Eine etwas andere Aufgabe für einen Architekten stellte sich Adrian Haslimeier von Bogen Design selbst: Den Umbau eines alten Fischerboots. Zusammen mit einem Freund designte er das alte Boot des Typs Swissline 600 komplett neu und bewerkstelligte auch gleich den aufwendigen Umbau.

In der Sonne durch die Wellen gleiten, geschützt vor Anker gehen und direkt vom Boot aus ins klare Nass springen, anschliessend genüsslich auf dem Sonnendeck in der Wärme trocknen – so etwa sah er aus der Traum von Architekt und Designer Adrian Haslimeier als er Bekannschaft machte mit dem alten Fischerboot des Typs Swissline 600. Zusammen mit einem Freund entschied der Gestalter, das Boot mit eigenen Ideen zu neuem Leben zu erwecken.

Moderne Formen und klassische Linien

Das typisch funktionale Fischerboot besass anfangs noch den klassischen Windschutz mit Frontscheibe. Haslimeier veränderte das Design hin zu modernen Formen mit klassischen Linien. Dafür mussten der gesamte Aufbau, Reling und Beschläge weichen und nur der nackte Rumpf und der Cockpitboden blieben zurück. Neu entstanden zum bestehenden Klinkeraufbau des Boots eine seitliche Erhöhung, die achterlich abgesenkt wurde, sowie zwei Badeplattformen. Für Steuerung und Instrumente wurde eine Konsole und im Bug eine U-Sitzbank gebaut. Der zugehörige Tisch kann abgesenkt werden und bietet dann eine grosszügige Liegefläche.

Teakholz und Nebelgrau

Für Bugabdeckung, Sitzbereich und Badeplattform am durchgehend Nuteak zum Einsatz. Der aufpolierte Rumpf wurde neu gespritzt, in Nebelgrau. Das ganze Boot ist so durchgängig in Teakbraun und Grau gestaltet und erhielt damit ein sehr schlichtes und modernes Äusseres. Das Projekt Nebelgrau 6.5 demonstriert einmal mehr das Händchen von Bogen Design für spezielle Projekte abseits ausgetretener Pfade.

Über Bogen Design

Von der Wohnberatung oder ein Architekturprojekt inklusive Bauleitung bis hin zum Produktdesign – Bogen Design in Zürich bietet Überra­schungen, beherztes Denken und mutige Ideen. Im Büro an der Limmat wird regelmässig Ballast über Bord zu geworfen – und zwar in hohem Bogen: Design-Handschriften, Angewohnheiten, Trends, Standardlösungen, fixe Vorstellungen, Stilvorlagen, 0815-Lösungen, Credos… Das gibt Raum für krea­tive Frische und Humor.

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