Das Manufakturzentrum von Parmigiani Fleurier präsentiert das weltweit flachste fliegende Tourbillon mit automatischem Aufzug über einen Mikrorotor in einem gerade einmal 3,4 mm hohen Kaliber. Für diese technische Meisterleistung waren zwei Jahre Forschung und Entwicklung nötig. Von der Planung bis zur Umsetzung wurden in jedem Prozessabschnitt Planer, Ingenieure und Uhrmachermeister mobilisiert, die in einer perfekten Symbiose zusammenarbeiteten, um diesem Wunderwerk der Feinheit Leben einzuhauchen.

 

Bis zur Erfindung des Tourbillons im 19. Jahrhundert führte der Einfluss der Schwerkraft bei Uhren, die senkrecht in der Tasche getragen wurden, zu einer Unwucht der Unruhspirale und damit zu einer Gangungenauigkeit. Durch ein kontinuierlich rotierendes System sorgt das Tourbillon dafür, dass die Schwerkraft auf alle Lagen der Unruhebene einwirkt und ungünstige Einflüsse verringert werden. Heute ist diese regulierende Vorrichtung vollständig in einem beweglichen Käfig eingebaut, der als spezifisches Merkmal bei dieser Kollektion an einem einzigen Drehpunkt befestigt ist. Indem sich dieser hochkomplizierte Käfig einmal pro Minute um sich selbst dreht, wird der größte Teil der Gangabweichungen der Uhr in senkrechter Lage minimiert. Das Tourbillon bietet einen faszinierenden Einblick in einen Mechanismus, der wie ein Herz schlägt. Noch nie wirkte eine Uhr so lebendig.

Die Uhren-Manufaktur Parmigiani Fleurier

Der Mikrorotor aus 950/- Platin, durch den das Uhrwerk aufgezogen wird, ist die bestimmende Größe für die Höhe des Uhrwerks PF517. Er ist direkt in die Werkplatine integriert und bildet keine zusätzliche Schicht, die Höhe bleibt also unverändert. Aus planerischer Sicht ist diese Entwicklung durchaus reizvoll. Doch die Größe stellt in der Praxis eine Herausforderung dar. Angesichts des begrenzten Raums müssen Mikrorotor, Federhaus, Tourbillonkäfig, Zeiteinstellmechanismus und Zentralanzeigesystem auf nur einer Werkplatine untergebracht werden. Obwohl es möglich ist, dieses Problem durch eine dezentrale Anzeige der Uhrzeit zu lösen, hat sich die Manufaktur Parmigiani Fleurier für einen eigenen Ansatz entschieden, bei dem durch eine präzise abgestimmte Anordnung der Uhrwerkelemente die Uhrzeitanzeige in der Mitte bleiben kann. Da Parmigiani Fleurier stets um Platzeinsparungen bemüht ist, wurde ein so genanntes „fliegendes“ Tourbillon gewählt. Dessen Besonderheit besteht darin, dass der Käfig lediglich an einer unteren Lagerbrücke aufgehängt ist. Ein ausgeklügeltes Kugellager übernimmt die Befestigungsfunktion, ohne das Uhrwerk höher zu machen. Der Tourbillonkäfig entfaltet seine Wirkung im Vordergrund und tritt aus dem Uhrwerk hervor, als wenn er schwerelos wäre. Das Tourbillon dieses extraflachen Uhrwerks lenkt die Aufmerksamkeit auf sich, fesselt, ja hypnotisiert den Blick geradezu.

Der Tourbillonkäfig aus Titan ist der leichteste der Welt

Normalerweise wird der Tourbillonkäfig aus Stahl hergestellt, da dies ein widerstandsfähiges und leicht zu bearbeitendes Metall ist. Mit der Bevorzugung von Titan entscheidet sich Parmigiani Fleurier bewusst für ein Material, das bei der Bearbeitung leicht entzündlich ist und mit dem kleine Maße schwer zu realisieren sind. Allerdings ist die Manufaktur dank des Titans in der Lage, den leichtesten Tourbillonkäfig der Welt herzustellen. Sein geringes Gewicht und die minimale Schwungmasse sorgen für eine Drehbewegung ohne unnötigen Drehmomentverlust. Dadurch wird die Effizienz des Tourbillons gesteigert und die Zeitmessung verbessert. Der Tourbillonkäfig verfügt über eine Unruh mit Reguliergewichten, die eine sehr aerodynamische Form ermöglicht. Sie unterscheidet sich damit von einer herkömmlichen Unruh, bei der die Schrauben wie kleine Auswüchse überstehen. Die konstruktionsbedingte Aerodynamik ist so günstiger und die Funktionsweise des Tourbillons insgesamt zuverlässiger.

Bei dieser Uhr werden die Sekunden durch einen Zeiger aus gebläutem Stahl angezeigt, der fester Bestandteil des Tourbillonkäfigs ist. Er führt also ebenso wie der Käfig eine Drehung pro Minute aus. Bei klassischen Uhrenherstellern wird dieser Zeigertyp unabhängig vom Tourbillon angefertigt. Er wird nachträglich hinzugefügt, da diese beiden Elemente aus unterschiedlichen Produktionsprozessen stammen. In der vertikalisierten Manufaktur Parmigiani Fleurier ist die ästhetische Produktentwicklung untrennbar mit der Arbeit des Manufakturzentrums verbunden. Dieser Zeiger ist so konzipiert, dass er ein präzises Gegengewicht zu den übrigen Elementen des Tourbillonkäfigs bildet. Das Zusammenspiel zwischen allen betreffenden Komponenten offenbart sich schließlich in diesem perfekt ausbalancierten und optimal arbeitenden Tourbillonkäfig.

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Bei dieser Uhr werden die Sekunden durch einen Zeiger aus gebläutem Stahl angezeigt, der fester Bestandteil des Tourbillonkäfigs ist. Er führt also ebenso wie der Käfig eine Drehung pro Minute aus.

Das Tourbillon von Parmigiani Fleurier ist originell und ansprechend

Mit ihrem schlanken Mittelteil und der klaren Linienführung strebt auch die Tonda 1950 Tourbillon nach der Schlichtheit und der Eleganz, die so charakteristisch für diese Kollektion sind. Die Modellfamilie Tonda 1950 erhält damit ihr erstes Haute-Horlogerie-Modell. Inspiriert ist es von der ästhetischen Handschrift der Marke, die in zeitgenössischer Weise neu interpretiert wird. Mit der Tonda 1950 Tourbillon konzentriert sich die ästhetische Aufmerksamkeit der Uhr auf die 7.08-Uhr-Linie. Dies ist eine Anspielung auf den Gründer von Parmigiani Fleurier, der exakt zu dieser Uhrzeit im schweizerischen Val de Travers geboren ist. Die Komplikation ist also dezentral auf der linken Seite angeordnet, unmittelbar hinter dem 7-Uhr-Index, während das Tourbillon selbst in einem Winkel ausgerichtet ist, der der 7.08-Uhr-Position entspricht, hervorgehoben durch eine rote Applike am Rand der Sekundenanzeige.

Die Verzierung der Brücken des Uhrwerks ist ebenso mit einer Reihe von Côtes de Genève schräg ausgerichtet. Diese stellen eine zusätzliche Schwierigkeit dar, da sie kreisbogenförmig sind. Sie nehmen also eine Wellenform an, die sich wie die Schwingungen des Tourbillons über dem Uhrwerk ausbreiten. Die Kreisbogenform bringt ein überaus komplexes Arbeitsverfahren mit sich, bei dem für jede neue Facette der Côtes de Genève eine Neukalibrierung erforderlich ist. Dabei dürfen keine Fehler gemacht werden.

Edle und vielfältige Zifferblätter

Die Tonda 1950 Tourbillon wird derzeit mit fünf verschiedenen Zifferblättern angeboten: graues Perlmutt, weiße oder schwarze Jade, abysseblau mit Côtes de Genève und weiß gekörnt. Die Ausführung in grauem Perlmutt hat die gleichen spitz zulaufenden und schlichten Indizes wie die Original-Tonda 1950. Auf diese Weise lässt sie die gediegene Eleganz wieder aufleben, die den Erfolg dieses Modells ausmachte. Das Gehäuse aus Graugold ist gefasst. Das Spiel mit dem Licht zieht sich vom schillernden Perlmutt bis zum Cabochon aus echtem Rubin hin. Die Zifferblätter aus weißer und schwarzer Jade zeichnen sich durch die diesem Stein eigene edle Note aus. Ihre kristalline Oberfläche verleiht der Uhr Tiefe und Erhabenheit. Die Indizes dieser beiden Ausführungen haben drei Facetten, die den hohen technischen Anspruch der ästhetischen Gestaltung unterstreichen. Eine lumineszierende Schicht auf der oberen Facette sorgt dafür, dass die Uhrzeit auch nachts mühelos ablesbar ist.

Die beiden letzten Ausführungen mit abysseblauem Zifferblatt mit Côtes de Genève und mit weiß gekörntem Zifferblatt weisen dreifacettige Indizes auf – ein Klassiker von Parmigiani Fleurier, der die schönsten Kreationen der Marke ziert.

Mehr Infos unter: www.parmigiani.ch