Zum Thema Haarausfall kursieren zahlreiche Mythen. Beispielsweise dass nur Männer davon betroffen seien oder dass gar Bier dagegen helfen würde. Wir räumen nun endlich auf damit und erklären, was dran ist an diesen Gerüchten.

Auf unserer Kopfhaut wachsen durchschnittlich rund 100 000 Haare. Sie alle durchlaufen einen ständigen asynchron zueinander verlaufenden Haarwachstumszyklus. Dieser Zyklus setzt sich zusammen aus drei Phasen: Der Wachstumsphase (ca. 2–6 Jahre), der Übergangsphase (ca. 2–3 Wochen) und schliesslich der Ruhephase (ca. 3 Monate), in der die Haare schmerzlos ausfallen. Im Anschluss daran beginnt der Zyklus von neuem. Aufgrund dieses natürlichen Prozesses verlieren wir daher gewöhnlich zwischen 80–100 Haare pro Tag.

Landen jedoch büschelweise Haare in der Bürste, wird das Bürsten zum täglichen Spiessrutenlauf und es wird Zeit zu handeln. Denn ist die Versorgung der Haarwurzeln mit Aufbau-und Nährstoffen über die Blutgefässe unterbrochen oder gestört, synchronisieren sich die Haare in ihrem Wachstumszyklus und fallen gleichzeitig aus. Zudem können Haarstrukturschäden oder frühzeitiges Ergrauen eine Folge von Nährstoffmangel sein. Die möglichen Ursachen sind dabei ganz unterschiedlicher Natur: hormonelle Veränderungen, Krankheiten, die Einnahme von Medikamenten, eine falsche oder mangelhaft Ernährung oder emotionaler Stress. Zudem greifen zu heisses Föhnen, chemische Behandlungen, die häufige Verwendung von Lockenstab und Glätteisen sowie Sonne und salz- bzw. chlorhaltiges Wasser das Haar zusätzlich an.

Doch was ist dran an den Mythen rund um das Thema Haarausfall?

1) Nur Männer haben Haarausfall
Bei Männern überwiegt eindeutig der sogenannte erblich bedingte Haarausfall – er ist für 95 Prozent der Fälle verantwortlich, in denen die Betroffenen über vorzeitig ausgehende und spärlicher nachwachsende Haare klagen. Frauen leiden weitaus seltener unter dem erblich bedingten Haarausfall. Ausserdem setzt er meist erst nach den Wechseljahren ein, wenn sich das hormonelle Gleichgewicht verschiebt, und macht sich vor allem im Scheitelbereich bemerkbar. Deutlich häufiger kommt es bei ihnen dagegen zum sogenannten diffusen Haarausfall, bei dem die Haare am gesamten Kopf verstärkt ausfallen und ausdünnen – zum Beispiel infolge von Nährstoffmangel, hormonellen Schwankungen oder gesundheitlichen Problemen. Jede vierte Frau hat mindestens einmal im Leben einen diffusen Haarausfall.

2) Biotin hilft gegen Haarausfall
Es gibt viele Biotin-Produkte, die versprechen gegen Haarausfall zu wirken. Die Einnahme von Biotin ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn der Haarausfall tatsächlich auf einen Biotinmangel zurückzuführen ist. Da Biotin in Lebensmitteln weit verbreitet ist, sind Mangelerscheinungen bei einer normalen Ernährung nur selten. Bei Biotin (Vitamin B7) handelt es sich um ein wasserlösliches Vitamin. Bei Supplementation ohne vorliegenden Mangel, wird das Vitamin einfach über die Niere ausgeschwemmt. Der Körper ist nicht in der Lage es zu speichern. Aktuelle Untersuchungen raten daher bei Haarausfall von einer pauschalen Biotin-Supplementation ab.

3) Shampoo hilft gegen Haarausfall
Die Haarfollikel sind in einem ständigen Zyklus zwischen Wachstum und Ausfall. Jedes Haar durchläuft einen individuellen Wachstumszyklus von ca. 6–8 Jahren. Die Ursachen für Haarausfall sind vielfältig. Beim erblich bedingten Haarausfall spielen die Gene der Betroffenen eine grosse Rolle. Bei diffusem Haarausfall können verschiedene körperliche bzw. externe Ursachen der Auslöser sein. So z.B. die Einnahme von Medikamenten oder eine Hormonumstellung durch bspw. den Eintritt der Menopause. Shampoo kann lediglich mittels optischer Effekte die vorhandenen Haare verschönern. Beispielsweise kann Silikon einen Glanz verleihen, nicht aber die Haarstruktur verbessern. Eine Haarausfall-Behandlung, sollte immer ursachengerichtet erfolgen. Eine optimale Versorgung der Haarwurzeln mit Nährstoffen (B-Vitamine, L-Cystin und Medizinalhefe, enthalten im Produkt pantogar®) ist essentiell. Durchblutungsfördernde, topische Mittel (Wirkstoff Minoxidil) können ebenfalls unterstützen.

4) Viel Bier trinken macht schöne Haare
Dass Bier dem Haar Glanz und Griffigkeit spendet, ist wohl jedem schon einmal zu Ohren gekommen. Manch einer wäscht sich mit Bier die Haare und hofft auf eine wallende Mähne. Bier bewährt sich zwar als Haarfestiger, allerdings nimmt es dem Haar jeglichen Glanz und macht es stumpf. Auch für diesen Mythos gilt: Zwar enthält Bier die für schöne Haut und Haare wichtigen Substanzen Vitamin B2 und Pantothensäure, doch in so geringer Menge, dass ihre Wirkung kaum zum Tragen kommen kann. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung, ohne viel Alkohol ist daher eher zu empfehlen.

5) Es gibt keine wirksame Behandlung gegen Haarausfall
Haarausfall wirksam zu behandeln, ist nach wie vor nicht einfach, auch wenn in diesem Bereich viel geforscht wird. Um möglichst gezielt gegen den Haarverlust vorgehen zu können, ist es wichtig, die Ursache zu kennen. Die Haarwurzelzellen gehören zu den zellteilungsaktivsten Zellen des menschlichen Körpers. Deshalb ist es verständlich, dass diese ausreichend Aufbaustoffe und Energielieferanten benötigen, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Fehlt es an diesen Substanzen, können die von ihnen gebildeten Haare dünner und unansehnlicher werden oder sogar ausfallen. Umgekehrt kann eine gute Versorgung dazu beitragen, Haarwurzeln und Haare von innen heraus zu stärken. Insbesondere bei diffusem Haarausfall sowie Haarstrukturschäden wirkt die Einnahme von Kombinationspräparaten mit Cystin, B-Vitaminen und Medizinalhefe (enthalten in pantogar® aus der Apotheke) daher wie eine Aufbaukur. Über die Blutbahn gelangen die Inhaltsstoffe zu den Haarwurzeln, wo sie ihre Effekte gezielt entfalten.

www.pantogar.ch