Werner Max Moser zeichnete für Embru eine ganze Reihe von Möbeln. Seine Entwürfe waren, trotz der Nähe zu den bekannten Bauhausmodellen, immer geprägt vom schweizerischen Gedanken des praktischen Möbels.
Der sogenannte „Moser Sessel“ wurde 1930 entworfen, feiert 2020 also sein 90-Jahre Jubiläum.

Der Schweizer Architekt Werner Max Moser entwarf 1930 einen Freischwingersessel, der sich durch ein wesentliches Merkmal von anderen Modellen unterscheidet: Er trennte den Polsterrahmen vom Freischwingergestell und betonte dies optisch und konstruktiv, indem er diese in zwei unterschiedlichen Stahlprofilen ausführte. Das Möbel ist dadurch in der Sitzposition verstellbar, der lose eingehängte Rahmen kann aufrecht oder leicht geneigt auf dem Gestell positioniert werden. Die Sitz- und Rückenkissen liegen ebenfalls ohne feste Verbindung auf dem gefederten Sitzrahmen auf, wodurch die noch heute schlüssige, leicht und einfach wirkende Konstruktion unterstrichen wird.


Das Schweizer Traditionsunternehmen Embru hat den berühmten Designklassiker von Werner Max Moser neu aufgelegt. Der raffinierte Freischwinger Sessel mit verstellbarer Sitzfläche passt mit seiner schlanken Form in jede Sitzecke und ist mit Stoff- oder Lederbezug in vielen Farben erhältlich. Der zeitlose Sessel-Klassiker kann mit einem zusätzlichen Fusshocker ausgestattet werden und wird so zur komfortablen Ruheinsel im Alltag, sei es als stilvolles Einzelmöbel oder als Ergänzung zum Sofa. Neu gibt es den Moser Fauteuil auch mit schwarzem Stahlrohrgestell.

Über Werner Max Moser

Moser begann seine berufliche Laufbahn 1916, als er das Architekturstudium bei seinem Vater Karl Moser an der ETHZ aufnahm. 1921 schloss er mit dem Diplom ab. 1921/1922 folgte ein Praktikum im Büro von Grandpré Molière in Rotterdam. Die anschliessenden zwei Jahre im Büro von Frank Lloyd Wright in den USA prägten den künstlerischen Sinn und die Liebe zum Hochhaus. 1926 kehrte er in die Schweiz zurück, wo er später im Büro seines Vaters erste Möbel entwarf. 1927 wurde er Mitglied der Schweizer Kollektivgruppe, die die Einrichtung einiger Appartements in Ludwig Mies van der Rohes Weissenhof-Block übernahm. Ab 1928 war Werner Max Moser freischaffender Architekt in Zürich. In dieser Zeit entwarf er Mobiliar und gehörte zu den Gründern der 1931 in Zürich eröffneten Wohnbedarf AG. Zusammen mit Mart Stam und Ferdinand Kramer realisierte er 1928 – 1930 das Henry und Emma Budge Altersheim. Ab 1937 schloss sich Moser mit seinen Kollegen Max Ernst Haefeli und Rudolf Steiger zur Bürogemeinschaft Haefeli, Moser, Steiger (HMS) zusammen. Sie realisierten u.a. die Kirche Altstetten, 1936 – 1939 das Kongresshaus Zürich, 1941 – 1953 das Kantonsspital Zürich, 1950 den Campus des Indian Institute of Technology Kharagpur. 1958 wurde Moser als ordentlicher Professor an die Architekturabteilung der ETH Zürich gerufen. Im selben Jahr erfolgte die Ernennung zum Doktor honoris causa der Technischen Hochschule Stuttgart. Moser blieb fünf Jahre an der ETH. In dieser Zeit entstand das Hochhaus zur Palme in Zürich, eines der Hauptwerke Mosers.

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