Vergangenheit und Gegenwart treffen beim Kulturfestival septimo aufeinander

 Zum sechsten Mal wird der September im Montafon zum Kulturmonat. Den Schwerpunkt bilden die Themen Ernährung und Kulinarik vor dem Hintergrund der letzten großen Hungersnot vor 200 Jahren. Die über 50 Veranstaltungen des septimo gewähren spannende Einblick in die kulturhistorischen Schatzkammern der Region.

 

Die Montafoner Museen haben in den vergangenen Jahren eine Fülle spannender Themen, Geschichten und Artefakte gesammelt und bearbeitet, archiviert und publiziert. Seit dem Jahr 2011 gewährt der septimo (September im Montafon) vielfältige Einblicke in diesen kulturhistorischen Fundus. Begegnungen und Bewegung, Vergessenes und Vergnügliches, Fantastisches und Faktisches, Gespräch und Genuss. Dies alles verbindet die Kulturinitiative mit über 50 Veranstaltungen. „Die Museen nutzen damit eine kulturhistorische und kulturtouristische Nische. Mit der Präsentation des Forschungsfundus setzen wir ein Signal der Offenheit. Es ist ein entschiedener Schritt hin zum Publikum, hin zu Besuchern, hin zu Heimischen und Gästen“, erklärt Michael Kasper von den Montafoner Museen.

 

Ganz besonders widmet sich der von Heimatschutzverein Montafon und Montafon Tourismus ausgerichtete septimo der Kultur- und Naturlandschaft. Ernährung und Kulinarik bilden in diesem Jahr den Schwerpunkt. Anlass ist die letzte große Hungersnot im Montafon 1816/17. Verschiedene Veranstaltungen – wie der Koch- und Genussabend „Alti Koscht“ mit Monika Mathies am 4. September oder der Vortrag von Michael Kasper und Christof Thöny am 28. September – widmen sich der Frage, wie, was und mit wem man früher wo gegessen hat.

 

Eröffnet wurde der Kulturmonat am Freitag, den 1. September, mit dem Tag des offenen Archivs. Ab 14:00 Uhr können bei Führungen Blicke in historische Dokumente geworfen und alte Schriften entziffert werden. Außerdem startete am Abend des ersten Tages ein Rätoromanisch-Kurs, der das Wissen um die Wurzeln des Montafoner Dialekt vertiefen soll. „Muntafunerisch“ stellt eine Besonderheit innerhalb der österreichischen Mundarten dar und wurde deshalb zum UNESCO-Kulturerbe erklärt.

 

Die Programmvielfalt reicht von Ausstellungen, Vorträgen, Diskussionsrunden, Führungen, über eine geführte Wanderung (Gauertaler AlpkulTour) bis hin zu Orgelkonzerten und diversen Veranstaltungen rund um die Alpabtriebe („Maja-Binda“ auf der Alpe Spora, 13.09.2017). Alle Programmpunkte richten sich ausdrücklich an Heimische und Gäste. Familien stehen bei der Aktion „Reiseziel Museum“ (02.09.2017) im Mittelpunkt und Kinder können sich bei einer von Monika Dönz-Breuss begleiteten Bergbauwanderung auf die Spuren von Silbi begeben (06.09.2017)

 https://www.youtube.com/watch?v=ppB3XMCUoTE

Weitere Informationen und das gesamte Programm: montafon.at/septimoseptimo.at