Amanyangyun vor den Toren Shanghais

Amans vierte Destination in China ist das Resultat eines Jahrzehnte währenden Entstehungsprojekts. Nun fertiggestellt, feierte Amanyangyun am 28. April seine offizielle Eröffnung. Vor den Toren Shanghais, in einem Kampferwald gelegen, ist Amanyangyun ein einzigartiges Refugium mit modernen und historischen Gebäuden aus der Ming- und Qing-Dynastie, ruhigen, kontemplativen Gärten und einem außergewöhnlichen Aman Spa.

Amanyangyun ist das Ergebnis einer monumentalen 16-jährigen Naturschutzinitiative, die nicht weniger als den Umzug von 10.000 Kampferbäumen und den Wiederaufbau eines historischen Dorfes umfasste. Sie hat ihren Ursprung in der ostchinesischen Provinz Jiangxi, rund 700 Kilometer südwestlich der Hafenstadt Shanghai, wo durch die Errichtung eines Staudamms der Fortbestand von mehreren historischen Dörfern aus der Ming- und Qing-Dynastie sowie tausenden Kampferbäumen gefährdet war. Südwestlich von Shanghai zu neuem Leben erweckt, prägen die Bäume und Häuser nun die Seele Amanyangyuns. Das zehn Hektar große Anwesen ist ein Rückzugsort, der auf einzigartige Weise die Schönheit der Natur und Schaffenskraft des Menschen würdigt und faszinierende Einblicke in die chinesische Kultur bietet.

Der Geist des „King Tree“ erwacht

Die Eröffnungsfeierlichkeiten, an denen rund 600 hochrangige Gäste teilnahmen, starteten mit einer emotionalen Trommel- und Tanz-Performance von U-Theatre. Die berühmte Gruppe führt ihr Zen-inspiriertes Trommeln seit drei Jahrzehnten auf internationalen Bühnen auf. Während der mitreißenden Aufführung und als ergreifende Erinnerung an die langjährige Reise der Realisierung von Amanyangyun, stand der „King Tree“, der gewaltigste und älteste Baum des Resorts im Fokus. Die bombastischen Schläge der Trommeln hallten durch Amanyangyuns Wald, um den Geist des „Königsbaums“ zu erwecken. 18 Zen-Trommler machten sich auf den Weg von Nan Shufang, Amanyangyuns kulturellem Komplex, in Richtung des Baumes. Sie symbolisierten damit den Abschluss des 16-jährigen Kapitels der Umsiedlung und des Wiederaufbaus. Die Szenerie veranschaulichte die Wiedervereinigung der antiken Häuser und Bäume, die einst in Fuzhou, Jiangxi, standen und nun fortan im Amanyangyun ihre bemerkenswerte Geschichte für kommende Generationen erzählen.

..... und spirituellen Darbietungen

… und spirituellen Darbietungen

Vladislav Doronin, CEO und Vorsitzender von Aman, richtete sich an alle Gäste und sagte: „Jedes Aman hat eine Geschichte zu erzählen, und dieses Haus ist keine Ausnahme. Das Projekt stellte uns vor ungeahnte Herausforderungen. Wir haben sie gemeistert, nicht nur, um den Wettlauf mit der Zeit zu gewinnen, sondern auch um Grenzen traditioneller Gastlichkeit zu sprengen. Dieses Resort ist ein Vermächtnis an die Vergangenheit und zugleich ein beeindruckendes Archiv für künftige Generationen. Ich bin insbesondere Herrn Ma Dadong dankbar, dem führenden Kopf dieses einzigartigen Restaurierungsprojekts, dessen Weitsicht und Entschlossenheit es erst ermöglichten, ein Stück chinesischer Geschichte für die Zukunft zu konservieren“.

Ma Dadong erläuterte: „Wir Menschen mit unserer kurzen Lebenszeit sind nichts als flüchtige Reisende in einer Momentaufnahme. Es gilt unsere Vergangenheit zu bewahren, unsere Geschichte zu würdigen. Als ich diesen majestätischen Königsbaum bestaunte, wusste ich, dass es nur einen Weg gab, den antiken Häusern eine neue Nutzung, den Bäumen neuen Sinn zu geben.“ Der Unternehmer und Philanthrop initiierte das ambitionierte Rettungs- und Restaurierungsprojekt. Er stammt aus der Provinz Jiangxi, mit der er viele Kindheitserinnerungen verbindet.

Die Geschichte beginnt in Fuzhou

Im Amanyangyun erinnert vieles an die Stadt Fuzhou, die Geburtsstätte unzähliger Talente, darunter Tang Xianzu (1550 – 1616), der „chinesische Shakespeare“. Tangs Meisterwerk „Päonien-Pavillon“ gilt als die bedeutendste Kunqu-Oper überhaupt. Einer der weltweit bekanntesten Kunqu-Opernsänger Zhang Jun (2011 zum UNESCO Artist for Peace gekürt) präsentierte Amanyangyuns Gästen drei Kapitel aus dem berühmten Werk und rief damit Erinnerungen an die Vergangenheit wach.

Jun wurde von der lyrischen Koloratursopranistin und klassischen Opernsängerin Huang Ying während des letzten Kapitels begleitet – eine musikalische Kombination von Ost und West.

In Amanyangyun koexistieren Altes und Neues, Natürliches und Menschengemachtes, Ost und West in perfekter Harmonie. Die Aufführungen haben diesem Gedanken Tribut gezollt. Während Huang Ying die „Königin der Nacht“ aus Mozarts „Die Zauberflöte“ präsentierte, wurde sie vom chinesischen Erhu-Meister George Gao begleitet. Mit seiner zweisaitigen chinesischen Laute schlug der Künstler eine Brücke zur traditionellen chinesischen und westlichen Musik. Er präsentierte zudem zwei seiner eigenen Meisterwerke, „Capriccio Nr. 2“ und „Mongolian Fantasy“ und beendete sein Set mit einer lebhaften Aufführung des „Galloping Horses“.

Amanyangyun brachte die besten Köche aus anderen Amans rund um den Globus zusammen, die die Gäste auf eine kulinarische Reise durch die drei Restaurants des Resorts führten: das chinesische Restaurant Lazhu ist eine Hommage an Jiangxi, die Heimat des Kampferwaldes und der antiken Häuser. Das italienische Arva am See und das japanische Restaurant Nama waren die idealen Orte, um die Live-Auftritte auf der schwimmenden Bühne zu verfolgen.