest wenn es um die Frage geht: Speck – ja oder nein? Falls ja, macht es Sinn diesen vor der Beigabe zu den gekochten Linsen in der Pfanne anzubraten und ihm somit ein paar Röstaromen auf dem Weg in die Suppe mit zu geben. Und sollte beim Kochvorgang sodann eine Cabanossi die Suppe anreichern: Es empfiehlt sich diese in kleine Stücke aufzuschneiden. Die Wurst gibt so tolle Aromen an die Suppe ab. Zudem erübrigt sich das Schneiden der Wurst im Teller oder vor dem Servieren.

Pürieren oder nicht?

Eine Geschmacksfrage: Wer einen Teil der Suppe püriert (bitte dazu aber den betreffenden Teil aus dem Topf nehmen, sonst werden Wurst und Lorbeerblätter auch klein gehäckselt), verleiht der Suppe eine sämigere Konsistenz. Hier kann man natürlich spielen: Erst 20 Prozent der Suppe pürieren und wieder einrühren. Passt einem die Konsistenz: Fein. Wen nicht: Nochmals 20 Prozent des Topfinhalts pürieren.

Die Abwandlungen:

Jetzt zum spannenden Teil – denn manchen ist die Linsensuppe vielleicht zu langweilig. Da gibt es nun beispielsweise folgende Möglichkeiten:

  1. Die amerikanische Variante: Mit BBQ-Sauce „verfeinern“ und Hackfleischbällchen als Fleischeinlage verwenden
  2. Die asiatische Variante: Beim Andünsten der Zwiebeln Ingwer und Zitronengras beigeben und mit Koriander und Kreuzkümmel würzen.
  3. Die spanische Variante: Eine Chorizo Wurst klein schneiden und mitköcheln lassen
  4. Die ungarische Variante: Eine dünne Pick Salami ebenfalls klein schneiden und beim Kochen beigeben

Allgemeine Informationen:

Portionen: 10

Vorbereitungszeit: 30 Minuten

Zubereitungszeit: 75 Minuten

Zutaten:

700 g Linsen

4 Liter Wasser

5 Knoblauchzehen

3 Zwiebeln

1 EL Griebenschmalz (alternativ Öl)

450 g Bauchspeck (geräuchert)

7 Kartoffeln

1 kg Suppengemüse

5 Lorbeerblätter

250 ml Essig

600 g Cabanossi

1 Bund Petersilie

Salz (zum Abschmecken)

Pfeffer (zum Abschmecken)

Zubereitung

  1. Das Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen und die Linsen zusammen mit den Lorbeerblättern und den Knoblauchzehen abgedeckt zirka 30 Minuten darin köcheln lassen. (Schaum, der sich beim Kochen bildet mit einer Schaumkelle abschöpfen.)
  2. Währenddessen das Gemüse in kleine Würfel schneiden, ebenso den geräucherten Speck.
  3. Das Griebenschmalz in eine Pfanne geben und die Speckwürfel darin auslassen.
  4. Die Zwiebeln dazu geben, anbraten und anschließend zusammen mit den Kartoffeln und dem Suppengemüse zu den Linsen in den Topf geben.
  5. Die Cabanossi in Scheiben schneiden und ebenfalls zugeben.
  6. Nun werden alle Zutaten bei geschlossenem Deckel und mittlerer Hitze zirka 30 bis 50 Minuten bis zur gewünschten Konsistenz gekocht.
  7. Anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Über die Autorin

Anja Auer betreibt mit „Die Frau am Grill“ den größten YouTube-Kanal zum Thema „Grillen“ der im deutschsprachigen Raum von einer Frau produziert wird. Die meisten ihrer Rezepte gelingen aber nicht nur auf dem Grill sondern auch auf dem Herd und im Ofen. Weitere Rezepte finden Sie auf Anja Auers Blog www.die-frau-am-grill.de und ihrem YouTube-Kanal www.youtube.com/diefrauamgrill