Innenarchitektur, Designmöbel und bildende Kunst gehören für teo jakob schon immer untrennbar zusammen. Erstmals werden Teile der hauseigenen, rund 500 Werke umfassenden Kunstsammlung von teo jakob vom 26. bis 29.01.23 anlässlich der Kunstmesse artgenève zu sehen sein.

Die internationale Kunstmesse artgenève setzt seit ihrer Gründung auf teo jakob als Einrichtungspartner. Nebst der Möblierung aller Restaurations- und Loungebereiche gewährt teo jakob in diesem Jahr auf Einladung der artgenève (neben den Serpentine Galleries, London und der Sammlung Ringier, Zürich) erstmals einen breiten Einblick in die eigene Kunstsammlung.

Die Stiftung Kunstsammlung Teo Jakob zeigt während der artgenève rund 50 Werke. Auf den Ständen B54 und B57 werden Arbeiten verschiedenster Schweizer KünstlerInnen aus den 1960er- und 1970er-Jahren gezeigt: Gemälde, Skulpturen und Objekte von Eva Aeppli, Michael Buthe, Meret Oppenheim oder Markus Raetz und Urs Lüthi werden anlässlich dieser Sonderpräsentation an der artgenève erstmals öffentlich zu sehen sein.

Ausstellung im teo jakob Showroom Genève-Carouge: Design-Möbel der Marke Wittmann vor einer Wand-Skulptur von Markus Raetz, courtesy teo jakob Genève-Carouge
Balthasar Burkhard, « Room No. 8 », 1977, courtesy Stiftung Kunstsammlung Teo Jakob

Während auf der Messe ausschliesslich Werke der 1960er/70er-Jahre gezeigt werden, ist im Showroom von teo jakob in Genève-Carouge eine Sammlungsübersicht mit Werken aus den Entstehungsjahren 1930 bis heute zu sehen.

Christian Herren, Ko-Kurator der Stiftung Kunstsammlung Teo Jakob, freut sich besonders darauf, das fotorealistische Frühwerk «Stillleben» (1970) von Franz Gertsch und die in Nordamerika entstandene, frisch restaurierte Fotografie «Room Nr. 8» (1977) von Balthasar Burkhard zu präsentieren: Das frühe Gemälde von Gertsch zeigt einen als Aschenbecher genutzten Verschlussdeckel, den der Künstler der Alltäglichkeit entrissen und ungeschönt in eine schlichte Komposition gefasst hat. Die auf Leinwand aufgezogene Fotografie von Balthasar Burkhard wiederum zeigt einen unaufgeräumten Tisch nach der Beendigung eines ausschweifenden Essens. Bei genauerem Betrachten stellt sich jedoch heraus, dass auch dieses Bild vom Künstler komponiert wurde; wie bei Gertsch ist das scheinbar Alltägliche ein visualisierter Denkprozess, hier aber in Fotografie und nicht in Malerei umgesetzt.

Zeuge der künstlerischen Aufbruchstimmung

Neben New York und Paris avancierte Bern in den 1950er- und 1960er-Jahren zu einer der einflussreichsten Städte für avantgardistische Kunst: Christo und Jeanne-Claude verhüllten in der Bundeshauptstadt zum ersten Mal ein Gebäude und Harald Szeemann zeigte in seiner bahnbrechenden Ausstellung «When Attitudes Become Form» in der Kunsthalle Bern Performances und Installationen. Alte Kategorien und überholte Muster wurden aufgelöst, in den Berner Gassen verkehrten regelmässig bekannte Kreative wie Joseph Beuys, Richard Serra oder Lawrence Weyner. In dieser Zeit begann Teo Jakob (1923 – 2000) damit, Kunst in sein Unternehmen zu integrieren: Lokale und internationale Künstlerinnen und Künstler gestalteten Plakate und Ausstellungsräume, bezahlten ihre Möbel teils mit Kunstwerken. Die heute mehr als 500 Werke umfassende Sammlung repräsentiert insbesondere das
Schweizer Kunstschaffen in den schöpferisch intensiven 1960er- und 1970er- Jahren. Um seine Sammlung der Nachwelt als Einheit zu erhalten, gründete Teo Jakob 1999 die Stiftung Kunstsammlung Teo Jakob.


Meret Oppenheim, Anna Boetti und Roberto Lupo, «Kirschenstuhl », 1975, courtesy Stiftung Kunstsammlung Teo Jakob
Trix und Robert Haussmann, «Chair Fun: Choco Chair», 1967, courtesy Stiftung Kunstsammlung Teo Jakob

Design und Kunst: Die Kunstsammlung von teo jakob artgenève, Palexpo Genève, 26.–29. Januar 2023
• Stand B54: Stiftung Kunstsammlung Teo Jakob – Werke aus den 1960er- und 1970er-Jahren
• Stand B57: teo jakob – Fokus Möbelwerkstätten Wittmann

Weitere Informationen unter: www.artgeneve.ch

teo jakob Showroom Genève-Carouge, Place de l’Octroi 8, 1227 Genève-Carouge
• Ausgewählte Designklassiker und Accessoires im Dialog mit Kunstwerken
von 1930 bis 2020

www.teojakob.ch