Das “Grande Finale” am WHITE TURF ST. MORITZ

Wenig Sonne und reichlich Schneefall kennzeichneten den Finaltag von White Turf 2012. So erlebten 12.500 Zuschauer den Überraschungssieg von African Art im Gübelin – 73. Großer Preis von St. Moritz. Adrian Von Gunten wurde zum ersten Mal „König des Engadins“ bei der Credit Suisse Skikjöring-Trophy. Mit Jockey Freddy Di Fède im Sattel hat der sechsjährige African Art das bedeutendste Rennen von White Turf 2012 gewonnen. Im Gübelin 73. Großer Preis von St. Moritz ließ der Schützling von Philipp Schärer den zur Favoritengruppe gehörenden Flash Dance (Eduardo Pedroza) mit zweieinhalb Längen hinter sich. Platz drei ging weitere dreieinhalb Längen dahinter an Schützenjunker (Daniele Porcu), einem Stallgefährten des Siegers, womit Besitzer Peter Aregger und Trainer Philipp Schärer Erster und Dritter im Grand Prix wurden.
„African Art hat beim letzten Start zwei Eisen verloren. Diesmal ging alles glatt. Ich war mir sicher, dass er ganz vorne landen würde“, meinte Philipp Schärer nach dem Rennen, das African Art als 16,9:1•Außenseiter in bemerkenswerter Manier zu seinen Gunsten entschied. Während Flash Dance von Beginn an führte, legte sich Freddy Di Fède mit African Art hinter ihm an die zweite Position. Im Verlauf der Geraden griff African Art an, passierte Flash Dance und gewann letztendlich problemlos, kam er doch mit der Schnee-Unterlage am besten zurecht. Nachdem Freddy Di Fède mit einem Salto rückwärts vom Pferd stieg, drehte Trainer Philipp Schärer auf African Art eine Ehrenrunde im Absattelring.
Der Wallach Maverick mit Jim Crowley dominierte das 3. Galopprennen
Eingeleitet wurde der Renntag durch den Grand Prix Prestige / Rennbahn Berlin/Hoppegarten. Die von Peter Gottwald, dem deutschen Botschafter in Bern und Hoppegartens Rennbahneigner, Gerhard Schöningh, überreichten Ehrenpreise gingen an das Team des in überlegener Manier siegenden Le Big. Der von André Best gerittene und von Philipp Schärer für Philipp Sander trainierte Wallach gewann bereits sein zweites Rennen bei diesem Meeting.
Das dritte Galopprennen, der Grand Prix Gunter Sachs Memorial Race, wanderte durch Maverick in den englischen Stall von Ralph Becket. Unter Jim Crowley dominierte der vierjährige Wallach die Konkurrenz mit einer dreiviertel Länge.
Adrian Von Gunten zum “König des Engadins” ernannt …
Als König des Engadins durfte sich Adrian Von Gunten feiern lassen. Zunächst gewann er mit der von Peter Schiergen trainierten Mombasa den Grand Prix Credit Suisse nach einer spannenden Kampfankunft. Pech hatte Erich Bottlang, der gleich am Start einen Ski verlor und dennoch mit Weipert den zweiten Rang vor Zippo und Valeria Holinger belegte. Jakob Broger stürzte hinter First Stream im zweiten Bogen und wurde in die Klinik gebracht. Diagnose: Leichte Gehirnerschütterung. Ausserdem musste er an der linken Hand und im Gesicht genäht werden. In der Gesamtwertung der Credit Suisse Skikjöring-Trophy lag Adrian Von Gunten letztendlich mit 18 Punkten in Front. Fadri Casty, der im Finallauf mit Bergonzi Vierter wurde, landete mit 15 Punkten als Zweiter auf dem Ehrenplatz vor Erich Bottlang mit 13 Punkten als Dritter.
Knapp 300’000 Franken sind während den drei Renntagen gewettet worden
Im Grand Prix Gaggenau Hausgeräte, dem ersten Trabrennen, lagen durch Palmin de Romagny die Farben des Stalles Allegra Racing Club in Front. Trainerin Claudia Koller, die ihr Pferd auch selbst fuhr, wartete mit der entscheidenden Attacke bis zur Gerade und siegte am Ende mit fünf Längen. Der finale Grand Prix BMW sah erneut Mask du Granit als Gewinner. Damit feierten Trainer Jean-François Johner und Fahrerin Laurence Kindler mit dem zwölfjährigen Wallach den zweiten Meetingssieg.
Die 12.500 Zuschauer (alle drei Renntage: 32.500 Besucher) wetteten 121.263 Franken, nach 112.606 Franken im Vorjahr. Alle drei Renntage ergaben 254.015 Franken (293.178 Franken).


























