Weltneuheit ARTEGA SE mit Elektroantrieb
Auf dem 81. Genfer Auto-Salon stellte die Artega Automobil GmbH & Co. KG eine Version des Mittelmotor-Sportwagens mit Elektroantrieb vor. Mit diesem zukunftsträchtigen Projekt stellt das Unternehmen aus Delbrück erneut die Vorzüge einer Manufaktur unter Beweis. Hohe technische Kompetenz und kurze Entscheidungswege ermöglichen die Realisierung eines vollkommen neuen Antriebskonzepts in kürzester Zeit.
Mit der Fraunhofer-Gesellschaft konnte Artega einen der kompetentesten Entwicklungspartner in diesem Segment überhaupt gewinnen. Das Institut hat bereits vor über einem Jahr zwei Artega-Fahrzeuge für Forschungszwecke erworben, um mit diesen die Möglichkeiten der E-Mobilität ausloten zu können.
Zwei auf der Hinterachse untergebrachte Elektromotoren mit zusammen 280 kW (380 PS) sorgen für ordentlichen Vortrieb. Jeder Motor treibt unabhängig eines der beiden hinteren Räder an. Den Sprint von null auf 100 absolviert der Artega SE in 4,3 Sekunden (4,8 Sekunden mit Verbrennungsmotor). Anders als bei einem Verbrennungsmotor erfolgt die Kraftentfaltung bei Elektromotoren linear und verzögerungsfrei. Die Höchstgeschwindigkeit liegt mindestens bei 250 Stundenkilometer. Die gesamte Antriebseinheit wiegt gerade einmal 150 Kilogramm. Der Wirkungsrad ist mit über 90 Prozent extrem hoch.
Modernste verfügbare Batterien-Technologie
Insgesamt werden im Artega SE 16 erprobte Batterie-Module aus Lithium-Ionen-Polymerzellen eingebaut. Jedes Modul enthält wiederum zwölf Batteriezellen und ist weitestgehend autark. Im Fahrzeugheck sind zwölf solcher Module untergebracht, vorne vier. Alle Batterien sind wassergekühlt und kommen gemeinsam auf einen Energiegehalt von 37 Kilowattstunden bei einer Nennspannung von 350 Volt. Das Gesamtgewicht des Batteriesystems beträgt 310 Kilogramm. Nach NEDC-Norm hat der Artega SE eine Reichweite von 300 Kilometern, bei normaler Fahrweise werden es immer noch komfortable 200 Kilometer sein. Über den Anschluss am Fahrzeugheck lassen sich die Batterien an einem regulär gesicherten Haushalts-Elektroanschluss aufladen. An Park & Ride-Stationen oder speziellen Parkplätzen mit Ladestationen verkürzt sich die Ladezeit erheblich. Bei entsprechender Ladeleistung kann die komplett entladene Batterieeinheit in nur 90 Minuten nachgeladen werden.
Die Artega-Konstruktion birgt nur ein geringes Mehrgewicht
Das Mittelmotorkonzept mit dem hinten angeschraubten Hilfsrahmen für die Aufnahme der Antriebseinheit bietet eine hervorragende Ausgangsposition für die Implantation eines Elektroantriebs. Die Achsverteilung ist mit 57 Prozent hinten zu 43 Prozent vorne identisch mit der des Artega®GT mit Verbrennungsmotor. Bereits die Version mit Verbrennungsmotor besticht durch konsequenten Leichtbau und hat mit einem Gewicht nach EU-Norm von nur 1.285 Kilogramm deutlich Vorteile gegenüber den Wettbewerbern. Der Artega SE wiegt vergleichbar 1.400 Kilogramm, hat also ein Mehrgewicht von gerade einmal rund zehn Prozent. Damit entsprechen die Handlings- und Bremseigenschaften weitgehend denen des in den Fachmedien hervorragend beurteilten Artega®GT. Das gesamte Fahrzeug mit Dämpfung und Bremsen ist ausreichend dimensioniert für die Mehrleistung der E-Version um 59 kW (80 PS) und die daraus resultierenden höheren Fahrleistungen.
Neuartige Einstellung der Rekuperation
Mit den Schaltwippen am Lenkrad kann der Fahrer die Stärke der Rekuperation beim Loslassen des „Gaspedals“ stufenlos bestimmen. Der Einstellbereich reicht dabei von der maximal möglichen Rekuperation von rund 75 kW bis hin zu keiner Rekuperation, dem sogenannten „Segeln“. Damit kann der Fahrer die Gaspedalcharakteristik entsprechend seinen Wünschen beziehungsweise entsprechend der Fahrsituation anpassen.Das Kombiinstrument wurde neu gestaltet mit kombinierten Analog- und Digitalanzeigen für Geschwindigkeit, Reichweite und Batterieladezustand. Hinzu kommt eine Anzeige des Energieflusses.
Der Artega SE offenbart ein einzigartiges Fahrzeugprofil
Mit Sicherheit wird der Artega SE zur sozialen Akzeptanz von Sportwagen von morgen entscheidend beitragen; zumal es sich um ein Stück deutsche Ingenieurskunst handelt, in einer Manufaktur von Hand gemäß individueller Kundenwünsche gefertigt – ebenso wie sein Pendant mit Verbrennungsmotor, der Artega®GT. Alle deutschen Sportwagen aus Delbrück in Nordrhein-Westfalen verfügen über ein einzigartiges Fahrzeugprofil. Die Kleinserien-Produktion erlaubt die Verwendung zahlreicher neuer Technologien. Der Artega – gleich ob mit Elektro- oder Verbrennungsmotor – ist eine echte Innovation und in der Tat anders als andere Fahrzeuge.
Beeindruckende Fahrleistungen bei geringem Verbrauch
Eine Materialkombination aus dem Rennsport, nämlich Aluminium-Spaceframe, hochfeste Stähle und kohlefaserverstärkte Verbundwerkstoffe, macht den Artega®GT trotz umfangreicher Serienausstattung nur 1.285 Kilogramm schwer. Damit gehört der Sportwagen zu den Leichtgewichten seiner Klasse. Das V6-Triebwerk schöpft aus 3.597 Kubikzentimeter Hubraum 300 PS (220 kW). Daraus resultiert ein Leistungsgewicht von 4,28 Kilogramm pro PS. Dieses niedrige Leistungsgewicht und die hochmoderne Antriebseinheit führen zu einer eindrucksvolle Agilität und beeindruckenden Fahrleistungen. Beschleunigung: 4,8 Sekunden auf 100 Kilometer pro Stunde. Höchstgeschwindigkeit: 270 Kilometer pro Stunde. Das Mittelmotor-Konzept und eine direkte Lenkung perfektionieren den Fahrspaß – bei einem Durchschnittsverbrauch nach EURO 5-Norm von nur 9,2 Litern auf 100 Kilometer.
Ein Fahrwerk für Alltag und Sport
Artega präferierte in der Fahrwerksabstimmung für seinen GT eine gleichermaßen sportliche wie komfortable Lösung – ohne dabei einen halbherzigen Kompromiss einzugehen. Hier spielt der Artega®GT seine Konzeptvorteile voll aus, nämlich die breite Spur und den großen Radstand sowie den niedrigen Schwerpunkt. Das Resultat: Neutral bis in den Grenzbereich durchzirkelt der Artega souverän Kurve für Kurve. Trotzdem vermag der Sportwagen bei kontrolliertem Gaseinsatz mit weichem Übersteuern zu begeistern. Besonders klar erkennbar werden diese Fahrwerksqualitäten auf der Rennstrecke. Hier überzeugt das Artega-Fahrwerk dank der auf ein Minimum verringerten Wankbewegungen. Längs- und Querkräfte werden durch stetigen Bodenkontakt optimal übertragen. Die Artega®GT-Federung wirkt dabei niemals „bretthart“. Das mit dem Motorsport-Spezialisten Bilstein entwickelte Profi-Setup garantiert maximale Spurstabilität und gewährleistet eine sichere Kurvenfahrt. Außerdem wird ein Aufbäumen und Eintauchen beim Bremsen oder Beschleunigen durch die optimierte Auslegung völlig unterbunden.
Diese Eigenschaften prädestinieren den Artega®GT ebenso für stressfreies und komfortables Reisen. Er ist ein Sportwagen für jeden Tag.
Höchste Exklusivität im Artega SE
Artega hat eine Manufaktur aufgebaut, in der mit großer Sorgfalt individuelle Fahrzeuge produziert werden. Ein Markenzeichen ist der hohe Anteil der Eigenfertigung, die unter anderem sowohl das Chassis als auch Radaufhängungen, Motorperipherie, Tank- und Auspuffsystem umfasst. In Anlehnung an die individuellen Wünsche der Kunden entstehen in klassischer Handarbeit die einzelnen Sportwagen in der gewünschten Zusammenstellung. Hochqualifizierte Kräfte fügen die einzelnen Komponenten zusammen – sowohl technischen Elemente als auch die Außenhaut und den Innenraum.
Dabei wird ein Artega immer höchst exklusiv bleiben: Nur bis zu 500 Einheiten des Sportwagens können pro Jahr in Delbrück realisiert werden.
























