Auf dem Bauernhof von Magdalena und Sepp Dähler Grunder schlagen die Herzen von Tier und Mensch im Einklang

Das punkto Qualität und Geschmack beste Fleisch der Schweiz kommt nicht vom Grossverteiler in der Stadt – wie wir alle längst schon wissen, sondern die feinsten Entrecôtes, Plätzli und Filets im ganzen Land werden in Harmonie mit Tier und Natur am Hof von Magdalena und Sepp Dähler Grunder im malerischen Stein im Kanton Appenzell Ausserrhoden produziert, weiss das Schweizer Online-Magazin ProudMag.com. Wobei produziert an dieser Stelle fast das falsche Wort ist – denn die Bauern-Familie Dähler Grunder im schönen und urchigen Appenzellerland schmeichelt den Tieren das feine Fleisch förmlich ab. Die Tiere werden auf dem idyllischen Hof liebevoll gepflegt und gehegt, geschätzt und respektiert, verwöhnt und dabei sogar zwei Mal am Tag mit einem Bierhefe-Gemisch oder mit Schweizer Rapsöl massiert.

Mit Fug und Recht kann das Bauern-Ehepaar von sich behaupten, qualitativ hochwertiges Fleisch herzustellen, das nicht nur dem Wohl der Tiere Tribut zollt, sondern darüber hinaus auch noch höchsten ökologischen Anforderungen entspricht. Interessierte können sich davon gleich selbst überzeugen – bei einem Besuch auf dem Hof oder anlässlich eines Kurses, welche die Dähler-Grunder’s regelmässig Gästen sowie Fleisch-Liebhaber/innen landauf und landab anbieten. Die Produkte vermarktet die Familie übrigens unter dem Label «Kabier».

Kabier ist nicht einfach irgendein beliebiges Produkt. Hinter Kabier steckt vielmehr eine in der Schweiz einzigartige Idee. Die Rinder werden von der Bauernfamilie Dähler Grunder nach speziellen Kriterien gepflegt und verwöhnt, und davon können auch Sie als Konsument profitieren: Kabierfleisch zeichnet sich durch hervorragende Qualität und unvergleichlichen Geschmack aus. Ebenso wichtig ist aber auch das Tierwohl, sowie die ökologische Nachhaltigkeit.

Fütterung und Pflege

Um den Tieren eine möglichst ausgeglichene Nahrung anzubieten, haben die Dähler Grunder’s in Zusammenarbeit mit der landwirtschaftlichen Schule in Flawil ein Fütterungsplan ausgearbeitet. Basis der Fütterung sind die Biernebenprodukte Malztreber, Bierhefe und Biervorlauf. Ergänzt wird die Nahrung mit Heu Weizenkleie und einer Getreidemischung. Bei dieser kaufen die Hof-Besitzer die ganzen Körner ein und schroten sie auf dem Hof, damit sie auch hier wissen, was die Tiere zu futtern erhalten. Selbstverständlich haben die Rinder frisches Wasser zur freien Verfügung. Obwohl die Ration leicht alkoholhaltig ist, weisen die Tiere im Blut einen Promillegehalt von 0.00 Promille aus. Dies ist laut Tierspital Zürich daher der Fall, weil die Rinder Wiederkäuer sind und den Alkohol im Pansen abbauen.

Die Kälber und Rinder auf dem Bauernhof im Appenzellischen Stein erhalten zweimal täglich eine Massage. Dies abwechslungsweise mit einem Biervorlauf-Bierhefe-Gemisch oder mit Schweizer Rapsöl. Dadurch erreicht das Bauern-Ehepaar die optimale Fellpflege und steigert darüber hinaus das Wohlbefinden der Tiere. Ausserdem werden die Rinder durch den persönlichen Kontakt sehr zutraulich und sind auch weniger stressanfällig.

Schlachtung und Veredelung

Geschlachtet werden die Rinder mit zirka 450 Kilogramm. Um einen möglichst kurzen Tiertransport sicherzustellen, arbeiten die beiden Bauern mit einem regionalen Schlachthaus zusammen. Da so der Schlachtzeitpunkt genau bestimmen lässt, ergeben sich für das Tier sehr kurze Wartezeiten.
Um eine optimale Lagerung des Fleisches sicherzustellen, wird der Schlachtkörper zirka 10 Tage am Stück gelagert. Danach werden die Fleischstücke nochmals zwei Wochen in Fleisch-Reifeboxen aufbewahrt. Diese Boxen haben den Vorteil, dass ein Austausch mit der Aussenluft möglich ist.

Produktepalette

Die Philosophie der Familie Dähler Grunder ist es, möglichst das ganze Tier zu verwerten. Dies aus ökologischen aber auch aus ökonomischen Überlegungen. Da das Rind nicht nur aus Filet, Huft und Entrecôte besteht, enthält das Mischpaket nebst diesen Stücken auch noch Hohrücken, Plätzli à la minute, Braten, Siedfleisch, Saftplätzli, Geschnetzeltes und Voressen Haxen und Hackfleisch.

Nachhaltigkeit

Das Ehepaar legt grossen Wert darauf, den Betrieb nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit zu führen und die Tiere möglichst naturnah und grosszügig zu halten. Das Projekt in Stein ist in diesem Kontext gleich in mehreren Bereichen nachhaltig: Denn der Nährstoff-Kreislauf wird geschlossen, indem der Hof der Brauerei Getreide zur Bierherstellung liefert, die Brauerei wiederum versorgt die Bauern mit den Nebenprodukten der Bierproduktion, damit diese auf dem Hof sinnvoll verwertet werden. Die Fütterung der Tiere erfolgt mit Futtermitteln, die vor Ort anfallen. In der Bergzone sind die Ausweichmöglichkeiten zum Futterbau relativ gering. Von Magdalena und Sepp Dähler Grunder werden daher Futtermittel verwendet, die zum grössten Teil vor Ort anfallen, darunter Heu, Biertreber, Bierhefe und Biervorlauf. Durch die konsequente Verwertung des Fleisches, insbesondere auch weniger populären Fleischstücken wie Niere, Zunge, Kiembacken, Schwanz usw., fallen zudem auch weniger Restprodukte an.

Tierschutz

Besonders durch die zweimalige Massage pro Tag steigern die beiden Bauern das Wohlbefinden des Tieres. Ausserdem stellen sie dadurch die Fellpflege sicher und schützen das Tier vor Parasiten. Die Haltung im grosszügigen Freilaufstall mit Auslauf auf die Weide ermöglicht eine sehr grosse Bewegungsfreiheit der Tiere. Sowohl durch den kurzen Tiertransport, aber auch dank der kurzen Wartezeit im Schlachthof, vermeidet das Paar die Stresszustände für das Tier.

Betriebsbesichtigung

Gerne können Sie den Hof mit Ihrer Firma, mit Ihrem Verein oder mit Freunden besichtigen. Dabei stellen Ihnen die Dähler Grunder’s zuerst den Gesamtbetrieb kurz vor, danach werden Haltung und Pflege, Fütterung, Vermarktung und Geschichte des Konzepts Kabier gezeigt. In der Strohscheune können Interessierte anschliessend einen Apéro geniessen und die Produkte degustieren. Auch Appenzeller Bier wird dabei nicht fehlen. Die Führung dauert rund 40 Minuten, für den Apéro dürfen Sie mit rund 30 Minuten rechnen. Die Kosten für die Führung belaufen sich auf 150 Franken plus 8 Prozent Mehrwertsteuer. Die Kosten für das Apéro betragen 20 Franken pro Person, zuzüglich 8 Prozent Mehrwertsteuer. Da im Stall Aussentemperaturen herrschen, werden Führungen idealerweise zwischen Frühjahr und Herbst empfohlen.

Reservationen und Verkauf unter:

Telefon: +41 (0)71 367 17 19

E-Mail: info@kabier.ch

http://kabier.ch

Sie können das schmackhafte Kabier-Fleisch auch im Restaurant des Hotels Hof Weissbad, Im Park 1, 9057 Weissbad geniessen. Reservation notwendig.

Reservationen unter:

Telefon +41 (0)71 798 80 80

E-Mail: hotel@hofweissbad.ch

http://www.hofweissbad.ch