Zwei Botschafter der Weinkultur Kampaniens im OskarMaria

Am Vorabend der Präsentation der diesjährigen Drei-Gläser-Weine des Gambero Rosso in München haben das Weingut Feudi di San Gregorio und der italienische Verlag Gambero Rosso die echte, genussfreudige Atmosphäre Neapels mit ihrem quirligen Leben voller Emotionen nach München gebracht. Feudi di San Gregorio hatte keine Mühen gescheut, um zu seinem ersten großen Auslandsevent Spitzenweine, erstklassige kulinarische Spezialitäten und Zauberkünstler am Herd nach München zu holen. Für neapolitanisches Lokalkolorit ohne Folklorekitsch sorgten Tänzer und die hinreißende Sängerin Aurora Giglio.

Protagonisten des Events in der Brasserie OskarMaria im Literaturhaus am Salvatorplatz waren die Weine von Feudi di San Gregorio aus der Irpinia im vulkanischen Hinterland Neapels und die authentische neapolitanische Küche. Diese wurde zelebriert von u.a. Enzo Piccirillo, einem der besten Pizzabäcker Neapels, der seine berühmte Pizza Fritta (frittierte Pizza) offerierte. Die Sterneköchin Marianna Vitale bereitete u.a. einen Klassiker der kampanischen Küche, die „Genovese“-Pastasauce zu. Hierfür werden sehr viele Zwiebeln sehr lange zu einem süßlichen Brei verkocht, dem dann in Form von Weißwein wieder die notwendige Säurebalance hinzugefügt wird. Die Sauce darf auch Fleisch enthalten, das ist aber kein „Muss“. Eine alte neapolitanische Tradition ist das, was man heute Streetfood nennt. Hier werden schon immer frittierte Kleinigkeiten wie Gemüse oder kleine Fische in den traditionellen „cuoppi“ serviert, dem zu Spitztüten gerollten Pergamentpapier angeboten. Auf Feudis Event hat dieses Gericht Toto Gorizia zubereitet.

 

Kampanische Köstlichkeiten und authentische Neapolitanische Küche

Echte Büffelmozzarella vom Caseificio Barlotti und die exquisiten, überwiegend aus Schafsmilch erzeugten Carmasciando-Käse wie Pecorino, Toma oder auch Edelpilzkäse sowie köstliches Gebäck von Alfonso Pepe, die bekannte Fischsuppe und die typischen Brötchen mit Butter und Sardellen von Pasquale Torrente (Restaurant Al Convento) und echter neapolitanischer Espresso von Passalacqua rundeten das Angebot ab.

Bedient wurden die knapp 400 Gäste, darunter zahlreiche Münchner Gastronomen und Weinhändler, von Servicemitarbeitern mit schwarzen Pulcinella-Masken (Halbmaske mit Vogelnase), einer Figur des neapolitanischen Volkstheaters, die schon Goethe beeindruckt hatte.

Zum Empfang wurde der DUBL Esse aus der Magnumflasche gereicht, ein klassischer Schaumwein (ohne Dosage) aus der weißen autochthonen Rebsorte Greco di Tufo. Feudi verwöhnte die Gäste außerdem mit den Weißweinen Greco di Tufo, Fiano di Avellino und Falanghina del Sannio. Als besonderes Highlight wurden Feudis erste „Drei-Gläser“-Weine serviert, der Taurasi 1994, aus der Parade-Rebsorte Kampanien, Pietracalda 1998 und Campanaro 1998 sowie den aktuellen „Drei-Gläser“-Wein Taurasi 2013.

Taurasi 1994 von Feudi di San Gregorio

Von jahrhundertealten, wurzelechten Aglianico-Reben stammt der Serpico, ausgeschenkt aus einer 9-Liter-Flasche. Als Rotwein-Alternative gab es u.a. den jungen Piedirosso und den Sirica aus der gleichnamigen sehr alten Rebsorte, die von Feudi vor dem Verschwinden gerettet wurde.

Ein unvergesslicher, genussreicher Abend, der bis in die frühen Morgenstunden dauerte und den Antonio Capaldo, Präsident von Feudi di San Gregorio, so kommentierte: „München hat mit Begeisterung unsere Einladung angenommen und hat uns seine Wertschätzung für unsere modernen Interpretationen der alten autochthonen Rebsorten der Irpinia demonstriert“. Hochzufrieden mit dem erfolgreichen Event verließen auch Marco Sabellico und Gianni Fabrizio, die Kuratoren des Weinführers Gambero Rosso zu später Stunde die Brasserie.