Der neue Rolls-Royce Phantom

Bereits mit der Vorstellung des ersten Rolls-Royce Phantom durch Sir Henry Royce in 1925 wurde das Fahrzeug von Kennern mit dem Titel „Das beste Automobil der Welt“ ausgezeichnet. Entsprechend hat der Phantom in den vergangenen 92 Jahren einige der einflussreichsten und mächtigsten Frauen und Männer durch deren ganz besondere Momente begleitet. Seither hat sich jeder neue Phantom diesen Titel aufs Neue verdient – durch Streben nach Perfektion, als Ergebnis visionärer technischer Entwicklungen, durch ästhetische Klarheit und aufgrund des tiefen Verständnisses bei Rolls-Royce, was echten Luxus definiert. Seit fast einem Jahrhundert kultiviert der Hersteller die Philosophie, immer wieder neue Maßstäbe zu setzen und die Wünsche der anspruchsvollsten Kunden zu erfüllen.

Das neue Maß wird ab heute der neue Phantom sein – die achte Generation, die stolz diesen Namen trägt. Der Launch eines neuen Automobils mit moderner Interpretation der Phantom Design-DNA und einem signifikanten technologischen Sprung ist nicht genug; Rolls-Royce postuliert seinen eigenen Weg in der Luxus-Automobilindustrie mit einem neuen Konzept, das ganz bewusst nicht auf eine Plattformstrategie setzt, wie sie andere Hersteller nutzen. Mit dem Beginn des nächstes Kapitels in der Geschichte von Rolls-Royce gibt der neue Phantom den Weg für die gesamte Luxusbranche vor.

Die Entstehung des neuen Rolls-Royce Phantom

Während andere Luxushersteller Kostensenkungen durch die gemeinsame Nutzung von Plattformen mit Volumenherstellern realisieren müssen, kam Rolls-Royce zum Schluss, dass die Zukunft des wahren Luxus in kleinen Fertigungszahlen auf der Basis einer eigenständigen „Architecture of Luxury“ liegt. Die „Architecture of Luxury“ ist ein Aluminium-Spaceframe, der von Rolls-Royce als Basis für alle künftigen Modelle entwickelt wurde. Entsprechend wird in Zukunft kein Rolls-Royce auf einer Monocoque-Struktur aufbauen, wie sie von Massenherstellern und volumenorientierten Luxus-Marken verwendet wird. Es ist ein revolutionärer Ansatz für die Automobilindustrie, dazu eine Philosophie, die die herausragende Position von Rolls-Royce als Luxushersteller in der Automobilindustrie bestätigt. Die Mehrzahl sogenannter Luxushersteller ist aufgrund der gemeinsamen Nutzung von Modellplattformen mit Massenmarken limitiert, zum Beispiel für ihre SUV- oder GT-Angebote, und muss damit Kompromisse eingehen. Rolls-Royce ist so konsequent, eine eigenständige Architektur für das gesamte Produktportfolio zu nutzen – diese ist ausschließlich dem Luxussegment verpflichtet. Die Architektur wurde von Beginn an so konzipiert und konstruiert, dass sie auf die Größen- und Gewichtsanforderungen unterschiedlicher Rolls-Royce Modelle angepasst werden kann. Auch können verschiedene Antriebs-, Traktions- und Steuerungskonzepte mit der „Architecture of Luxury“ abgebildet werden, die damit auch langfristig die Produktstrategie unterlegt. Etwa 30 Prozent fester als die Spaceframe-Architektur des Vorgängers, Phantom VII, rückt die neue Struktur gerade dann in den Fokus, wenn es um Themen wie Fahr- oder Sitzkomfort, Akustik sowie die visuelle Präsenz des Fahrzeuges und die Größe des Innenraumes geht.

Die Entwicklung eines modernen Meisterwerkes

Der neue Phantom ist das erste einer neuen Generation von Rolls-Royce Automobilen, das von der Einführung der „Architecture of Luxury“ profitiert. Mit dieser Architektur als Basis strebt auch die achte Phantom Generation das Prädikat „Bestes Automobil der Welt“ an, indem die ohnehin herausragenden Eigenschaften des Phantom nochmals verbessert wurden. Einer der Vorteile der neuen Architektur für den neuen Phantom ist die hohe Effizienz in der Fertigung der Standardvariante und der Modelle mit verlängertem Radstand. Darüber hinaus erlaubt sie eine Gestaltung der Exterieur-Flächen nahezu ohne Einschränkungen. Ein weiterer großer Vorteil aus der Kundenperspektive ist das geringe Gewicht verbunden mit erhöhter Verwindungs-Steifigkeit. 

Der völlig neue Aluminium-Spaceframe sorgt für außergewöhnliche Karosseriefestigkeit mit „Best-in-Class“-Werten. So ist der neue Phantom sogar 30 Prozent verwindungssteifer als sein Vorgänger, was zu einem noch höheren Fahrkomfort führt. Das Chassis nutzt die höhere Steifigkeit durch ein „Best-in-Class“-Komfortfahrwerk mit Luftfederung und modernsten Regelsystemen optimal aus. Im Zusammenspiel führt dies zu einem entspannten Fahrerlebnis, das sich durch eine unvergleichliche Leichtigkeit und optimale Vibrationsdämpfung auszeichnet. Eine neue Doppelquerlenker-Vorderachse und eine 5-Lenker-Hinterachse sorgen für maximale Kontrolle über die seitlichen Roll- und Wankkräfte und gewährleisten sowohl hohe Agilität wie auch Stabilität. Beides wird durch die Vierradlenkung unterstützt: Die Passagiere können unbeeinträchtigt von äußeren Einflüssen entspannten Fahrkomfort genießen.

Der legendäre Rolls-Royce Magic Carpet Ride wird durch die leichtere Fahrzeugarchitektur im Verbund mit der neuesten Generation der selbstnivellierenden Luftfederung noch beeindruckender. Die Federungssteuerung kalkuliert in jeder Sekunde Millionen von Befehlen, während sie das elektronisch gesteuerte Dämpfungssystem kontinuierlich anpasst, um auf Karosserie- und Radbeschleunigung, Lenkbewegungen sowie Kamerainformationen zu reagieren. Dieses in die Windschutzscheibe integrierte Stereokamerasystem erfasst die vorausliegende Straße und erlaubt damit bis zu einer Geschwindigkeit von 100 km/h die vorausschauende Anpassung des Fahrwerks.

Das leiseste Automobil der Welt

Der Aufwand war immens: eine 6 Millimeter starke, zweilagige Verglasung rundum, mehr als 130 Kilogramm Schalldämmung, die Verwendung von hochabsorbierenden Materialien sowie die größten jemals geformten Aluminium-Verbindungsstücke mit besserer Akustikisolierung für die Rohkarosserie sorgen für das leiseste Automobil in der Welt. Straßengeräusche bleiben durch den Einsatz von doppelschichtigem Leichtmetall im Fahrzeugboden und der Stirnwand des Spaceframes ausgesperrt. Zusätzliche Geräuschdämmung wird durch den Einsatz von Dämpfungsschaum und -filz in den Zwischenschichten erreicht, was in einer für die Automobilindustrie bislang unerreichten akustischen Isolierung resultiert. Darüber hinaus sorgen stark schallabsorbierende Schichten innerhalb des Dachhimmels, in den Türen und im Kofferraum für zusätzliche Dämmung sowie reduzierte Schallreflexion. Rolls-Royce arbeitete zudem eng mit seinem Reifenlieferanten zusammen, um den „Silent-Seal“-Reifen zu entwickeln. Dieser enthält eine spezielle Schaumstoffschicht, um Geräusche im Reifenhohlraum zu unterdrücken. So konnte das Reifenabrollgeräusch insgesamt um 9db reduziert werden. Dies alles zusammen sorgt für eine perfekte Rundum-Abkapselung: Der neue Phantom ist damit bei 100 km/h um rund 10 Prozent leiser als sein bereits hochgelobter Vorgänger. Die Test-Ingenieure berichten tatsächlich, dass sie beim Überprüfen der Ergebnisse so niedrige Schallpegel feststellten, dass sie zunächst an der richtigen Kalibrierung ihrer Messgeräte zweifelten.

Das Herz eines Rolls-Royce – der großartige V12 wurde neu definiert

Den Herzschlag jedes heutigen Rolls-Royce bestimmt die Kraft eines V12-Motors. Mit dem Beginn des neuen Kapitels der Rolls-Royce-Geschichte und mit der Entwicklung der „Architecture of Luxury“ genießt auch der neue Phantom einen neu entwickelten Motor. Das leiseste Automobil der Welt benötigt auch einen extrem leisen Antrieb, was wiederum mehr Kraft bei niedrigeren Drehzahlen erfordert. Entsprechend wurde für den neuen Phantom ein völlig neues, 6,75 Liter-V12-Aggregat entwickelt, das den bisherigen V12-Saugmotor ersetzt. Der neue V12-Motor besitzt zwei Turbolader, die zu einem maximalen Drehmoment von 900 Nm bereits bei außergewöhnlich niedrigen 1.700 U/min führen und eine Leistung von 420 kW (571 PS) bereitstellen. Daraus resultiert höchste Laufruhe bei niedrigen Geschwindigkeiten, wie sie zum Beispiel bei offiziellen Anlässen üblich sind – und eine überlegene Kraftentfaltung, sobald es der Fahrer fordert. Satellite Aided Transmission (SAT), kombiniert mit einem 8-Gang-Automatikgetriebe von ZF, sorgt dafür, dass der Fahrer auf alles vorbereitet ist, was der Straßenverkehr bereithält.

Der technisch fortschrittlichste Rolls-Royce aller Zeiten

Ein weiterer Meilenstein ist die elektronische Architektur des neuen Phantom. Die größte jemals durch die BMW Group produzierte Komponente trägt dazu bei, den neuen Phantom zum technisch fortschrittlichsten Rolls-Royce zu machen. Dieses zentrale Nervensystem verbindet und steuert alle Systeme des neuen Phantom. Zu den Assistenzsystemen gehören unter anderem ein Aufmerksamkeits-Assistent, ein Vier-Kamera-System mit Panoramaperspektive, der Rundumblick mit virtueller Vogelperspektive, Night Vision mit Nachtsicht-Assistent, Aktive Geschwindigkeitsregelung, Auffahrwarnung, Personenwarnung, Querverkehrswarnung, Spurverlassens- und Spurwechselwarnung, ein großes hochauflösendes Head-Up Display, WLAN-Hotspot und natürlich die neuesten Navigations- und Entertainmentsysteme.

Der neue Phantom – eine moderne Design-Ikone

Der erste Rolls-Royce, der auf der neuen „Architecture of Luxury“ steht, ist der neue Phantom – eine völlig neue und moderne Interpretation der Phantom DNA. Die Ikone bekommt noch mehr Präsenz und eine noch elegantere Linienführung, die einen einzigartigen Auftritt und selbst bei höheren Geschwindigkeit Stabilität ausdrückt. Auf den ersten Blick ist die Klarheit des neuen Phantom bemerkenswert. Dank der neuen „Architecture of Luxury“ und neuer Entwicklungsansätze sorgt ein spezieller Füge-Prozess in der Karosseriefertigung für minimal sichtbare Fugenlinien zwischen den Exterieurelementen. Der neue Phantom erscheint wie nahezu aus einem einzigen Aluminiumblock gearbeitet – ein Durchbruch für das gemeinsame Wirken von Designern und Ingenieuren. Herzstück des weiterentwickelten Designs ist der neu gestaltete Pantheon-Grill. Das berühmte Erkennungszeichen ist höher angeordnet als beim Phantom VII, entsprechend erscheint auch die Spirit of Ecstasy einen guten Zentimeter höher – angelehnt am futuristischen Gestaltungskonzept für den Kühlergrill des 103EX im vergangenen Jahr, aber auch beeinflusst vom Silver Cloud der James-Young-Ära. Allerdings ist im Gegensatz zum 103EX und zu allen seinen Vorgängern der Kühlergrill des neuen Phantom erstmals in die Fahrzeugfront integriert. Ergebnis ist ein reines, reduziertes Design, das Modernität und Klarheit ausstrahlt und alle Fahrzeuglinien visuell mit diesem Symbol für Kraft verbindet. Zusätzlich verleiht eine neue Scheinwerfer-Grafik einen selbstbewussten und konzentrierten Ausdruck. Die prägnant umrandeten Tagfahrscheinwerfer gehen Hand in Hand mit dem aktuell modernsten Laserlichtsystem, das in der Nacht bis zu 600 Meter weit strahlt. Das fließende Design wird durch die manuelle Verarbeitung von makellosen, authentischen Materialien und durch nuancierte Sicken in der Karosserie erreicht. Die bestimmende Seitenlinie verläuft vom Inneren der oberen Kante des Kühlergrills entlang der Karosserie nach hinten und verleiht dem Phantom damit eine Andeutung von Dynamik. Die vordere Linie der Seitenwand verschwindet indes direkt nach dem Türgriff – ein Stilelement, das auf eine fließende Bewegung deutet. Der Grill selbst ist aus handpoliertem Edelstahl gefertigt.

Das visuell warme und haptisch ansprechende Material unterstreicht den wertvollen und zeitlosen Charakter des neuen Phantom. Ausgehend von den oberen Ecken des Kühlergrills verlaufen polierte Edelstahl-Leisten entlang der Oberkanten der Motorhaube sowie um die Windschutzscheibe. Damit wird zum einen die Länge der Motorhaube betont, zum anderen integriert sich der obere Teil des Fahrzeuges nahtlos in das Gesamtbild. Von der Seite betrachtet weist der neue Phantom die charakteristischen 2:1-Proportionen auf. Er besitzt einen kurzen vorderen und langen hinteren Überhang, eine aufrechte Frontpartie und ein fließendes Heck. Die hinteren Linien des Fahrzeuges schweben nach vorne zur Waft-Linie und führen den Blick über das Vorderrad zurück. Das größte Einzelstück aus handpoliertem Edelstahl in der Automobilindustrie ist der Seitenfenster-Rahmen des neuen Phantom. Dieser akzentuiert den eleganten Auftritt des Fahrzeugs und betont die Privatsphäre im Inneren durch die ikonische, breite C-Säule, während das Auge leicht weiter nach hinten wandern kann. Eine einzelne polierte Edelstahlleiste auf der Schwelle der Phantom Extended Wheelbase Modell-Variante differenziert diese zusätzlich optisch. Das Design der Rückansicht des neuen Phantom erinnert an die wunderbar fließenden Heckpartien der Phantom Modelle der 1950er- und 1960er-Jahre. Die hintere Scheibe ist ebenfalls mit einer handgefertigten Edelstahlleiste gefasst und stärker geneigt, während die Linien schlanker als beim vorherigen Phantom wirken. Eine sehr zurückhaltende Ausbuchtung an der hinteren Dachlinie steht für eine weiter sehr große Kopffreiheit im Fond. Auch die sich verjüngende Heckpartie zieht das Auge magisch an. Sie ist aus super-plastisch-geformtem Aluminium gefertigt, um glattere Flächen ohne optische Brüche zu erzielen, und um die hintere Lichtgrafik harmonisch in die Stoßfänger zu integrieren. Zurückhaltende Sicken im Kofferraumdeckel, die auf die ausgeprägteren Formen früherer Phantom Modelle zurückgehen, akzentuieren die Ansicht zusätzlich. Ebenfalls in poliertem Edelstahl ausgeführt, erinnert dieses Element an den Kühlergrill, während es den Luftstrom gleichmäßig vom Fahrzeug leitet.

Auch die Heckleuchten sind exquisit detailliert und mit dem RR-Monogramm versehen. Handpolierter Edelstahl bestimmt auch die ersten Berührungspunkte mit dem neuen Phantom: die Griffe an den berühmten Coach Doors. Entgegen dem Trend für „unsichtbare“ Griffe weiß man bei Rolls-Royce, dass die Berührung eines Rolls-Royce Türgriffs entscheidend für die tägliche Begegnung der Kunden mit ihrem Fahrzeug ist; das angenehme Material schmeichelt der Hand.

Den abschließenden visuellen Eindruck des neuen Phantom vermitteln seine Räder, deren Größe natürlich der goldenen Regel für Proportionen im Rolls-Royce Design entspricht. Wesentlich für das Gefühl des „Schwebens zu Land“, kommt das größte und hochwertigste Leichtmetallrad zum Einsatz, das Rolls-Royce jemals genutzt hat. Es misst 22 Zoll im Durchmesser und schafft zusammen mit der Rolls-Royce Seal-Reifen-Technologie ein unvergleichliches Fahrgefühl, den legendären und nun noch beeindruckenderen Magic Carpet Ride.

Phantom: Wegweisender Luxus

Das Einsteigen in den neuen Phantom ist ein Erlebnis für sich: Die Coach Doors stehen offen – die einzige Wahl ist, ob man selbst fährt oder gefahren wird. Wenn der Besitzer oder die Besitzerin zur Abreise Platz genommen hat, tritt beispielsweise der Hotelportier vor und berührt den Sensor am Türgriff leicht. Die Tür schließt automatisch, um die Insassen mit einem unvergleichlichen Gefühl weit jenseits des Gewöhnlichen zu umhüllen – ein außerordentlich luxuriöses Willkommen: „The Embrace“. „The Embrace“ ist entscheidend für das Erlebnis und die Freude der Fondpassagiere am neuen Phantom. Diese Philosophie definiert den Komfort und die Raffinesse eines Rolls-Royce neu – schon von jeher Maßstab für jeden Automobilhersteller. Damit wird ein Ort der Entspannung geschaffen, der die Insassen mit feinsten Materialien verwöhnt. Alle vier Türen wurden mit dieser neuen Funktion ausgestattet und nun können auch die Fronttüren von innen mit einem leichten Knopfdruck geschlossen werden. „The Embrace“ ist konzipiert von Giles Taylor, inspiriert von seinem visionären Projekt 103EX. Er übertrug die Idee des 103EX mit der futuristischen Innenarchitektur auf den neuen Phantom. Nichts lenkt hier von der Ruhe und der Stille ab. Die Technik bleibt verborgen, solange sie nicht benötigt wird; die Flächen sind klar gezeichnet und das Auge ruht nur auf Schönheit, wie in einer Kunstgalerie. Wie man es von einem Rolls-Royce erwartet, ist das Interieur aus den kostbarsten und modernsten Materialien gefertigt. Was indes immer wieder überrascht, ist das Gefühl von Leichtigkeit, Einfachheit und einer entspannten Eleganz. Auch dank des noch einmal deutlich verbesserten Fahr- und Akustikkomforts fühlen sich die Fondpassagiere wie auf einem Luftkissen. Der Fond bietet die perfekte Atmosphäre, um seine Gedanken schweifen zu lassen oder einfach nur die Ruhe zu genießen, Inspiration kommt vom größten Sternen-Dachhimmel, der je in einen Rolls-Royce integriert wurde. Glänzende, haptisch beeindruckende Hölzer für die Tür-Innenflächen, Mittelkonsolen, Picknicktische und die Armaturentafel umgeben die Passagiere mit den feinsten Materialien.

Die Linien im vorderen Innenraum sind progressiv nach vorne orientiert, während sich im Gegensatz dazu die Fondtüren zurücklehnen, um einen Ort der Entspannung zu schaffen. Bei der Gestaltung der Armlehnen war das Design der J-Klasse-Jachten eine wichtige Inspiration. Die Spannung und der Körper der Armlehnen wurden direkt von diesen großen Segeljachten beeinflusst. Die Sitze sind neu gestaltet und handgefertigt, um noch mehr Komfort zu bieten. Sie verfügen an der Oberseite über ein augenfälliges horizontales Element, das ein Gefühl von Weite und Komfort vermittelt, sowie über eine vertikale Interpretation wie bereits bei Wraith und Dawn zuvor gesehen. Die Wölbung der Holzverkleidung auf der Rückseite der Vordersitze ist beeinflusst vom berühmten Eames Lounge Chair von 1956 – ein Design, das für Liebhaber so prägend ist, dass es in die permanente Ausstellung des Museum of Modern Art in New York aufgenommen wurde. Geschickt in die Holzverkleidung auf der Rückseite der Vordersitze sind die hinteren Picknick-Tische und die Bildschirme eingebettet. Die Bildschirme fahren auf Knopfdruck ein und aus, um völlig entspannt Unterhaltung anzubieten. Die Liebe zum Detail gebot auch, dass die Bedienelemente der Sitze aus der Mittelarmlehne in eine intuitivere Position für die Passagiere gelegt wurden.

Käufer des neuen Phantom können zwischen verschiedenen Sitzoptionen wählen, um ihre individuellen Anforderungen zu erfüllen. Zur Wahl gehören der vertraulichere Lounge-Sitz, individuelle Sitze mit optionaler Armlehne, individuelle Sitze mit fester Mittelkonsole und der neu eingeführte Schlafsitz. Die neu gestaltete Mittelkonsole hinten ist deutlich erweitert und bietet somit Platz für ein Getränkefach mit Whisky-Gläsern und Dekanter, Champagner-Gläsern oder ein Kühlfach. In jeder Konfiguration werden anregende Gespräche mit dem Mitfahrenden durch eine fast nur unterschwellig wahrnehmbare Orientierung der Rücksitze erleichtert. Rücken- und Kopfmuskulatur bleiben entspannt, während man einander leicht zugewendet sitzen kann. Das haptische Erlebnis wird auch durch den Einsatz feinster Materialien im Innenraum bestimmt. Jedes Bedienelement ist aus Metall gefertigt (wie zum Beispiel für die Belüftungsöffnungen, die Bedienelemente für Sitze, Licht und Fensterheber), aus Glas, oder in feinstes Leder eingehüllt wie die beiden neuen Spirit of Ecstasy Rotary Controller vorne und hinten. In der „Phantom Suite“ sorgen erwärmte Oberflächen in Verbindung mit der Sitzheizung für zusätzlichen, spürbaren Komfort. Zu den Bereichen im Innenraum, die jetzt erwärmt werden, gehören die Armlehnen in den vorderen Türen, die Abdeckung der vorderen Mittelkonsole, der untere Bereich der C-Säule, die hinteren Armlehnen an allen Einzel-Sitzen sowie die hintere Mittelarmlehne.

„The Gallery“ – ein beispielloses neues Konzept für Luxus

Im Mittelpunkt der Designphilosophie des neuen Phantom steht „The Gallery“, ein komplett neues und modernes Verständnis für die Armaturentafel eines Automobils. Während der grundlegende Charakter der monolithischen, aufrechten Armaturentafel eine aktuelle Hommage an die Rolls-Royce Modelle der Vergangenheit ist, schafft die Hauptfläche mit ihrer klaren und symmetrischen Oberfläche ein besonderes Gefühl der räumlichen Weite. Die Elemente in der Armaturentafel sind unter einer einzelnen Scheibe aus gehärtetem Glas eingeschlossen, das die volle Breite einnimmt. Bei den Anzeigeelementen sind die digitalen Zifferblätter mit Chrom eingefasst und verleihen dem Innenraum Schmuck und optische Kontinuität. Die Technologie der Anzeigen hinter den Chrom-Einfassungen ist nahezu futuristisch und führt zu leicht ablesbaren Instrumenten, ein wichtiger Wunsch von Rolls-Royce Kunden. Ein 12,3-Zoll-TFT-Farbdisplay mit LED-Hintergrundbeleuchtung kommuniziert nun alle Fahrerinformationen, wobei die Displays mit speziell gestalteten, virtuellen Nadeln sowie mit klarer Schrift aufwarten. Zusätzlich zu Geschwindigkeit, Power Reserve, Kraftstoff- und Temperaturniveaus zeigen die Displays auch wichtige Informationen über die Geschwindigkeitsregelung, Navigationsanweisungen, Fahrerassistenzsysteme und eine Vielzahl weiterer Informationen an. Ebenfalls hinter dem Glas der „Gallery“ ist die analoge Uhr untergebracht – Hinweis auf eine Aussage aus den 1960er, dass das Ticken der Uhr „das lauteste Geräusch ist, das man in einem Rolls-Royce hören kann“ – sowie der zentrale Informationsbildschirm, der auf Knopfdruck verschwindet. Serienmäßig verfügt die Uhr über ein dunkles Zifferblatt und eine Einfassung aus schwarzem Leder. Als Bespoke Uhr ausgeführt, präsentiert sie ein hinterleuchtetes Blatt mit Kristalleffekt und Zeigern mit grazilen Gegengewichten. Sie ist dann so gestaltet, dass sie zum gewählten Material der „Gallery“ passt.

Die hohe Kunst der Bewegung

Das ist der Zweck von „The Gallery“: Sie soll, im wahrsten Sinne des Wortes, eine Galerie sein. Durch die Nutzung des Platzes im oberen Bereich der Armaturentafel schuf Taylor eine Bühne für maßgefertigte Kunstwerke. Das vervielfacht für jeden Besitzer die Möglichkeiten zur Personalisierung seines neuen Phantom. Im Rahmen eines Bespoke Projektes können Kunden einen Künstler oder Designer wählen, der mit Rolls-Royce zusammenarbeitet und so ein individuelles Kunstwerk erschafft, um das Potenzial der „Gallery“ voll auszuschöpfen. Gemeinsam mit Rolls-Royce hat eine Reihe von Künstlern, Designern und Designstudios bereits Kreationen geschaffen, die die Bandbreite der „Gallery“ exemplarisch zeigen. Die Arbeiten reichen von einem Ölgemälde des chinesischen Künstlers Lian Yangwei, inspiriert von den herbstlichen South Downs in England, über eine vergoldete, in 3D-Technik gedruckte Karte der DNA des Besitzers, die von dem Enfant Terrible des deutschen Produktdesigns, Thorsten Franck, geschaffen wurde, bis zu handgefertigten feinen Porzellanrosen der weltberühmten Porzellanmanufaktur Nymphenburg. Auch ein abstraktes Design aus Seide von der jungen britischen Künstlerin Helen Amy Murray gehört zu den vielfältigen Beispielen, wie diese ungewöhnliche Galerie genutzt werden kann. Zusätzlich zu diesen langfristigen Bespoke Projekten, haben die Handwerksspezialisten und Designer von Rolls-Royce eine beeindruckende Auswahl von Objekten aus Seide, Holz, Metall und Leder kreiert, die sofort verfügbar ist.

Zusammenfassung

Die „Architecture of Luxury“, „The Gallery“, „The Embrace“, die hohe Kunst der Bewegung, die besten Materialien der Welt sowie das unvergleichliche Rolls-Royce Design kombiniert mit Ingenieurexpertise: Der neue Phantom legt nicht nur wieder die Messlatte für das „Beste Automobil der Welt“ höher, sondern setzt neue Maßstäbe für das generelle Verständnis von Luxus. Mit dem Öffnen des nächsten Kapitel in der Geschichte von Rolls-Royce weist der neue Phantom den Weg für die Luxusbranche weltweit.
Hintergrundinformationen zur Geschichte des Rolls-Royce Phantom

Die berühmten Phantoms

Seit der Vorstellung des ersten Rolls-Royce Phantom als Nachfolger des Silver Ghost durch Sir Henry Royce in 1925 hat er in den vergangenen 92 Jahren einige der einflussreichsten und mächtigsten Frauen und Männer durch deren ganz besondere Momente begleitet. Es handelt sich um den am längsten genutzten Namen in der Automobilindustrie. Dies unterstreicht, warum der Phantom das Automobil der Wahl für die führenden Persönlichkeiten ihrer jeweiligen Zeit ist, von Staatsoberhäuptern zu Generälen, von Königen und Königinnen zu Rockstars, von Filmstars zu Wirtschaftsführern.

Die Produktion des Phantom I startete in 1925. Die Entwicklung fand unter größter Geheimhaltung mit dem Codenamen „Eastern Armoured Car“ statt. Damit wurde angedeutet, dass Rolls-Royce ähnliche wie die im ersten Weltkrieg genutzten Militärfahrzeuge entwickeln würde, verbunden mit berühmten Personen wie Lawrence von Arabien. Teile von Fahrzeugpanzerungen wurden bewusst im Werk ausgelegt, um neugierige Wettbewerber zu verwirren, die das Geheimnis des „Besten Automobils der Welt“ entschlüsseln wollten. Der Phantom I war von Beginn an erfolgreich, der neue 7,668 Liter Reihen-Sechszylinder-Motor bereitete ihm einen erfrischenden Start. Als General Motors eine Teststrecke in Michigan in Betrieb nahm, fand man schnell heraus, dass kein Fahrzeug auch nur zwei Runden des 4-Meilen-Kurses unter Vollgas ohne Schaden am Motor übersteht. Lediglich der Phantom I meisterte die Strecke entspannt durchgängig mit mindestens 80mph ohne Defekt.

Sir Henry Royces Anspruch, in seinen eigenen Worten, „nur das Beste zu verwenden und es noch besser zu machen“, führte zügig zur Entwicklung des Phantom II in 1929. Kern war ein komplett neues Chassis, das das Fahrverhalten maßgeblich verbesserte, sowie ein neu entwickelter Motor.

Der nächste Phantom, die dritte Generation, war Sir Henry Royces letztes Projekt. Er starb 70-jährig 1933, zirka 12 Monate nach dem Start der Entwicklung des Phantom III. Das fertige Automobil mit seinem unvergleichlichen 12-Zylinder-Motor wurde zwei Jahre später präsentiert, die Produktion dauerte von 1936 bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges. Das letzte Chassis wurde 1941 produziert und musste bis 1947 auf seine Karosserie warten. Es gab keine Ankündigung zur Fortführung der Reihe und so schien es, als ob eine der fesselndsten Geschichten der Automobilgeschichte zu Ende gehen würde.

In 1950 erschien dann der Phantom IV. Ursprünglich als Einzelstück für Prinz Philip und die damalige Prinzessin Elisabeth geplant, wurden direkt nach seinem ersten Einsatz weitere 17 Fahrzeuge für andere königliche Familien und Staatsoberhäupter rings um den Globus bestellt. Ausgestattet mit einem Reihen-Achtzylinder-Motor und einem revolutionären Antriebsstrang war er das perfekte Automobil für formelle Anlässe, bei denen majestätisches Dahingleiten bei langsamem Tempo gefordert war. Die Motorhaube war gekrönt mit der knienden Variante der berühmten Spirit of Ecstasy.

Der Phantom V wurde von 1959 bis 1968 gefertigt, insgesamt 516 Exemplare wurden für Kunden wie die Königinmutter, die Gouverneure von Hong Kong, König Olav von Norwegen, Elvis Presley sowie John Lennon gebaut.

Der über sehr viele Jahre gefertigte Phantom VI (1968-1990) pflegte die königliche Verbindung, speziell mit dem Silver-Jubilee-Automobil mit erhöhtem Dach und größeren Fenstern, das Königin Elisabeth II. in 1977 zum 25-jährigen Thronjubiläum von der Britischen Automobilindustrie überreicht wurde, und später unter anderem bei der Hochzeit des Herzogs und der Herzogin von Cambridge in 2011 eingesetzt wurde.

Die Renaissance von Rolls-Royce

Nach dem Ende der Phantom VI-Produktion in 1990 dauerte es immerhin 13 Jahre, bis der nächste Repräsentant der stolzen Reihe vorgestellt wurde, sicherlich einer der wichtigsten. Seit 1971 war der Gesamtkonzern Rolls-Royce mit seinem Aero- und Automobilgeschäftsfeld unter Konkursverwaltung, für zwei Jahre wurden die Geschäfte weiter betrieben bevor das Unternehmen als Rolls-Royce plc. an die Börse gebracht wurde – dabei wurde es aufgespalten und der Automobilbereich unabhängig. In 1980 wurde dieser Bereich, Rolls-Royce Motors, mit dem Britischen Technologiekonzern Vickers verschmolzen und fertigte während der 1980er und 1990er Jahre eine relativ kleine Anzahl an Automobilen. Schlussendlich entschied Vickers in 1998, Rolls-Royce Motors zu veräußern; das Rolls-Royce Automobilgeschäft wurde von BMW erworben. Der Start unter BMW-Ägide wird gern als eines der letzten großen Abenteuer der Automobilindustrie betrachtet – das Projekt begann lediglich mit der Marke und ansonsten einem weißen Blatt Papier; ein neues Unternehmen mit neuem Werk und einem neuen Fahrzeug startete offiziell am 1. Januar 2003.

Eine Minute nach Mitternacht am Neujahrstag 2003 begann die Renaissance von Rolls-Royce als Hersteller des „Besten Automobils der Welt“: Das neu gegründete Unternehmen Rolls-Royce Motor Cars präsentierte den ersten Phantom aus Goodwood, heute als Phantom VII bezeichnet. Gefertigt am neuen Sitz von Rolls-Royce in Goodwood, England, hat er die Phantom-Gene bewahrt und zeigte sich gleichzeitig modern und zeitlos. Dazu setzte er neue Standards mit Blick auf jedwede Art von Komfort, den sich ein neuer Kreis von sehr anspruchsvollen Kunden erträumen konnte. Auch liebevoll erdachte Details wie die Teflon-beschichteten Regenschirme in der Tür oder das immer aufrecht stehende RR-Monogramm in der Radnabe haben der Öffentlichkeit gezeigt, dass Rolls-Royce in den richtigen Händen ist.

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