Das Racelogic-Datenaufzeichnungs-Gerät ist fest im Cockpit des brandneuen PIECHA AMG GT-RSR installiert: Auf einem geeigneten Streckenabschnitt tritt Marcus Piecha hochkonzentriert aufs Gas: Theoretisch könnten die für den Testbeginn geforderten 100 km/h in 3,7 Sekunden erreicht werden. Doch jetzt ist eher Präzision gefragt: Das Tempo muss exakt getroffen und 10 Sekunden gehalten werden.

 

Der Chef des Fahrzeugveredlers PIECHA gibt etwas mehr Gas. Bei 150, 200 und 250 km/h wiederholt sich der geschilderte Ablauf. Der ausgiebige Testtag endet in der finalen Herstellerfreigabe für die Aerodynamik-Komponenten des „Übersportwagens“, der dank eines zusammen mit der Firma performmaster entwickelten Motortunings 612 PS / 450 kW leistet. Und mit so viel Power müssen schließlich auch alle Spoiler und sonstigen Karosserieanbauteile zurechtkommen.

Es ist äußerste Konzentration gefordert, da bei solchen Geschwindigkeitsbereichen sich selbst leichte Kurven schon zuziehen können. Mit einer eingetragenen Höchstgeschwindigkeit von 330 km/h gehört der PIECHA AMG GT-RSR zu den schnellsten öffentlichen Verkehrsteilnehmern. Nun geht es aufs Ganze, die Tester wollen sehen, wie sich das Fahrzeug im absoluten Highspeed-Bereich verhält. Die speziell für das Fahrzeug homologierten YOKOHAMA ADVAN Sport V105 (275/35 ZR19 vorne und 305/30 ZR20 hinten) wurden nach Vorgaben der Reifentechniker mit exakt 3,0 bar befüllt. Alle Voraussetzungen sind somit gegeben – um diese unglaubliche Geschwindigkeit zu erreichen.

Der PIECHA AMG GT-RSR-Bodykit ist jetzt für eine Höchstgeschwindigkeit von 330 km/h freigegeben

Die Tester und Ingenieure, auch diejenigen, die nicht im Cockpit sitzen, verfolgen gespannt die Fahrt. Über diverse Action-Kameras, die auch das Display der Racelogic in Echtzeit überwachen, sind sie stets live im Geschehen. Zusätzlich wird natürlich alles elektronisch aufgezeichnet. Der GPS-gestützte Vorgang ist aufgrund der verschiedenen, von PIECHA angebotenen Paketvarianten äußerst komplex – gefahren werden die Tests deshalb in vier verschiedenen Ausbaustufen der Aerodynamik. Die Unterschiede beim Fahrverhalten sind teilweise enorm, schließlich erzeugen die Spoiler erheblichen Abtrieb.

Nach Abschluss des Testtages kann eine sehr positive Bilanz gezogen werden. Die von Marcus Piecha und seinem Team theoretisch errechneten Werte wurden in der Praxis bestätigt und teilweise sogar übertroffen. Der PIECHA AMG GT-RSR-Bodykit ist jetzt für eine Höchstgeschwindigkeit von 330 km/h freigegeben. Er wird ab sofort mit einem Teilegutachten vom Technischen Dienst der GTÜ auf dem Markt angeboten. Jeder Kunde kann den Bausatz somit problemlos eintragen lassen.

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