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Die Legacy Machine Sequential Flyback erscheint in einer auf 33 Exemplare limitierten Edition aus Platin mit himmelblauem Zifferblatt.

Der neue Doppelchronograph von MB&F in Platin – Legacy Machine Sequential Flyback

Im Jahr 2022 stellte MB&F die Legacy Machine Sequential EVO vor, einen Doppelchronographen, der eine neue Welt der Zeitmessung eröffnete. Dieser bahnbrechende Zeitmesser definierte den Chronographen, wie wir ihn kannten, neu und gewann im selben Jahr sowohl die Herzen der Sammler als auch den begehrten „Aiguille d’Or“-Preis der GPHG. Die LM Sequential EVO wurde von Stephen McDonnell, einem der MB&F Friends der ersten Stunde und der Kopf hinter der LM Perpetual von 2015, entwickelt.

Sie ist einer dieser Zeitmesser, die so nützlich sind, dass man sich fragt, warum noch niemand zuvor auf diese Idee gekommen ist. Mehrere Zeitmessungsmodi ermöglichten die Durchführung zahlreicher ausgesprochen praktischer Messungen: z. B Aufzeichnung zweier Sportler zur gleichen Zeit, aufeinander folgende Rundenzeiten auf einer Rennstrecke … oder gar zwei verschiedene Gerichte im Backofen.

Doch als wäre die LM Sequential EVO nicht schon atemberaubend genug, wollten Stephen und MB&F unbedingt noch eine weitere Komplikation einbauen: die Flyback-Funktion. Tatsächlich wurde Stephens ursprünglicher Prototyp des Uhrwerks mit einem Flyback-System für den linken Chronographen entworfen; die LM Sequential EVO ist mit einer entsprechenden Vorrichtung versehen. Die Perfektionierung der Uhr war jedoch äußerst kompliziert, denn die Entwicklung des Prototyps dauerte neun Monate, wovon allein vier Monate für die Flyback-Funktion aufgewendet wurden. Hinzu kamen sechs verschiedene Re-Designs und die damit verbundenen Arbeiten und Komponenten. McDonnell hielt es zudem für unklug – ja sogar für leichtsinnig –, die Uhr mit Flyback auf den Markt zu bringen, wenn so viele unerprobte Elemente im Spiel waren.

Zwei Jahre Tests unter strengster Geheimhaltung waren erforderlich

Aber der Traum war von Anfang an da, und alles war darauf ausgelegt, ihn zu einem späteren Zeitpunkt zu verwirklichen. Die Chronographen hätten auf verschiedene Weise konzipiert werden können, aber nur eine dieser Konfigurationen ermöglichte den Einbau eines Flybacks und veränderte damit die grundlegende Konzeption der Chronographen.

Die Edelsteine, mit denen die vertikalen Kupplungen versehen sind, sind der Schlüssel zum gesamten Sequential-Chronographen, und auch das neue Flyback-System benötigt Lagersteine, ohne die es nicht funktionieren würde. Das System ist sehr raffiniert, und es wurde viel Arbeit investiert, um die Reibung auf ein Minimum zu reduzieren, damit der Flyback-Mechanismus nicht zum Blockieren der Nullstellung führt. Um dies zu erreichen, baute McDonnell eine spezielle, mit Steinen besetzte Walze in den Rücklaufmechanismus ein. Ein solches Bauteil ist bei keinem Edelsteinlieferanten direkt erhältlich, sodass McDonnell den Lagerstein für den ersten Prototyp selbst herstellte, um das Konzept dieses bahnbrechenden Mechanismus (eines von fünf patentierten Elementen) zu beweisen.

Zwei Jahre Tests unter strengster Geheimhaltung waren erforderlich, um das System langfristig robust genug zu machen. Jetzt ist die LM Sequential Flyback Platinum fertig und einsatzbereit!

Und was kann sie nun?

Die LM Sequential Flyback Platinum verfügt über das gleiche Layout wie die LM Sequential EVO mit zwei Chronographenanzeigen. Eine davon weist eine Sekundenanzeige bei 9 Uhr und eine Minutenanzeige bei 11 Uhr auf. Bei der anderen ist die Sekundenanzeige bei 3 Uhr und die Minutenanzeige bei 1 Uhr. Die beiden Chronographen können völlig unabhängig voneinander über die Start/Stopp- und Rückstelldrücker auf der jeweiligen Gehäuseseite gestartet, gestoppt und auf Null zurückgesetzt werden. Mit der neuen Flyback-Funktion lösen die Rückstelldrücker auch dann den Flyback aus, wenn der entsprechende Chronograph gerade läuft. Bei insgesamt vier Chronographendrückern werden üblicherweise zwei Chronographenmechanismen in einer Uhr erwartet.

An der 9-Uhr-Position befindet sich jedoch noch ein fünfter Drücker, der sogenannte „Twinverter“. In diesem „magischen Drücker“, wie Stephen ihn gerne nennt, verbirgt sich das Geheimnis, das die Funktionen der LM-Sequential-Zeitmesser jenseits aller bisherigen Chronographen-Armbanduhren in neue Sphären hebt. Er steuert beide Chronographensysteme und funktioniert wie ein binärer Schalter, der den aktuellen Start/Stopp-Status jedes Chronographen umkehrt. Das heißt, wenn beide Chronographen gestoppt sind, werden durch Drücken des Twinverters beide gleichzeitig gestartet. Sind dagegen beide Zeiger in Bewegung, werden sie über den Twinverter gestoppt. Ist ein Zeiger in Bewegung und der andere gestoppt, stoppt der Twinverter den laufenden Zeiger und startet den gestoppten Zeiger.

Die Legacy Machine Sequential Flyback erscheint in einer auf 33 Exemplare limitierten Edition aus Platin mit himmelblauem Zifferblatt.