MB&F präsentiert eine Uhr in Form einer Rakete

Die Wirklichkeit nervt! Also schwebten wir in den Sechzigerjahren dank Science-Fiction längst auf Hoverboards durch die Luft, was unsere Fantasie beflügelte. Doch in Wirklichkeit gab es am Ende nur Bretter, die nicht schweben, sondern unspektakulär auf Rollen über den Boden gleiten. Science-Fiction versprach uns 3-D-Fernseher, die schließlich auch von den Ingenieuren entwickelt wurden. Doch schon beim ersten Hinschauen wurde uns unwohl und ihr Aus war besiegelt. Science-Fiction ließ uns von eleganten, eiförmigen Raketen träumen, mit denen wir zum Mond oder in noch weitere Ferne fliegen konnten. Auch diesen Traum erfüllten die Ingenieure. Doch zum Zwecke ihrer Praxistauglichkeit waren die Raketen letztlich nichts anderes als gerade, wenig aufregende Zylinder.

Manche Dinge werden am besten der Fantasie überlassen – und die Destination Moon von MB&F tut genau dies. Mit ihrem Äußeren, das einer aufregenden Rakete aus den Sechzigerjahren gleicht, besitzt sie genau das richtige Maß an Technik für eine 8-Tage-Uhr, bietet aber zugleich ausreichend Leerraum, den wir mit unserer Fantasie ausfüllen können. Entwickelt wurde die Destination Moon von MB&F, während L’Epée 1839, der führende Großuhrenhersteller der Schweiz, für die Fertigung verantwortlich war. Die Uhr ist letztlich der wahr gewordene Kindheitstraum von einer torpedoförmigen Rakete. Bei genauem Hinschauen werden Sie erkennen, dass die minimalistische Form die Vorstellungskraft nicht einengt, sondern ihr vielmehr Raum zur Entfaltung lässt. Die Stunden und Minuten werden auf großen Edelstahlscheiben mit aufgestempelten Ziffern angezeigt. Wenn die Ablesbarkeit der Zeitanzeige auch außer Frage steht, so kostet es doch einiges an Disziplin, sich auf die Stundenanzeige zu konzentrieren, anstatt das spektakuläre, vertikal aufgebaute und offen gestaltete Uhrwerk zu bewundern. Das 8-Tage-Uhrwerk von L’Epée wurde speziell für die Destination Moon entwickelt und folgt dem grundlegenden Design eines echten Raumschiffs. Der Antrieb einer Rakete befindet sich unten am Geschoss, und auch bei der Destination Moon sitzt die Energiequelle in Form einer übergroßen Aufzugskrone im unteren Teil der Uhr. Über dem Triebwerk liegen bei einer Rakete die Steuer- und Kontrollelemente. Dies gilt auch für die Destination Moon. Ihr vertikal angeordnetes Regulierorgan, das die Präzision kontrolliert, liegt unterhalb der Zeitanzeige.

Oben am Uhrwerk befindet sich darüber hinaus der Knopf zum Einstellen der Uhrzeit. Mit seiner schwingenden Unruh ist das Regulierorgan ein echter Blickfang. Ein so gut wie unsichtbares Mineralglas schützt es vor kosmischer Strahlung (und neugierigen Fingern). Eine weitere Anspielung auf in der Kindheit verhaftete Träumereien und Spielzeuge sind die horizontalen Uhrwerksscheiben der Destination Moon, die mit ihren Löchern an die Bauteile eines Metallbaukastens erinnern. Trotz der überaus offen gestalteten Konstruktion ist die Destination Moon mit ihren vier Kilogramm alles andere als ein Leichtgewicht. Ihre massiven Landebeine gewährleisten, dass die Uhr nicht einfach umfallen (oder umgestoßen werden) kann. Und dann ist da noch Neil: ein Männlein im Raumanzug, das uns schmunzeln lässt. Es ist aus massivem Silber und Edelstahl gefertigt und per Magnet an der Leiter befestigt, die Krone und Uhrwerk miteinander verbindet. Neil ist der Astronaut, der die Destination Moon hin zu exotischen Welten steuert. Vor allem aber regt er als Mensch, der in der Maschine Platz nimmt, den kindlichen Sinn für Wunder an.

Die Destination Moon erscheint in vier limitierten Editionen mit je 50 Exemplaren in schwarzem, grünem und blauem PVD sowie in Palladium (silbern).

Die Destination Moon von MB&F im Detail

Inspiration

Die Destination Moon ist ein echtes Gemeinschaftsprodukt, das aus der Zusammenarbeit zwischen L’Epée 1839 und MB&F entstanden ist. Das Grundkonzept stammt vom Uhrwerksdesigner und Science-Fiction-Raketenfan Nicolas Bringuet von L’Epée, der die Idee zum markanten vertikalen Aufbau des Uhrwerks hatte. Angetrieben von Tatendrang und Leidenschaft, entwarf Bringuet das Uhrwerk an einem langen Wochenende ohne viel Schlaf. Daraufhin kontaktierte L’Epée MB&F, um nachzufragen, ob das Uhrwerk in einer Art Raumschiff untergebracht werden könnte. Und schon kam das Projekt in Fahrt. Der hauseigene MB&F-Designer Stefano Panterotto entwarf die grundlegende Form. Doch dieser erste Entwurf glich zu sehr einer echten Rakete und ein bestimmter magischer Zauber fehlte. Paradoxerweise wurde dieses gewisse Etwas durch das Entfernen des Raketenmantels erzeugt. So wirkte die Gesamtkonstruktion nun nicht nur technischer − nicht zuletzt dank der baukastenartigen Uhrwerksscheiben mit Löchern −, sondern gab gleichzeitig den Rahmen für die Vorstellungskraft des Betrachters vor. Der wirkliche Zauber der Destination Moon ist demnach der Raum an sich: nicht der Weltraum über unseren Köpfen, sondern der vornehmlich leere Raum, den die Destination Moon bietet. Wäre der untere Teil der Rakete vollständig bedeckt, würden Betrachter sie nur als Jugendtraum einer anderen Person erkennen. Da die raketenartige Schreibtischuhr in Wirklichkeit aber ein weitgehend offenes Gerüst voller Löcher ist, wird wohl jeder Betrachter der Destination Moon sein ganz eigenes Raumschiff sehen: nämlich die Rakete seiner eigenen Kindheit und nicht die einer anderen Person. Der Raum ist nicht leer sondern steckt voller Vorstellungskraft.

Realisierung

Während MB&F das Design der Destination Moon übernahm, oblag ihre Konstruktion L’Epée 1839, dem führenden Hersteller hochwertiger Großuhren der Schweiz. Der konzentrische, vertikale Aufbau des 8-Tage-Uhrwerks wurde speziell für die Destination Moon entwickelt. Doch weist er enge Parallelen zu MB&Fs jüngst vorgestellter Horological Machine N°7 Aquapod auf. Während es sich bei der einen Uhr um eine von einem Raumschiff inspirierte Großuhr handelt, ist das andere Modell eine von der Unterwasserwelt durch eine Qualle inspirierte Armbanduhr. Doch beiden Uhren ist die konzentrische und vertikale Struktur ihres Uhrwerks gemein, deren Energiequelle im unteren Teil angesiedelt ist.

Vollendet wird die Destination Moon zweifellos durch das kleine Männchen auf der Leiter: Neil. Neil ist aus massivem Sterlingsilber gefertigt und trägt neben einem Raumanzug im Stil der Sechzigerjahre einen Helm aus Edelstahl. Er verleiht der Technik des offen gearbeiteten Raumschiffs im Baukastenstil und dessen Uhrwerk einen spielerischen und menschlichen Aspekt. Neil lässt sich als Magnet an einer beliebigen Stelle der Einstiegsleiter der Destination Moon platzieren. Der Betrachter selbst entscheidet, ob er nun gerade dabei ist, einzusteigen und zu einem Abenteuer in den Weltraum aufzubrechen, oder ob er gerade aussteigt, um ein neues Abenteuer auf der Mondoberfläche zu erleben.

Uhrwerk

Im unteren Teil der Destination Moon befindet sich die massive Aufzugskrone; über die Einstiegsleiter überträgt sie die Kraft auf das Federhaus. Dank seiner vertikalen Anordnung kann das besonders ins Auge fallende Regulierorgan bestens bewundert werden, sieht sich jedoch vor neugierigen Händen durch eine Mineralglasscheibe geschützt. Zwei Edelstahlscheiben mit aufgestempelten weißen Ziffern zeigen die Stunden (oben) und Minuten an, die an dem stromlinienförmigen Doppelpfeil über dem Regulierorgan vorbeiziehen. Das Einstellen der Uhrzeit erfolgt über einen zentralen Knopf an der Oberseite des Uhrwerks. Die Stabilität der Uhr wird durch das erhebliche Gewicht der drei hochglanzpolierten Landebeine der Destination Moon gewährleistet.

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Entwickelt wurde die Destination Moon von MB&F, während L’Epée 1839, der führende Großuhrenhersteller der Schweiz, für die Fertigung verantwortlich war.

MB&F: Entstehungsgeschichte eines Konzeptlabors

Im Jahre 2015 feierte MB&F seinen zehnten Geburtstag und eine im Rückblick unglaubliche Dekade für das erste und erfolgreichste Uhrmacher-Konzeptlabor aller Zeiten. Das Ergebnis: zehn Jahre Hyperkreativität und elf eindrucksvolle Kaliber, die die Grundlage der von den Kritikern gefeierten Horological und Legacy Machines bilden und die MB&F so bekannt gemacht haben. Nach 15 Jahren in der Leitung prestigeträchtiger Uhrenmarken kündigte Maximilian Büsser 2005 seine Stellung als Geschäftsführer bei Harry Winston, um MB&F – Maximilian Büsser & Friends – zu gründen. MB&F ist ein künstlerisches Mikrotechniklabor, das sich auf das Design und die Herstellung kleiner Serien extremer Konzeptuhren spezialisiert hat. Es bringt dabei talentierte Profis der Uhrenindustrie zusammen, deren Mitarbeit Büsser respektiert und schätzt. 2007 präsentierte MB&F seine erste Zeitmessmaschine (Horological Machine), die HM1. Das skulpturale dreidimensionale Gehäuse mit wunderschön gefertigtem Antrieb im Innern hat die Maßstäbe für die eigenwilligen Horological Machines gesetzt, die anschließend folgten: HM2, HM3, HM4, HM5, HM6, HM7, HM8 und HMX – Maschinen, die eher von der Zeit berichten, als die Zeit lediglich anzuzeigen. 2011 brachte MB&F seine „Legacy Machine“-Kollektion heraus, eine Kollektion traditioneller Zeitmesser mit rundem Gehäuse. Diese eher klassischen Uhren – das heißt klassisch im Sinne von MB&F – erweisen dem hervorragenden Uhrmacher-Know-how des 19. Jahrhunderts eine Referenz, indem sie die Komplikationen der großen Innovatoren der Uhrmacherkunst aus vergangenen Zeiten für die Gestaltung zeitgenössischer Kunstobjekte neu interpretieren. Auf LM1 und LM2 folgte LM101, die erste Zeitmessmaschine von MB&F mit einem Uhrwerk, das ganz und gar firmenintern entwickelt wurde. Im Jahr 2015 wurde die Legacy Machine Perpetual auf den Markt gebracht, die über einen vollständig integrierten ewigen Kalender verfügt. Seitdem alterniert MB&F zwischen modernen, gewollt unkonventionellen Horological Machines und geschichtlich geprägten Legacy Machines. Neben den Horological und Legacy Machines hat MB&F in Zusammenarbeit mit Reuge, bekannt für seine exklusiven Spieluhren, die MusicMachine (1, 2 und 3) und mit L’Epèe 1839 ungewöhnliche Uhren in Form einer Raumstation (StarfleetMachine), einer Spinne (Arachnophobia) und drei Roboteruhren (Melchior, Sherman und Balthazar) entwickelt. Und im Jahr 2016 kreierte MB&F in Zusammenarbeit mit Caran d’Ache ein futuristisches Schreibgerät mit dem Namen Astrograph. Zahlreiche Auszeichnungen zeugen vom innovativen Charakter der bisherigen Entwicklung von MB&F. Dazu gehören, um nur einige zu nennen, nicht weniger als vier Preise vom Genfer Grand Prix d’Horlogerie: 2016 gewann die LM Perpetual den «Grand Prix for the Best Calendar Watch», 2012 gewann MB&F den Öffentlichkeitspreis (durch Abstimmung von Uhrenliebhabern) und den Best Men’s Watch Prize (durch Abstimmung einer professionellen Jury) für die Legacy Machine N°1, und 2010 wurde die HM4 Thunderbolt zur „Best Concept and Design Watch“ gekürt. Zudem erhielt MB&F im Jahr 2015 die Auszeichnung „Red Dot: Best of the Best“ für die HM6 Space Pirate – den Spitzenpreis der internationalen Red Dot Awards.

L’Epée 1839: die Schweizer Premiumuhren-Manufaktur

Seit über 175 Jahren gehört L’Epée zur ersten Garde der Uhrenindustrie und ist heute die einzige auf High-End-Großuhren spezialisierte Manufaktur in der Schweiz. L’Epée wurde 1839 von Auguste L’Epée in der Nähe von Besançon (Frankreich) gegründet und produzierte ursprünglich Musikspielwerke und Uhrenbauteile. Markenzeichen der Manufaktur war die Tatsache, dass wirklich alles von Hand gefertigt wurde. Von 1850 an zählte die Manufaktur zu den größten Herstellern von Hemmungsbaugruppen, sogenannten „Echappements“, und entwickelte spezielle Hemmungen für Wecker, Tischuhren und Spieluhren. 1877 verließen jährlich 24.000 vormontierte Echappements die Fabrik, doch L’Epée erwarb sich auch einen Namen für spezielle stoßsichere und selbst anlaufende Hemmungssysteme sowie Konstantkrafthemmungen. Die Manufaktur hielt zahlreiche Patente und war wichtigster Hemmungslieferant für viele bedeutende Uhrmacher. Außerdem gewann L’Epée bei internationalen Ausstellungen und Leistungsschauen zahlreiche Goldmedaillen und andere Auszeichnungen. Im 20. Jahrhundert beruhte der gute Ruf der Marke auf ihren hochwertigen Tisch- und Reiseuhren. L’Epée 1839 galt vielen als Uhrmacher der Reichen und Mächtigen, und die französische Regierung überreichte Uhren von L’Epée als Staatsgeschenke an hochrangige Gäste. Als 1976 das Überschall-Passagierflugzeug Concorde in Dienst gestellt wurde, fiel bei der Kabinenausstattung die Wahl auf Wanduhren von L’Epée 1839, an denen die Passagiere die aktuelle Uhrzeit ablesen konnten. 1994 bewies die Marke Ambition und Mut mit der Herstellung der weltgrößten Standuhr mit Kompensationspendel, „Le Régulateur Géant“, 2,20 Meter hoch und 1,2 Tonnen schwer – allein das Uhrwerk wiegt 120 Kilogramm. 2.800 Arbeitsstunden stecken in diesem Giganten der Zeitmessung. L’Epée 1839 ist heute in Delémont im Schweizer Kanton Jura beheimatet. Unter der Leitung von Geschäftsführer Arnaud Nicolas hat das Unternehmen eine eindrucksvolle Kollektion von Tischuhren entwickelt, darunter eine Reihe hochwertiger Reiseuhren, zeitgenössischer Designuhren („Le Duel“) sowie avantgardistischer und minimalistischer Zeitmesser („La Tour“). Die Uhren von L’Epée 1839 sind mit mechanischen Besonderheiten, wie retrograden Sekundenzeigern und Gangreserveanzeigen, sowie Komplikationen, wie ewigen Kalendern, Tourbillons und Selbstschlagmechanismen, ausgestattet. Alle werden komplett im eigenen Haus entwickelt und produziert. Die extrem lange Gangdauer ist inzwischen ebenso ein Markenzeichen von L’Epée 1839 wie die außergewöhnlich hochwertige Finissierung.

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