PERRELET – Die Leistungsfähigkeit der Turbine

Perrelet, als Erfinder der Automatikuhr, sozusagen spezialisiert in der Energiegewinnung für mechanische Uhrwerke seit 1777, hat sich von der Antriebskraft des modernen Düsentriebwerks inspirieren lassen. Was lag naheliegender als sich des Doppelrotorwerkes zu bedienen, um diese Antriebstechnik in einer Uhr zu interpretieren. Der Name “Turbine” ist die letzte Konsequenz der gelungenen Assoziation.
Die Welt der Luftfahrt hat seit den Anfängen der mutigen Luftpioniere bis zur heutigen Zeit der modernen Düsenjets, seit eh und jeh die Menschheit fasziniert. Viele bahnbrechende Technologien und Industrien würden nicht existieren ohne den kontinuierlichen Fortschritt in der Aeronautik. So auch in der Uhrmacherei, wo etliche hochpräzise Zeitmesser nur aufgrund der strengen Bedürfnisse der Luftfahrtindustrie entwickelt wurden. Trotz des Siegeszuges der Elektronik im Cockpit, besteht noch heute ein reges Interesse an Fliegeruhren.
Perrelet-Design erinnert an die Aviatik
Die neuen Modelle der TURBINE Kollektion sind ausschließlich mit dem Automatik-Werk Perrelet P-181 Doppelrotor ausgestattet. Das außergewöhnliche Design dieser Kollektion könnte direkt von einem Konstrukteur von Turbinenrädern stammen. Geschickt haben die Ingenieure von Perrelet das Doppelrotorwerk in eine Turbine umgestaltet. Zwölf das gesamte Zifferblatt abdeckende Turbinenschaufeln in Titan rotieren in beiden Richtungen unter dem schwarzen Zifferblattring, der mit Ziffern und Indexen in Superluminova markiert ist. Auf dem unteren Zifferblatt akzentuieren Streifen ebenfalls in Superluminova den Dreheffekt und tragen so optisch zu einem sensationellen Modell bei.
In weitgehend genauer Anlehnung an das aerodynamische Original, ist das Turbinen-Uhrwerk in einem konkaven Gehäuse mit einem Durchmesser von 44 mm untergebracht, das die typische Perrelet Kannelierung aufweist. Man könnte fast meinen, dass sich die Krone weit in das Gehäuse integriert, um den Luftwiderstand möglichst klein zu halten. Dies ist natürlich nicht der Fall, aber damit wird ein hoher Tragekomfort ermöglicht, wobei die Bedienbarkeit aufgrund eines einklappbaren Riegels optimal gelöst ist. Ein Gehäuseboden aus entspiegeltem Saphirglas ermöglicht die ungehinderte Sicht auf das Werk, dessen Brücken und Platinen in schwarz gehalten sind. Die Werkteile sind angliert und auf Hochglanz poliert. Der Rotor, dessen Design auch an die Aviatik erinnert ist in der gleichen Weise behandelt und dekoriert. Ein technisch anmutendes Naturkautschuk-Band rundet das gesamte Bild ab.
Die DLC-Beschichtung
Die TURBINE Kollektion ist erhältlich in Materialvarianten: Titan, DLC behandeltem Titan oder in 18 Karat Rotgold. Die DLC-Beschichtung wird auch «DIAMOND LIGHT COATING» oder «Diamond like Carbon» genannt und besitzt eine Vickershärte von 4000 bis 5000 HV. Es handelt sich dabei um eine kratzfeste Diamantschicht, die auf eine Titan-oder Stahloberfläche (1700 HV) aufgetragen wird. Im Vergleich dazu würde eine Goldoberfläche eine Härte von 150 HV aufweisen. Die DLC-Beschichtung wird seit 20 Jahren in zahlreichen anderen Bereichen, wie z.B. in der Aeronautik und Formel 1 benutzt und kommt seit kurzem auch im High-End-Segment der Uhrenbranche zum Einsatz. Angesichts des hohen Preises und der technischen Schwierigkeiten bei der Fertigung -Pigmentationsverfahren, Hochtemperaturbehandlung sowie das abschliessende Polierverfahren für eine matte oder glänzende Oberfläche -wird diese Beschichtung nur von wenigen Marken angewandt.



















