Eine gute Körperpflege ist fundamentaler Bestandteil der eigenen Gesundheit. Duschen erscheint dabei eine triviale Routine zu sein, bei der man nicht viel falsch machen kann. Aber stimmt das so?

Beim Duschen spielen mehr Faktoren eine Rolle als man anfangs meinen mag. Die eigene Haut besitzt einen empfindlichen Säureschutzmantel, der bei falscher Pflege aus dem Gleichgewicht gebracht werden kann. Ein Ungleichgewicht des Schutzmantels kann nervige und schädliche Konsequenzen mit sich ziehen. Zudem gehört zum Duschen mitunter das Haarewaschen. Was für den Körper gilt, gilt ebenfalls für die Kopfhaut. Falsche Haarwaschroutinen oder Pflegeprodukte können die Kopfhaut und den Körper unnötig beanspruchen. Ebenso reagieren Haare verschieden auf Inhaltsstoffe von Pflegeprodukten, was individuell beachtet werden muss.

Die Dusch-Diagnose

Die eigene Haut ist schneller falsch gepflegt als richtig. Umso wichtiger ist es zu lernen, welche Maßnahmen man ergreifen sollte, um die optimale Körperpflege zu betreiben. Eine aktuelle Untersuchung von Duschmeister gibt Einblicke in das Duschverhalten der Deutschen und erklärt mithilfe von medizinischen Fachkräften, wie das optimale Duschverhalten aussieht. Die Mehrheit der insgesamt 4.139 Teilnehmenden duschen beispielsweise einmal am Tag. An zweiter Stelle liegen alle, die jeden zweiten Tag duschen. Allerdings besitzt die Häufigkeit des Duschens nicht die größte Bedeutung – tendenziell gilt jedoch: weniger ist mehr, um die Schutzbarriere der Haut nicht zu reizen.

Duschlänge

Relevanter ist die Duschlänge bei der Hautpflege. Etwa 39 Prozent der Befragten duschen bei einer optimalen Dauer von fünf bis zehn Minuten und machen damit alles richtig. Folglich duscht die Mehrheit der Probanden allerdings zu kurz oder zu lang. Mit einer zu kurzen Dusche kann man die eigene Reinigung vernachlässigen. Duscht man hingegen zu lang strapaziert das die Haut, was zu Austrocknung und schlimmstenfalls zu starken Irritationen führen kann. Ähnlich schädlich kann die Wassertemperatur für den Schutzmantel der Haut sein. 57 Prozent der Deutschen duschen warm, nur circa drei Prozent duschen kalt. Bei warmem Wasser gilt: zu heiße Temperaturen sind am schlimmsten für die Haut. Die Perfekte Duschtemperatur liegt bei etwa 36 Grad. Generelle gesundheitliche Vorteile bieten Wechselduschen. Diese stärken den Kreislauf. Personen mit Herzerkrankungen oder Blutdruckerkrankungen sollten jedoch vorsichtig sein.

Haar- und Kopfhautpflege

Was die Haar- und Kopfhautpflege angeht, wird flüssiges Shampoo in Deutschland mit gut 46 Prozent mehrheitlich bevorzugt. Darauf folgt festes Shampoo als zweitbeliebteste Option. Unabhängig von der Konsistenz gilt für einen gesunden Kopf und Körper Achtsamkeit bei den Inhaltsstoffen der Pflegeprodukte. Silikone und Parabene sind nicht zu empfehlen. Ebenso können chemische Konservierungsmittel oder Duftstoffe die Haut angreifen. Natürliche Inhaltsstoffe sind grundsätzlich die bessere Wahl, allerdings können diese Allergien auslösen. Menschen mit Allergien müssen dies bei der Shampoo Wahl beachten.

Rituale unter der Dusche

Fast die Hälfte der Befragten konzentriert sich unter der Dusche einzig und allein aufs Duschen selbst. Neben der Reinigung nutzen einige Deutsche ihre Duschzeit aber auch für andere Rituale. Knapp jede 10. Person rasiert sich unter der Dusche. Ähnlich viele Menschen singen gerne währenddessen und zwei Prozent der Befragten nutzen die Duschzeit zum Zähneputzen.

Duschgewohnheiten während der Pandemie

Gerade im letzten Jahr hat sich bei den meisten Personen in Deutschland ihr Alltag durch die Pandemie verändert. Konträr dazu sind die Duschgewohnheiten bei 70 Prozent der Probanden jedoch gleichgeblieben. Allerdings duschen acht Prozent seltener, was z.B. an Homeoffice oder verminderten sozialen Kontakten liegen kann. Dahingegen hat sich bei sieben Prozent die Duschfrequenz erhöht. Hierfür wurden Langweile oder vermehrter Sport als Gründe genannt.

Duschen ist kein vermeintlich trivialer Teil der eigenen Körperpflegeroutine, jedoch muss es auch nicht zu kompliziert werden. Zusammenfassend sollte vor allem darauf geachtet werden, dass man weder zu lang noch zu heiß duscht, da diese Faktoren die Hautschutzbarriere am ehesten strapazieren können. Darüber hinaus sollte man seine Körper- und Haarpflegeprodukte achtsam auswählen – Haut- und Allergiebegebenheiten sowie Inhaltsstoffe müssen berücksichtigt werden.