Mit zwölf Nationalparks und über 15 Gästehäusern an den schönsten Naturschauplätzen des Landes wird der Ökotourismus für Kasachstan zur obersten Priorität: Reisende auf der Suche nach Ursprünglichkeit lernen dort eine atemberaubende Natur, jahrtausendealte Traditionen sowie eine ausgesprochen warmherzige und gastfreundliche Bevölkerung kennen.

Bei dem neuntgrössten Land unserer Erde handelt es sich noch um ein weitgehend unbekanntes Reiseziel. Rund 80 Prozent der Fläche Kasachstans bestehen aus Steppe – einer unglaublich weiten Graslandschaft, in der kaum Bäume wachsen. Trotzdem ist das Land sehr vielfältig. So faszinieren den Besucher verschneite Berge (darunter ein 7010 m hoher Gipfel), Schluchten und Wüsten, Seen (Kasachstan liegt am Kaspischen Meer, dem grössten Binnengewässer unseres Planeten), Flüsse und Wasserfälle sowie aussergewöhnlich schöne und naturbelassene Landschaften, die von den Behörden Kasachstans geschützt werden. Das von der Kazakhstan Tourism Association im Jahr 2005 gegründete Informations- und Ressourcenzentrum Ökotourismus (IRZÖ) wirbt für einen Tourismus, der Natur, einheimische Bevölkerung und lokale Kulturtraditionen respektiert.

Ursprüngliche Öko-Gästehäuser mitten in der Natur

Das IRZÖ führt in der Nähe der 12 Nationalparks des Landes 15 Öko-Gästehäuser auf, in denen die Reisenden in traditionellen Privatunterkünften übernachten. Diese bestechen durch ihren sehr einfachen Charme . Die Gästehäuser werden von einheimischen Gastgebern geführt. Dabei werden sie einer Qualitätskontrolle unterzogen und halten sich an die Richtlinien eines ökologischen Agrartourismus. Touristen können nicht nur zahlreichen Aktivitäten nachgehen – wie Radfahren, Wandern, Rafting oder Reiten – sondern auch viele lokale Traditionen entdecken. Dazu zählt die Adlerjagd oder Kokpar, ein dem Polo ähnlicher Pferdesport in der Scharyn-Schlucht im Südosten des Landes.

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Reisenden aus der Schweiz, die von plötzlichem Heimweh befallen werden, hat der Burabai-Nationalpark wunderbare, vertraute Berg- und Seenlandschaften zu bieten. Genannt wird er deswegen auch „Kasachische Schweiz“. Skifahrer und Kletterer können die Bergwelt in Ostkasachstan mit dem 4506 m hohen Belucha, einem der bekanntesten Berge des Altaigebirges im Katon-Karatay-Park, so richtig geniessen.

Ein sicheres, besucherfreundliches Land

Bei Kasachstan handelt es sich um ein sicheres Reiseziel, bei dem sich Touristen nicht auf ausgetretene Pfade begeben müssen. Die Einreise ist für Schweizer Bürger unproblematisch; ein Visum oder spezielle Impfungen sind nicht erforderlich. In Kasachstan spricht man Kasachisch und Russisch, wobei das Russische die Kommunikation zwischen verschiedenen Ethnien gewährleistet. Auf Informationstafeln und -schildern findet man bisher fast ausschliesslich kyrillische Schrift. Das Wörterbuch sollte man bei einer Reise nach Kasachstan also am besten im Gepäck haben. Weniger Sprachbegabte können das Land jedoch auch in Begleitung eines einheimischen Reiseführers erkunden.

Informations- und Ressourcenzentrum Ökotourismus Kasachstan:

http://www.eco-tourism.kz/eirc_deu.html